„Ich bin für Naturschutz!“

Alpenverein Südtirol feiert 50 Jahre Referat für Natur & Umwelt

Dienstag, 23. November 2021 | 11:49 Uhr

Bozen – Das Referat für Natur & Umwelt im Alpenverein feiert 2021 sein 50-jähriges Bestehen. 1971 gab es mit dem Franziskanerpater Viktor Welponer erstmals einen Naturschutzreferenten in der AVS-Landesleitung, welcher fortan die Interessen der Natur innerhalb des Vereins und nach außen hin vertrat. Am Freitag, den 19. November würdigten Funktionäre und Freunde des AVS nun bei einer Feier in Bozen ihren mitunter jahrzehntelangen Einsatz für den Naturschutz. Von den Anfängen bis heute liegen die Schwerpunkte des Referats für Natur & Umwelt in der Sensibilisierung und im Aufzeigen von Missständen im Natur- und Landschaftsschutz.

Das Bekenntnis des Südtiroler Alpenvereins zum Naturschutz ist bereits in seiner Satzung verankert: So ist es ein Ziel des AVS, „als Gesamtverein wie auch in Zusammenarbeit mit den Sektionen, die Tätigkeit und die Interessen im Bereich Natur- und Umweltschutz auf dem gesamten Landesgebiet zu verfolgen, die Ursprünglichkeit der Berglandschaft zu erhalten sowie ihre Tiere und Pflanzen zu schützen.“ 1980 beschloss die AVS-Hauptversammlung das „Grundsatzprogramm für Natur- und Umweltschutz“, im Jahr 2000 benannte man das „Naturschutzreferat im AVS“ in „Referat für Natur und Umwelt“ um. Damit wurde die Bezeichnung den beiden Schwerpunkten des Referats – Naturschutz und Umweltbildung – besser gerecht. Das Referat für Natur und Umwelt setzt sich gemeinsam mit den Sektionen und Ortsstellen im Alpenverein für den Schutz und eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes, sowie für einen umweltverträglichen Alpentourismus und Bergsport ein. Eine aktuelle Umfrage bestätigt, dass sich die Mitglieder und Funktionäre im AVS sehr stark mit dem Naturschutz identifizieren.

Bei der Feier im Bozner Waltherhaus zum 50-jährigen Bestehen des Referates versammelten sich – unter Einhaltung der aktuellen Covid-19 Sicherheitsbestimmungen – zahlreiche ehemalige und heutige Akteure des Naturschutzes im AVS. „In einer intakten ursprünglichen Bergwelt steigt, wandert, klettert, radelt es sich freudiger und passionierter als in einem alpinen Disneyland“, stellte Referatsleiter Klaus Bliem mit Augenmerk auf die ungebrochene Motivation zum Naturschutz im Verein fest. AVS-Präsident Georg Simeoni betonte in seinen Grußworten, dass der Alpenverein weiterhin die Stimme für die Natur und Umwelt erheben und Mahner für die Politik sein werde. Der junge Historiker Philipp Ferrara präsentierte die Forschungsergebnisse seiner Masterarbeit mit dem Titel „Der Alpenverein als Naturschutzorganisation in Südtirol“. Der AVS, so Ferrara, bilde aufgrund seiner Mitgliederstruktur die Südtiroler Gesellschaft ab, und deshalb würden die Konflikte und Diskussionen rund um den Naturschutz innerhalb des Alpenvereins auch die allgemeine Entwicklung des Naturschutzverständnisses in Südtirol wiederspiegeln. Klaus Bliem lud anschließend ehemalige Referatsleiter und Referenten für Natur & Umwelt zu einer Gesprächsrunde, in der die Teilnehmer gemeinsam mit Moderator und AVS-Kulturreferent Peter Righi die Schwerpunkte der Referatsgeschichte nachzeichneten.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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