Von: idr
Cosenza – In der süditalienischen Provinz Cosenza hat das Sturmtief Ulrike ein Chaos angerichtet. Zwei Flüsse traten über die Ufer, Familien sind von der Außenwelt abgeschnitten, und die Rettungskräfte kämpfen gegen die Wassermassen. Innerhalb von nur 48 Stunden fielen zweihundertsechzig Millimeter Regen – eine Menge, die selbst für kalabrische Verhältnisse außergewöhnlich ist.
Besonders dramatisch ist die Lage in Molino Irto an der Gemeindegrenze zwischen Dipignano und Cosenza: Der Fluss Busento trat am Donnerstagmorgen über die Ufer und verwüstete die angrenzenden Wohngebiete. Das Hochwasser riss mehrere geparkte Autos mit sich und beschädigte Straßenlaternen, die aus dem Boden gerissen wurden. In der Nacht gegen halb vier Uhr trat auch der Fluss Campagnano über seine Ufer und spülte Wasser, Schlamm und sogar Fische auf die Straßen zwischen Cosenza und Rende.

Bürgermeister Franz Caruso aktivierte das kommunale Zivilschutzsystem und appellierte eindringlich an die Bevölkerung: „Die Situation ist kritisch, aber unter Kontrolle“, schrieb er auf Facebook. Besonders besorgniserregend seien der Torrente Iassa und der Busento. Er forderte die Einwohner auf, Reisen zu vermeiden und sich von Gewässern fernzuhalten.
❗️Piena del Fiume Busento a Cosenza a causa delle intense precipitazioni delle ultime 24 ore in Calabria.
Il Busento in alcuni punti di Cosenza rischia l'esondazione. Superata la soglia di guardia. Video di Giovanni Cipparone e Meteo Lo Gullo. pic.twitter.com/1bdASlCUEJ
— Italia 24H Live 🔴 – Notizie dall'Italia (@Italia24HLive) February 13, 2026
Rund hundert Feuerwehrleute sind rund um die Uhr im Einsatz, um Überschwemmungen einzudämmen und Erdrutsche zu bekämpfen. In Aprigliano brach eine Straße im Stadtteil San Nicola ein, wodurch eine Hauptwasserleitung und eine Gasleitung beschädigt wurden. Die Staatsstraße 107 zwischen Silana und Crotonese ist wegen mehrerer Erdrutsche unpassierbar. Auf der Via Lungo Crati in Cosenza ist ein Teil der Fahrbahn eingestürzt. Die Unwetter mit Gewittern und starken Winden dauern an.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen