30-Jährige in Falle gelockt und stundenlang missbraucht – VIDEO

Wahrer Albtraum: „Helfen Sie mir, meiner Frau geht es schlecht“

Mittwoch, 11. September 2019 | 08:39 Uhr

Vittoria/Ragusa – Ausgerechnet an ihrem Geburtstag erlebte eine 30-jährige Frau aus Vittoria – einer Kleinstadt in der Provinz Ragusa auf Sizilien – einen wahren Albtraum. Mit dem Vorwand, dass seine Frau Hilfe benötige, wurde die 30-Jährige, die mit ihrem Wagen auf dem Heimweg vom Geburtstagsfest war, vom 26-jährigen Täter mitten auf einer einsamen Straße aufgehalten. Was dann passierte, war ein wahrer Horror. Unter der Drohung, sie und ihre Angehörigen umzubringen, wurde die 30-Jährige an zwei verschiedenen Orten stundenlang missbraucht. Erst am frühen Morgen ließ ihr Peiniger sie wieder frei. Dank der Schilderung des Opfers, dem Bild einer Überwachungskamera und einer Analyse der biologischen Spuren, gelang es der Polizei, den Täter – den 26-jährigen, einschlägig vorbestraften Sergio Palumbo – festzunehmen.

Es war der frühe Morgen des 3. September gegen 2.00 Uhr, als die Falle zuschnappte. Eine 30-Jährige, die den ganzen Abend mit Freunden ihren 30. Geburtstag gefeiert hatte und nun auch ihren Eltern ein Stück der Torte nach Hause mitbringen wollte, war mit ihrem weißen Fiat Punto auf dem Heimweg, als sie mitten auf einer Straße einen Mann sah, der mit weit aufgerissenen Armen um Hilfe bat. „Helfen Sie mir, meiner Frau geht es schlecht“, so der anscheinend verzweifelte Fremde. Es handelte sich aber um eine Falle. Aber da war es bereits zu spät. Wenige Momente, nachdem die hilfsbereite, junge Frau angehalten hatte, bedrohte der Täter – der 26-jährige Sergio Palumbo – sie mit einem großen Stein. Nun begann für sie ein wahres, mehr als drei Stunden andauerndes Martyrium.

Er schob sie auf den Beifahrersitz und setzte sich selbst ans Steuer des Kleinwagens. Zielsicher steuerte der Sexualverbrecher den ersten Tatort – den Friedhof von Vittoria – an. Wie sie später mit der Unterstützung einer Psychologin in der Quästur zu Protokoll geben sollte, wurde die junge Frau in der Nähe des Friedhofs ein erstes Mal missbraucht. Aber er hatte noch nicht genug. Er brachte sie hinunter aufs Meer. Unweit entfernt von Marina di Ragusa wurde die 30-Jährige auf dem Strand erneut Opfer des brutalen Sexualverbrechers. Während er sie missbrauchte, vertraute er ihr an, dass er sich mit seiner Frau gestritten hatte. Dann nahm er das Portemonnaie der 30-Jährigen an sich, entnahm daraus 200 Euro und las dem Opfer laut aus ihrer eigenen Identitätskarte Vornamen, Nachnamen und Adresse vor. „Jetzt weiß ich, wer du bist und wo du wohnst. Wenn du etwas sagst, mache ich dich und deine Angehörigen kalt. Sei still und halt die Klappe“, so Sergio Palumbo zur 30-Jährigen.

ANSA/POLIZIA

Unter Todesangst musste sie alles tun, was er von ihr verlangte. Erst gegen 5.00 Uhr ließ er sie auf dem Platz von Vittoria frei. Dort befand sich aber auch eine Überwachungskamera, die vom Antlitz von Sergio Palumbo ein Foto schoss. Während der Täter nach Hause zu seiner Familie – eine Ehefrau, ein sechsjähriges Mädchen und ein zweijähriger Bub – zurückkehrte, versuchte die 30-Jährige verzweifelt, einen ihrer Angehörigen zu erreichen. Alarmierte Rettungskräfte brachten die zutiefst geschockte und an schweren Schmerzen leidende Frau ins Krankenhaus, wo die Ärzte sogleich die Polizei verständigten. Mit der Unterstützung einer Psychologin schilderte die Frau in der Quästur ihre ganze Horrornacht. Dank der Schilderung der Verletzten, dem Bild der Überwachungskamera und einer Analyse der biologischen Spuren, gelang es der Polizei, Sergio Palumbo innerhalb weniger Tage des brutalen Verbrechens zu überführen. Er wurde festgenommen und in eine Haftanstalt überstellt.

