Abnahme um 3,8 Prozent registriert

Geringere Wahlbeteiligung: 73,9 Prozent haben gewählt

Sonntag, 21. Oktober 2018 | 22:13 Uhr

Bozen – Bis zur Schließung der Wahlurnen um 21 Uhr haben nicht ganz drei Viertel der 382.964 Wahlberechtigten in Südtirol ihre Stimme abgegeben.

Die Wahllokale in den 487 Wahlsektionen sind seit 21 Uhr geschlossen. Nun kann im Hinblick auf die Wahlbeteiligung Bilanz gezogen werden. Gewählt wurden die 35 Abgeordneten zum Südtiroler Landtag. Mit der heutigen Wahlbeteiligung setzt sich der fallende Trend der letzten Jahre weiter fort: Waren 1998 noch 85,7 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gegangen, waren es 2003 noch 82,4 Prozent und 2008 80,1 Prozent. 2013 sank die Wahlbeteiligung mit 77,7 Prozent unter die 80-Prozent-Marke.

LPA/Ivo Corrà

In den 14 Stunden seit der Öffnung der Wahllokale heute früh um 7 Uhr haben 282.920 wahlberechtigte Südtirolerinnen und Südtiroler in den 116 Gemeinden von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht, das entspricht 73,9Prozent. Bei den Wahlen zum Südtiroler Landtag vor fünf Jahren waren es bis zur damaligen Schließung um 22 Uhr 77,7 Prozent gewesen. Bei der heutigen Wahlbeteiligung wird damit eine Abnahme um 3,8 Prozent registriert.

382.964 beträgt die Anzahl der Wahlberechtigten, die in Südtirol ihre Stimme abgeben konnten (2013 waren es 373.050). Zusammen mit den mittels Brief Wählenden ergibt dies 417.968 (vor fünf Jahren waren es 400.961). Von den 35.003 Wählerinnen und Wählern im Ausland, die in das Verzeichnis der im Ausland wohnhaften Italiener (Anagrafe degli Italiani Residenti all’Estero AIRE) eingetragen sind, haben bis zum letztmöglichen Termin vorgestern (19. Oktober) abends 10.442 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Die Beteiligung errechnet sich derzeit auf die Zahl der in Südtirol Wahlberechtigten, die Zahl der Briefwahlberechtigten fließt nun doch nicht in diese Berechnung mit ein.

Die größte Wahlbeteiligung wurde in der Gemeinde Vöran mit 86,5 Prozent der Wählenden verzeichnet (2013 war die Gemeinde mit der größten Wahlbeteiligung Rodeneck mit 91,1 Prozent gewesen). Die geringste Wahlbeteiligung wurde aus Meran mit 62,1 Prozent gemeldet (vor fünf Jahren war es Bozen mit 64,4 Prozent); am niedrigsten unter den anderen Gemeinden war Salurn mit 67,7 Prozent.

In den Großgemeinden sah die Wahlbeteiligung heute folgendermaßen aus: In Bozen lag die Wahlbeteiligung bei 64,6 Prozent (2013: 64,6 Prozent), in Brixen waren es 73,0 Prozent (76,7), in Bruneck wurde mit 74,2 Prozent (79,2) die höchste Quote gezählt, in Leifers beteiligten sich 67,8 Prozent (65,4), und Meran weist mit 62,1 Prozent (65,6) die niedrigste Beteiligungsquote auf.

Bei den Bezirken ist der Bezirk mit der derzeit größten Wahlbeteiligung jener von Salten-Schlern mit 80,0 Prozent, die geringste wurde aus dem Bezirk Bozen mit 64,6 Prozent gemeldet.

LPA/Ivo Corrà

Mit der Auszählung der Stimmen wird jetzt erstmals unmittelbar nach Schließung der Wahllokale begonnen. Die Auszählungsergebnisse können in Echtzeit über das Wahl-Webportal wahlen.provinz. bz.it mitverfolgt werden. Aktuelle Informationen gibt’s zudem auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des Landes: auf Facebook und auf Twitter, wobei der Hashtag #wahlensüdtirol18 behilflich sein kann.

Das Mediacenter im Landhaus 1 in Bozen ist durchgehend bis morgen für die akkreditierten Medien zugänglich.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Geringere Wahlbeteiligung: 73,9 Prozent haben gewählt"


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Donnerwetterer
Donnerwetterer
Grünschnabel
1 Monat 18 Tage
Die italienischen Geister (Bagatellisierung-Salvini-Auftritt u.  Grünen-Lob, Hetzkampagnen gegen dt. Oppositioon, Förderung der Linksextremisten  – siehe Langer – u. Kaser Schule -, dauernde Fehltritte des Bischofs, “Linke” an der Spitze der “Caritas”, Aushöhlung der Konvent Beschlüsse,  Proporz-Verwässerung, Flughafen, verfehlte Wirtschaftspolitik, Caramaschi Unterstützung, systematischer Verrat der Südtiroler Interessen, Unsicherheit beim Doppelpasses, Boschi-Wahl, mangelnde Verteidigung des  Deutschtums, Geschichtsklitterung, Auspeitschung der Rentenfrage usw.), welche die SVP rief, wird sie jetzt nicht mehr los. Sammelpartei ist seit Jahren tot. Medien sind zum Großteil italophil. Nach der erneuten Niederlage, Kompatscher u. Achammer tretet zurück!. Ihr seit Verantwortlich für SVP-Debakel. Südtirol muss einen neuen Weg gehen. Verelsässerung Südtirols schreitet voran. Schrecklich diese Wahlergebnisse, vor… Weiterlesen »
denkbar
denkbar
Kinig
1 Monat 18 Tage

Ist doch nicht so schlecht ausgefallen, wie Sie das schildern! Immerhin vertrauen 41,9 Prozent der Südtiroler der SVP. Hinzu kommt, dass man endlich eine vernünftige Oppositionspartei mit dem Team Köllensperger hat. Was will man mehr in Zeiten wie diesen.

Einheimischer
Einheimischer
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

Das Ergebnis ist Eindeutig….
Die Taugenix kommen langsam zum Vorschein…

oha
oha
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

das Volk mit mehr Transparenz der Parteien begeistern, so einfach würde es gehen

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