Von: Lukas Unterkofler
Bozen – In die Debatte um die geplante Neuregelung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland schaltet sich nun auch Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder ein.
Im Gespräch mit TGR Rai Südtirol plädiert der ehemalige Landeshauptmann vor allem für einen Einheitskandidaten der italienischen Sprachgruppe.
Die von Fratelli d’Italia angestrebte Reform soll den Wahlkreis so verändern, dass künftig die Wahl eines italienischen Senators erleichtert wird. Dafür sollen mehrere mehrheitlich deutschsprachige Gemeinden aus dem Wahlkreis herausgenommen werden.
Durnwalder sieht das eigentliche Problem jedoch weniger im Zuschnitt des Wahlkreises als in der fehlenden Geschlossenheit der italienischen Parteien. “Wenn sie jedes Mal mehr Kandidaten aufstellen, als es Wähler gibt”, dann sei es logisch schwierig, so der Alt-Landeshauptmann. Die Stimmen würden sich auf mehrere Bewerber verteilen und letztlich keinem zum Sieg verhelfen.
Gleichzeitig kritisiert Durnwalder, dass die Basis der SVP in die Diskussion bislang kaum eingebunden worden sei. Vielleicht hätte die deutschsprachige Bevölkerung einer kleinen Korrektur zugestimmt, wenn von Anfang an erklärt worden wäre, dass diese notwendig sei, um die Wahl eines italienischsprachigen Senators zu ermöglichen, meint Durnwalder. „Aber darüber hat niemand gesprochen.“




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