Sergio Palumbo ist für die Gesetzeshüter kein Unbekannter. Der kokainsüchtige 26-Jährige, der Vorstrafen wegen Raubes, Drogenhandels, Freiheitsberaubung und sexueller Gewalt aufweist, war bereits in der Vergangenheit wegen einer ähnlichen Tat zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Allerdings hatte er keinen einzigen Tag im Gefängnis verbracht. Seine Strafe war damals vom Hausarrest direkt in eine Aufenthaltspflicht umgewandelt worden. Aufgrund der Gefährlichkeit des 26-Jährigen, schließen die Quästur und die Staatsanwaltschaft von Ragusa nicht aus, dass weitere, bisher noch schweigende Frauen Opfer des Serientäters wurden. Sie werden vonseiten der Ordnungskräfte und der Staatsanwaltschaft dazu aufgerufen, Anzeige zu erstatten.

Die Horrornacht der 30-Jährigen rief in ganz Italien Entsetzen hervor. Viele gingen mit der Justiz hart ins Gericht. Schlimm ist – so viele Leser und Kommentatoren – dass der polizeibekannte Täter schon nach dem ersten Fall nicht für lange Zeit aus dem Verkehr gezogen wurde und dass es sich um ein Sexualverbrechen handelt, das hätte vermieden werden können.

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Lui è Sergio. Ha 26 anni. Vive a Vittoria, in provincia di Ragusa. Ha una moglie e 2 figli. Lui è uno che prende tutto come viene, perché ha scoperto che programmare questa vita non conviene. È il suo manifesto. Sergio cerca una prostituta tra gli annunci di Bakeka. È il 2018. Le dà appuntamento a Ragusa. La carica sullo scooter e la porta a Vittoria. Si ferma in una zona isolata. La minaccia, le ruba i soldi e la violenta. Lei riesce a fuggire. Va dalla polizia e lo denuncia. Sergio viene arrestato e processato per sequestro di persona, rapina e violenza sessuale. Ha precedenti per furti in abitazioni e spaccio. È il maggio del 2018. Viene condannato a 2 anni e mezzo di carcere. Fa 4 giorni di galera. Giorni. Gli concedono gli arresti domiciliari. Ci rimane fino al febbraio del 2019, quando i giudici gli aprono le porte di casa. Sergio è libero di andare in giro a prendere la vita come viene, con il solo obbligo di dimora. È il 2 settembre. Lei è una giovane donna di Vittoria. Sta rientrando a casa dalla sua festa di compleanno. È sola in auto, dietro ha i regali e un pezzo di torta per i genitori. Per strada c’è un uomo. Chiede aiuto. Dice che la moglie ha avuto un malore. Ha bisogno di chiamare i soccorsi. La donna prende il telefono. Lui glielo strappa dalle mani. Infila il braccio nel finestrino e apre lo sportello. La minaccia con una pietra. La ucciderà se non fa quello che vuole. Lei è terrorizzata. Obbedisce. Lui sale. Guida fino al cimitero di Vittoria. Le ruba 250 euro. Legge la sua carta d’identità. Ora sa tutto su di lei. Minaccia la sua famiglia. La stupra. Una, due volte. Rimette in moto. Guida fino a Marina di Ragusa. La fa scendere in spiaggia. Si lamenta della moglie. Poi la riporta a Vittoria. La violenta di nuovo. La fa guidare fino a una piazzetta. Le dice che la ucciderà se non tiene la bocca chiusa. Se ne va, ripreso da una telecamera. Lei chiama i genitori. La portano in ospedale. Chiamano la polizia. Le mostrano delle foto. Sergio Palumbo viene arrestato. La polizia di Ragusa non esclude che abbia commesso altre violenze, e invita eventuali vittime a denunciare. . #carmeloabbate #storienere #stupro #violenza #ragusa #violenzasulledonne

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Von: ka

Kommentare

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24 Kommentare auf "Wahrer Albtraum: „Helfen Sie mir, meiner Frau geht es schlecht“"


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Mutti
Mutti
Superredner
9 Tage 3 h

Wie konn man lei, des mocht mi so wütend, der kehrat im Gefängnis richtig gefoltert zu werden…!

