Von: luk
Venedig – Ein einfacher Eingabefehler beim Online-Kauf eines Zugabonnements hat für einen Studenten aus Mestre hohe Kosten verursacht. Weil sein Vater beim Kauf des dreimonatigen Zug-Abos versehentlich sein eigenes Geburtsdatum statt jenes des Sohnes eingab, verhängte Trenitalia mehrere Strafen.
Bei einer Kontrolle im Regionalzug von Padua nach Mestre erklärte der Student den Fehler sofort der Zugbegleiterin. Diese akzeptierte die Erklärung jedoch nicht und stellte zunächst eine Strafe von 270 Euro wegen „versuchten Missbrauchs“ aus.
Am Bahnhof Mestre wurde der Vorfall noch komplizierter: Die Kontrolleurin erklärte, das Protokoll sei falsch ausgefüllt worden und der Student müsse im Zug bleiben und bis Venedig weiterfahren, wodurch er einen Zahnarzttermin verpasste. Dort erhielt er schließlich eine zweite Strafe von 493,72 Euro. Zusammen mit 155,50 Euro für ein neues korrektes Abo belaufen sich die Kosten auf mehr als 650 Euro.
Die Familie hat gegen die Strafen Einspruch eingelegt. Die Mutter des Studenten, selbst Anwältin, kündigte rechtliche Schritte an. Ein einfacher Eingabefehler dürfe nicht zu derart hohen Sanktionen führen, argumentiert sie.
Trenitalia teilte mit, eine interne Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet zu haben, um mögliche Fehler im Kontrollverfahren zu prüfen.




Aktuell sind 3 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen