LH Kompatscher zu politischem Austausch in Wien

“Autonomie auch in Krisen bewahren” 

Dienstag, 06. Juli 2021 | 17:35 Uhr

Bozen/Wien – Landeshauptmann Arno Kompatscher reiste am Montag nach Wien, um die politischen Partner über die aktuelle Situation in Südtirol auf dem Laufenden zu halten. Auf dem Besuchsprogramm von Südtirols Landeshauptmann standen am heutigen Dienstag ein längeres Gespräch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ein Treffen mit Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, eine Aussprache mit Bundesaußenminister Alexander Schallenberg und ein Besuch beim italienischen Botschafter Sergio Barbanti. Das für den Vorabend geplante Gespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz war als Covid-Sicherheitsmaßnahme kurzfristig abgesagt worden, soll aber baldmöglichst nachgeholt werden.

LH Kompatscher: “Autonomie auch in Krisen bewahren” 

Bundespräsident Alexander Van der Bellen berichtete beim Gespräch in der Präsidentschaftskanzlei über seinen jüngsten Besuch bei Staatspräsident Sergio Mattarella und Ministerpräsident Mario Draghi in Rom, wobei auch Südtirol zur Sprache gekommen war. Landeshauptmann Kompatscher informierte den Bundespräsidenten über die aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die Südtirol-Autonomie und die laufenden Verhandlungen mit der Regierung in Rom. Sorge äußerte der Landeshauptmann dabei über einen spürbar zunehmenden Zentralismus. Er teile zwar die Reformziele der Regierung und die Inhalte des “Recovery Plan” des Staates, doch gehe es nicht an, dass den Regionen Zuständigkeiten entzogen würden. Die Autonomie müsse auch in Krisen bewahrt werden und werde sich zu wehren wissen. In dem Gespräch würde die Bedeutung der Schutzfunktion Österreichs untermauert, zumal die Südtirol-Autonomie als Thema der gemeinsamen Verantwortung der beiden Staaten Österreich und Italien gesehen wird. “Es muss immer wieder klargemacht werden, dass Südtirol keine innerstaatliche Angelegenheit ist, weil seine Autonomie auf internationalem Recht fußt”, bekräftigte Landeshauptmann Kompatscher.

Auch bei den Gesprächen mit Nationalratspräsident Sobotka, Außenminister Schallenberg und Botschafter Brabanti kam das Jubiläum “50 Jahre 2. Autonomiestatut”, das 2022 ansteht, zur Sprache. Zu diesem Anlass möchte Landeshauptmann Kompatscher einige wichtige Akzente zur Stärkung der Autonomie setzen und lud die Spitzen in Wien zur Teilnahme ein. Einig war man sich, dass es wichtig sei, bei dieser Gelegenheit einmal mehr den Wert der Autonomie im europäischen Kontext zu unterstreichen.

In Wien weiters besprochen wurden die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Südtirol, die Transitfrage und der aktuelle Stand der Impfkampagne in Österreich und Südtirol.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "“Autonomie auch in Krisen bewahren” "


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anonymous
anonymous
Universalgelehrter
22 Tage 20 h

Immer das gleiche Lied, Autonomie ,die keine ist

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
22 Tage 19 h

Da wird unser LH wieder gut und viel gesprochen, aber nichts gesagt haben.

NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Grünschnabel
22 Tage 18 h

Äh…das ist doch der Achammer….

algunder
algunder
Superredner
22 Tage 21 h

der italia fan red jo über fuaßboll
obor wichtige sochn lossmor links liegn gell

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
22 Tage 16 h

…beim geringsten Problem tians wieder den Brenner zua…
🤪

Motz
Motz
Neuling
22 Tage 16 h

Nor LH tian nit lei gscheid redn!!!

Z.B.: unfaire Corona-regel-zentralismus von Rom, keine Bär/Wolf Regulierung durchs Lond, div. Sanitätsbaustell/skandale, usw.

Nit Wian fohrn gscheid redn – ba ins gibs Probleme gnua de ins aufzoagn wos für a mindre Autonomie mir hobm!!!

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
22 Tage 8 h

😱😱😱😱😱

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