Attacken unter der Gürtellinie

Russischer Propagandist bezeichnet Meloni als “patentierte Idiotin”

Mittwoch, 22. April 2026 | 07:01 Uhr

Von: mk

Moskau/Rom – In einer beispiellosen Hetztirade hat der russische Star-Journalist Wladimir Solowjow die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aufs Schärfste beleidigt. Die italienische Regierung reagiert prompt und bestellt den russischen Botschafter ein.

In seiner Show “Polnyj Kontakt” schleuderte der Kreml-treue Propagandist in einem bizarren Mix aus Russisch und Italienisch der italienischen Regierungschefin wüste Beschimpfungen entgegen. Solowjow bezeichnete Meloni unter anderem als „faschistisches Aas“, als „patentierte Idiotin“ und als „Schande der Menschheit“. Mit Wortspielen wie „PuttaMeloni“ und der Herabwürdigung als „bösartiges Weib“ griff er die Ministerpräsidentin auch sexistisch an.

Solowjow wirft Meloni „Verrat“ vor. Sie habe nicht nur ihre Wähler betrogen, sondern auch Donald Trump, dem sie zuvor die Treue geschworen habe.

Die Attacke bettet sich in eine aggressive Rhetorik gegen den Westen ein. Solowjow betonte, dass Europa sich in einem direkten Krieg mit Russland befinde. Als Beleg führte er ausdrücklich Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz an.

Italien reagiert

Die Reaktion aus Rom ließ nicht lange auf sich warten. Außenminister Antonio Tajani verurteilte die „äußerst schwerwiegenden und beleidigenden Erklärungen“ aufs Schärfste. Über den Kurznachrichtendienst X erklärte Tajani: „Ich habe den russischen Botschafter Paramonow ins Außenministerium einbestellt, um formellen Protest gegen die Äußerungen von Wladimir Solowjow einzulegen. Meine volle Solidarität gilt Präsidentin Giorgia Meloni.“

Solidarisch mit Meloni zeigten sich unter anderem auch die Südtiroler Senatoren Julia Unterberger und Luigi Spagnolli.

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