Von: luk
Mori/Gardasee – Auf der beliebten Radstrecke zwischen Mori und dem Gardasee sorgen gefährliche Sabotageakte für Aufregung: Mehrfach wurden Reißnägel auf der Fahrbahn entdeckt, zahlreiche Radfahrer meldeten in den vergangenen Wochen platte Reifen.
Betroffen ist die vielbefahrene Verbindung Mori–Gardasee, die vor allem im Frühjahr von Profi- und Freizeitsportlern stark genutzt wird. Laut dem Präsidenten der Radfahrervereinigung Avio, Nicola Menolli, handelt es sich nicht um Einzelfälle. Bereits vor zwei Wochen sei ein Vereinsmitglied auf Höhe der Unterführung bei der Loppio-Seestraße in eine solche Falle geraten. Kurz darauf seien verstreute Reißnägel auf dem Asphalt entdeckt worden. Ähnliche Vorfälle habe es auch am vergangenen Wochenende sowie im Bereich Passo San Giovanni – zwischen Loppio und Nago – gegeben.
Die Vermutung liegt nahe, dass die Reißnägel gezielt aus Fahrzeugen geworfen wurden. Konkrete Hinweise auf Täter gibt es bislang jedoch nicht. Die Vorfälle wurden sowohl den Carabinieri als auch der örtlichen Polizei gemeldet.
Deutliche Worte kommen aus der Politik: Der Bürgermeister von Nago-Torbole, Gianni Morandi, spricht von einem „schweren und unverantwortlichen“ Vorfall. Das Auslegen von Reißnägeln stelle eine ernsthafte Gefahr für Radfahrer und Familien dar und dürfe keinesfalls als harmloser Streich abgetan werden. Die Gemeindeverwaltung habe gemeinsam mit den zuständigen Behörden Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden aufgerufen, sich zu melden.
Auch aus Sicht der Radfahrer ist der Imageschaden erheblich. Menolli warnt, dass solche Vorfälle dem touristischen Ruf der Region schaden könnten. Gerade zu Beginn der Radsaison sei die Strecke stark frequentiert. Umso wichtiger sei es, die Sicherheit rasch wiederherzustellen.




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