Willi I.
Willi I.
Grünschnabel
9 Tage 3 h

Das hieße Gleichstellung mit dem Täter.
Möchtest du gleich sein wie er?

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
9 Tage 1 h

folterungen hatten wir schon genug

sonoio
sonoio
Superredner
9 Tage 1 h

und dann? glaubst du, er lernt draus?

Staenkerer
8 Tage 17 h

oanfoch lei pfui teufel!
x mol vorgstroft, unter anderem wegen sexueller gewalt, zu 2 a holb johr gfängniss verurteilt, nie a minute gsessn …do frog man sich schun ob do nit mitschuld insrer justiz vorlig?
ob man der ormen frau de grausamkeitn nit ersport gebliebn warn wenn man sexuelle gewalttäter nit so “gnädig” behondelt wurn ?

i hoff er werd jetz, SOFORT!! long weggsperrt, ohne das er no gelegenheit hot a frau a lei zu sechn!

schnegge
schnegge
Neuling
8 Tage 3 h

@Willi I. was würdest du dir wünschen wenn dir sowas passieren würde???!!!
kaffeklatsch mit deinem peiniger???
diese arme frau ist für ihr ganzes leben gezeichnet von dieser prutalen tat!

denkbar
denkbar
Kinig
9 Tage 3 h

So schrecklich entsetzlich!
Ich denke es wird total unterschätzt, was Sprache macht, die sich seit dem Bestehen der Möglichkeiten des Internets und dem Vormarsch rechtspopulistischer Politiker nglaublich verroht hat. Anstand, Würde beginnt bereits dort. Wer sprachlich keine Hemmungen hat, hat auch im realen Leben keine Würde und folglich kaum Hemmungen anderen ihre Würde zu nehmen.
Ich bin deshalb dafür, dass würdelose Beschimpfungen, Verleumdungen, hemmungslose Beleidigungen und Hassparolen im Internet viel stärker geahndet werden, um – neben weiteren anderen Maßnahmen – dieser Verrohung entgegenzuwirken.

denkbar
denkbar
Kinig
9 Tage 1 h

Ich finde darüber hinaus, dass man Gewalt vehement und deutlich ablehnen sollte und zwar ohne Gewaltanwendung oder Aufruf zu Gewalt und dem Rechtsstaat die Strafe im Sinne der Resozialidierung oder lebenslangen Sicherheitsverwahrung, wie sie Rechtsordnungen vorsrhen., zu überlassen.

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
9 Tage 53 Min

Alles richtig, was sie schreiben. Aber wenn er den Gesetzeshütern bekannt war und er eine verhängte Strafe nicht absitzen musste, ist das dann nicht so was wie ein Freibrief für solche Individuen?

denkbar
denkbar
Kinig
8 Tage 23 h
@waltraud, Haftstrafen werden insbesondere bei Diebstahl und kleineren Delikten in Hausarrest umgewandelt, zumal Gefängnisse überfüllt und sehr kostspielig sind. Er wird dieses Mal sitzen bzw sitzt schon! Das Problem ist, dass die Grundlagen der Strafordnung nur unzureichend bekannt sind. Googeln Sie Resozialisierung und Verhältnismäßigkeit von Strafen, Sie werden ein andere Perspektive kennen lernen. Fragen Sie sich Mal ein Täter der 70 Menschen tötet und einer der einen tötet und wie verhältnismäßig kann da eine Strafe ausfallen. Harte Strafen rufen ist einfach. So einfach ist es nicht. Die totale Gerechtigkeit gibt es leider nicht. Trotzdem ist der Rechtsstaat gerechter als unberechenbare… Weiterlesen »
Bazi
Bazi
Grünschnabel
8 Tage 19 h

