Von: luk
Trentino – Erneut ist es im Trentino zu einer Begegnung zwischen einer dreifachen Bärenmutter und einer Wanderin gekommen: Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag etwa 200 Meter oberhalb des Passo Campo Carlo Magno, unweit von Madonna di Campiglio.
Die Wanderin (27) aus der Lombardei stand plötzlich vor der Bärenfamilie. Die Begegnung verlief glücklicherweise glimpflich. Die Bärin begutachtete die Frau einige Augenblicke aufmerksam und zog sich dann mit den Jungtieren zurück. Für die 27-jährige Urlauberin blieb es bei einem großen Schrecken.
Scheinangriffe bei Begegnungen im Juni
Bereits im Juni ist es im Trentino zu mehreren Begegnungen zwischen Menschen und Bären gekommen, die jedoch ebenfalls glimpflich verlaufen sind.
In zwei Fällen – am 21. und 26. Juni – reagierten Bärinnen mit Jungen nach überraschenden Begegnungen aus kurzer Distanz mit sogenannten Scheinangriffen, um ihre Jungen zu schützen. Die betroffenen Wanderer verhielten sich richtig, blieben ruhig und zogen sich langsam zurück, woraufhin sich die Tiere wieder entfernten.
Bären gehen über die Kirschen
Insgesamt bewegten sich Bärensichtungen und -vorfälle im üblichen Rahmen der vergangenen Jahre und konzentrierten sich auf das westliche Trentino.
Experten betonen, dass korrektes Verhalten – etwa indem man sich rechtzeitig und lautstark bemerkbar macht – entscheidend ist, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Schäden durch Bären betrafen im Juni im Trentino vor allem Kirschbäume. Offenbar haben die Prankengänger gefallen an den süßen Früchten gefunden, die in den vergangenen Wochen erntereif waren. Kirschdiebstahl durch Bären wurde elf Mal von den Trentiner Behörden bestätigt.
Schäden an Nutztieren und Bienenständen blieben hingegen vergleichsweise gering und sind laut Forstbehörde weiterhin rückläufig.




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