14-jähriger Mittelschüler angezeigt – VIDEO

Sexting: 13-Jährige mit Intimfotos erpresst

Mittwoch, 20. März 2019 | 07:06 Uhr

Lodi – Eine Mittelschule der lombardischen Kleinstadt Lodi war am vergangenen Freitag Schauplatz einer gerade noch rechtzeitig vermiedenen Tragödie. Ein 13-jähriges Mädchen, das von einem um ein Jahr älteren Mitschüler wochenlang mit Intimfotos erpresst worden war, dachte schon an Selbstmord. Erst dank des Eingreifens einiger Mitschülerinnen konnte das Mädchen, das bereits einen Abschiedsbrief geschrieben hatte, dazu überzeugt werden, sich der Lehrerin anzuvertrauen. Der 14-jährige Täter wurde wegen Verbreitens pädopornografischen Materials und wegen Erpressung angezeigt.

Die traurige Geschichte begann vor mehreren Wochen, als das Opfer ihrem um ein Jahr älteren Mittelschüler, der ihr sehr gut gefiel, einige Fotos, in denen sie eine sexy Pose einnahm, schickte. Anscheinend waren dem 14-jährigen, sitzengebliebenen Mittelschüler diese Fotos zu wenig. „Schick mir weitere Fotos oder ich sage es deinen Eltern“, so der erpresserische 14-Jährige zum jungen Mädchen. Um seine Forderung zu unterstreichen, leitete er die Fotos, die eigentlich nur für ihn bestimmt waren, an weitere Mittelschüler weiter, sodass die Intimfotos der 13-Jährigen in der Schule immer mehr die Runde machten und immer weitere Verbreitung fanden. Laut heutigem Erkenntnisstand der Ermittlungen nahm das erpresserische Spiel des 14-Jährigen über mehrere Wochen hinweg seinen Lauf.

Einige Mitschülerinnen, denen sich das 13-jährige Erpressungsopfer anvertraut hatte, versuchten vergeblich das Mädchen dazu überzeugen, Anzeige zu erstatten. Aufgrund der Geschehnisse der letzten Wochen kam die 13-Jährige am Freitagmorgen in einem emotional aufgewühlten Zustand zur Schule. Als ihre Freundinnen beschlossen, sich an die Lehrerin zu wenden, geriet die Schülerin in Panik und erlitt einen Schwächeanfall. Was später folgte, war ein tränenreiches Geständnis des 13-jährigen, gepeinigten Mädchens.

Die Lehrerin und die Direktorin der Schule verständigten umgehend die Quästur. Innerhalb weniger Minuten trafen vor der Schule drei Polizeistreifen ein. Nachdem die Polizeibeamten mit mehreren Schülerinnen und Schülern gesprochen und die Bilder begutachtet hatten, beschlagnahmten sie mehrere Smartphones. Der 14-jährige Schüler wurde wegen Verbreitens pädopornografischen Materials angezeigt. Im Rahmen der Ermittlungen, die erst am Anfang sind, steht auch eine Anzeige wegen Erpressung im Raum. Das 13-jährige Opfer, das sich wegen der Intimfotos sehr schämte und bei der die Lehrer sogar einen Abschiedsbrief fanden, wurde von den herbeigerufenen Rettungskräften erstversorgt und zu Untersuchungen in das Krankenhaus von Lodi gebracht.

Angesichts des panikartigen Zustands des jungen Mädchens und des Abschiedsbriefes wurde den Lehrern und Mitschülern bewusst, wie groß ihre Not bereits war und wie kurz sie davor stand, eine Verzweiflungstat zu begehen.

Der Fall von Lodi löste in Italien eine heftige Debatte um Sexting und Cyber-Mobbing aus. Können mehr Aufmerksamkeit der Schule und der Eltern sowie eine härtere Strafgesetzgebung verhindern, dass insbesondere junge Mädchen in einen Strudel aus Angst, Scham und Erpressung geraten, aus dem sie alleine nicht mehr herauskommen?

Von: ka

Kommentare

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14 Kommentare auf "Sexting: 13-Jährige mit Intimfotos erpresst"


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Seppl123
Seppl123
Tratscher
1 Monat 1 Tag

passiert in die größten promis

Tabernakel
1 Monat 1 Tag

Schreib das mal bitte in einer verständlichen Sprache.

Leonor
Leonor
Superredner
1 Monat 1 Tag

Tabernakel

Du sollst lieber als Lehrer in der Schule unterrichten, anstatt hier im Forum dauernd aufzubessern!

Tabernakel
1 Monat 1 Tag

Du ärgerst Dich weil Du keine sachlichen Argumente hast.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 1 Tag

@Leonor Welchem Schüler wünschst du ihn denn?

Leonor
Leonor
Superredner
1 Monat 1 Tag

Neumi

Alle Schüler, die unter Legasthenie leiden z.b. Da hätte er ein Aha Effekt und wäre lieber still hier im Forum, wenn er Fehler sieht.

sullimann
sullimann
Neuling
1 Monat 1 Tag

ich wäre für viel härtere Strafen zum Beispiel soll der täter keine Accounts mehr eröffnen dürfen

ExSuedtiroler
ExSuedtiroler
Tratscher
1 Monat 1 Tag

wie der Fall beweist gibt es Gesetze und Beamte die kommen wenn man sie ruft. Wichtig ist, dass Eltern und Lehrer den Kindern gute Vertrauenspersonen sind und sofort handeln. Dort liegt das primäre Problem.
Viele scheuen vor Anzeigen zurück, wobei daran nichts Schlimmes ist, weil man eine Anzeige auch wieder zurückziehen kann, wenn ein “Erpresser” einlenkt.

jack
jack
Superredner
1 Monat 21 h

sell isch a horte strofe
na bitte net so prutal

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
1 Monat 17 h

er sollein jahr lang sozialarbeit leisten,auch nur neben senioren zu sitzen und mit ihnen zu reden.klar unter kontrolle ,sonst könnte so einer noch frech werden

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Schlimm, sehr schlimm. Die sind noch nicht reif genug zu wissen was sie machen und was für Folgen solche Fotos bringen. Es wird immer solche Konflikte unter Heranwachsenden geben aber es hat bereits Suizide wegen sowas gegeben. Lösung: Bildung, Bildung und Bildung bereits in der Grundschule.

Fahrenheit
Fahrenheit
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Und an der Bildung haperts! Das Elternhaus ist hier einfach zu wenig, da werden zu viele Ermahnungen überhört. An den Schulen, spätestens in den Mittelschulen, braucht es dringend sowas wie “Medienkunde”. Es muss über Gefahren des Internets aufgeklärt werden. Nicht nur 1Mal alle paar Jahre, sondern regelmäßig.

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

beide verhielten sich neben den schuhen, sie weil sie ihm intimfotos von ihr gesendet hat und er weil er das schamlos ausgenutzt hat

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

in diesem alter wissen sie nicht was die folgen solcher taten sein können. sie glauben das ist ein spiel, aber das erwachen kommt leider oft zu spät. als strafe sollten sie bis zur volljährigkeit inernetverbot bekommen. ad da sind sie wirklich verantwortlich für ihre taten

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