@denkbar respekt! Deine Kommentare treffen voll ins Schwarze!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
8 Tage 1 h

gefängnis müsste nicht sovielkosten. es sollen gruppen gemacht werden und sie sollen sich selbst verpflegen ,dass heisst arbeiten

Vaju1613
Vaju1613
Grünschnabel
9 Tage 2 h

Jeder Hund wird beim ersten Angriff auf Menschen eingeschläfert! Menschen die so etwas im Stande sind zu tun, bekommen Bewährung und werden weiter auf Frauen losgelassen! Sowas kann ich nicht verstehen!! Wann werden die Gesetze endlich angepasst! Wer das einmal tut kommt wekgesperrt, für immer!!

sonoio
sonoio
Superredner
8 Tage 19 h

Stimmt nicht! Es wird nicht jeder Hund nach dem ersten Angriff eingeschläfert.. Auch bei Hunden wird abgewogen, die Situation eingeschätzt! Will jetzt nicht diese Straftat herunterspielen, der Typ gehört ganz klar bestraft! Ich erwähne jedoch jedes mal, wie froh ich bin, dass ein Gericht das Strafmaß festlegt, und nicht das Volk. Wo kämen wir da hin?

Vaju1613
Vaju1613
Grünschnabel
8 Tage 17 h

@sonoio Da hast du vielleicht, dass nicht JEDER Hund eingeschläfert wird, das war mehr symbolisch gemeint! Oft wäre aber gesunder Menschenverstand bei einem Urteil besser als nur ein guter Anwalt!

Staenkerer
8 Tage 3 h

wenn man ban vergleich mit an hund bleib, vergleichat i es eher mit an hund der oanmoll mit erfolg gewildert hot, den werd man des a nimmer obdergewöhnen, oder man leg ihn an de kette, oder man holtet ihn vom wold fern! des woaß jeder! oanmoll den trieb ausgeleb, sein jagderfolg “genossn”, konn man des, an sonst bravsten hund, nimmer trauen, denn ba der nächsten gelegenheit werd er “rückfällig” wern!

sonoio
sonoio
Superredner
8 Tage 1 h

@Vaju1613 
 Gesunder Menschenverstand ist grundsätzlich wichtig 😉 

sonoio
sonoio
Superredner
8 Tage 59 Min

@Staenkerer 

Ich würde den Vergleich mit einem Hund ganz weg lassen.. 

Lion18
Lion18
Tratscher
9 Tage 32 Min

Brutal! Wieso isch so oander überhaupt no frei??????? Unsere Gesetze sein lächerlich

Staenkerer
8 Tage 3 h

insre gsetze sein zu täterfreundlich! di bemühung zur resozialisierung stien weit ober de bemühungen für de opfer, oder de hinterbliebenen der opfer! des isch leider in viele länder so!
de täter stien zu oft im mittelpunkt, ba justiz und medien, de opfer wern zu schnell vergessn, von justiz und medien!

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
9 Tage 6 Min

Wieso sitzt der nicht im Knast?
Vergewaltiger sollen min. 15 Jahre bekommen, ohne Bewährung, Hafturlaub und ähnlichen Scheiss!
Wieder hat die Justiz einen Menschen zerstört.

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
9 Tage 2 h

Gut, dass die Frau trotz der Drohung die Courage hatte diesen Typ anzuzeigen.
Er wird wohl die nächsten Jahre im Knast verbringen und seine Frau wird ihm wohl auch den Laufpass geben.

Grantelbart
Grantelbart
Tratscher
8 Tage 20 h

Ungeheuerlich diese Tat! Aber beinahe genauso schockiert mich dass dieser Psychopath für eine ähnliche Tat nicht einen Tag ins Gefängnis musste!! Abschreckungseffekt gleich 0! Unfassbar

marher
marher
Tratscher
8 Tage 23 h

Eine Frau zu vergewaltigen ist einfach das Letzte, einfach Abschaum. Wenn einer die Sexualität nicht im Griff hat dann sollte er zu anderen Mitteln greifen.

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