Bei Skigebiet - Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert

Norditalien: Große Lawine am Tonalepass

Mittwoch, 25. Februar 2026 | 15:44 Uhr

Von: luk

Tonalepass – Im Skigebiet am Tonalepass ist am Mittwochvormittag eine große Lawine abgegangen. Umgehend wurde Alarm geschlagen, da zunächst befürchtet wurde, dass mehrere Personen mitgerissen worden sein könnten.

In der Folge rückten die Rettungskräfte mit einem Helikopter an. Auch die Bergrettung aus dem Trentino und aus der Lombardei sowie Einsatzkräfte von Carabinieri und Staatspolizei waren im Einsatz. Die Lawinenkommission von Vermiglio war ebenfalls vor Ort.

Zum Zeitpunkt des Einsatzes war unklar, ob Wintersportler von den Schneemassen erfasst wurden. Die Erkundungs- und Kontrollmaßnahmen liefen am Vormittag und konnten glücklicherweise ohne Ergebnis abgeschlossen werden.

Markante Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze

Der Lawinenabgang ereignete sich in einer Phase verbreiteter Instabilität der Schneedecke. Diese ist derzeit durch Triebschneeansammlungen und anhaltend schwache Schichten gekennzeichnet. Unter solchen Bedingungen können Lawinen bereits durch die Zusatzbelastung eines einzelnen Skifahrers ausgelöst werden – insbesondere an steilen Hängen sowie im Bereich von Geländekanten, Rinnen und Übergängen im Hangverlauf.

Zusätzlich erhöht der Temperaturanstieg die Wahrscheinlichkeit von Nassschneelawinen an sonnigen Expositionen.

Der Zivilschutz des Trentino ruft zu größter Vorsicht auf. Wanderer, Skitourengeher und Variantenfahrer werden dringend ersucht, vor Touren im alpinen Gelände das Euregio-Lawinenbulletin zu konsultieren, Routen und Zeitplanung sorgfältig abzustimmen und ihr Verhalten den aktuellen Schnee- und Wetterbedingungen anzupassen.

Der Tonalepass liegt in den italienischen Alpen auf etwa 1884 Metern Höhe und bildet die Grenze zwischen der Region Trentino-Südtirol (Val di Sole) im Osten und der Lombardei (Valcamonica) im Westen. Er verbindet Orte wie Vermiglio und Ponte di Legno und ist ein bekanntes Skigebiet am Fuße des Presena-Gletschers sowie der Ortler- und Adamello-Gruppen.

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