Grüne wollen dagegen vorgehen

“Biodiversitätskrise hat auch in Südtirol inakzeptable Ausmaße erreicht”

Freitag, 21. Mai 2021 | 13:06 Uhr

Bozen – Die Sommer werden immer stiller. Das Summen der Bienen, das Zirpen der Grillen, das Zwitschern der Vögel werden immer seltener. Menschen mit feinem Gehör merken das schon lange, Wissenschaftler sehen sich gezwungen, jedes Jahr die Roten Listen der gefährdeten Arten zu verlängern und Imker wissen sich ob des Bienensterbens keinen Rat mehr. Das Bild, das die Grünen in Südtirol zeichnen ist düster. Es sei Zeit, umzusteuern.

“Der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft bringt wildlebende Schmetterlinge und Bienen um. Gülleteppiche auf den Wiesen ersticken seltene Pflanzen, die Rodung von Auwäldern zerstört Heimat, auf asphaltierten Wegen und Straßen finden die Schwalben kein Baumaterial mehr und so manche Hausgärten sind blitzblank geputzt. Das alles muss aber nicht sein. Die Biodiversitätskrise hat auch in Südtirol inakzeptable Ausmaße erreicht, jeder Mensch kann aber etwas gegen das Artensterben tun“, sagen die Grünen.

Die EU-Kommission möchte bis 2030 auf 50 Prozent der Pestizide verzichten. “Das sollten wir auch wollen”, so die Grünen. Die EU-Kommission möchte bis 2030 die Ökoflächen auf 25 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ausweiten. “Das sollten wir übertreffen wollen. Auch in unseren Gärten und auf kleinen Balkonen können wir viel für die Artenvielfalt tun. Insektenhotels sind gute Beispiele dafür”, so die Grünen.

“Geht es den wildlebende Arten gut, geht’s der Umwelt gut. Und geht’s der Umwelt gut, geht’s den Menschen gut. Wenn wir also auf die wildlebenden Tiere und Pflanzen achten, achten wir auch auf unsere Gesundheit. Weniger Pestizide, weniger Gülle, weniger Asphalt sind für mehr Artenvielfalt notwendig. Wenn wir wollen, können wir das Artensterben stoppen. Jede auf seine Art und Weise.

Wie, zeigt die Grüne Fraktion in dieser Broschüre mit zehn konkrete Aktionen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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22 Kommentare auf "“Biodiversitätskrise hat auch in Südtirol inakzeptable Ausmaße erreicht”"


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Doolin
Doolin
Universalgelehrter
23 Tage 2 h

…die Bauern decken mit Gülle alles zu…das stinkt zum Himmel…
😆

honsi
honsi
Tratscher
23 Tage 2 h

@Doolin und ohne Bauern wäre Südtirol Wald, schon mal darüber nachgedacht?

schlauer
schlauer
Tratscher
23 Tage 1 h

@honsi
Wälder sind enorm wichtig im Kampf gegen den Klimawandel weil diese Kohlenstoff binden. Und werden Wälder gerodet gelangen gigantische Mengen von klimaschädlichem Kohlendioxid ungehindert in die Atmosphäre! Schon mal darüber nachgedacht?

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
23 Tage 27 Min

@honsi …es wäre schön, wenn es mehr Wald gäbe…in den Gemeinderäten sieht man auf den Tagesordnungen aber zu häufig Beschlüsse von Umwidmungen von Wald in landwirtschaftliche Flächen…
😆

schlauer
schlauer
Tratscher
22 Tage 22 h

@Doolin
Genau so ist es! In der Gemeinde Brixen wurden im Vorjahr sogar sage und schreibe 17 Hektar Wald in Landwirtschaftsgebiet umgewidmet. Nicht von ungefähr wurde daher Brixen 2018 vom nationalen Umweltinstitut ISPRA für den grössten Flächenverbrauch in Südtirol im Biennium 2016/17 „prämiert“. Darf noch daran erinnern dass die Bischofsstadt auch mit den Umweltpreisen Euregio (2012) und Alpenstadt des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde. Fordere daher die sofortige Aberkennung dieser Auszeichnungen!

Oracle
Oracle
Tratscher
22 Tage 20 h

…. es werden leider immer mehr landwirtschaftliche Flächen in Gewerbegebiete Erweiterungszonen, Sportzonen und Wohngebiete umgewandelt = versiegelte Flächen ohne Natur, nur Zement und Asphalt. Scheinbar ist aber die Landwirtschaft das Problem…

Oracle
Oracle
Tratscher
22 Tage 20 h

… wieviel Fläche ging der Landwirschaft durch Bautätigkeit oder Strassenbau verloren?

bern
bern
Universalgelehrter
22 Tage 20 h

In Südtirol nimmt der Wald nicht ab sondern zu. Im Belluno sind viele Almen schon zugewachsen. Hoffentlich bleiben unsere Almen offen!

halihalo
halihalo
Superredner
22 Tage 13 h

wenn man im vergangenen Jahr beobachtet hat wie viel Wald im Brixner Raum abgeholzt wurde und dann noch der ganze Schneedruck zerstört hat …ist schon schlimm !

Roby74
Roby74
Tratscher
22 Tage 10 h

@schlauer
Wälder bzw.Pflanzen atmen nachts Kohlendioxid ein und produzieren tagsüber Sauerstoff☝🏼!Kohlenstoff ist was anderes😉.

schlauer
schlauer
Tratscher
22 Tage 6 h

@Oracle
Jüngstes Beispiel z.B. in Brixen ist der Hotelkomplex in den Kojawiesen bei Mellaun! Dort sind die Bauarbeiten bereits im Gange. Leider gab es da letzthin wenig Proteste dagegen während bei den ersten Gerüchten über dieses Projekt vor ca. 10 Jahren der Verein Heimat noch heftig dagegen kämpfte!

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
18 Tage 23 h

@honsi und im Wald ist die Biodiversität geringer wie in einer Wiese oder Obstanlage.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
18 Tage 23 h

@Oracle ja sie haben es auf den Punkt gebracht.

Orch-idee
Orch-idee
Tratscher
23 Tage 5 h

I hon in meinem Gortn no nix gmerkt, dass koane Insekten 🐝🦋🐛🐌🦟🐜🦎mehr sein… 🤔
Und Vögel gibst a mehr als genua… Und wenn man die Netze zu spät auituat, donn sein die Vögel schneller und man findet koan Obst mehr…

ohma
ohma
Grünschnabel
23 Tage 2 h

Sell spricht für deinen Gorten. 🙂 Ober generell sein die ‘modernen’ Gorten lei mer auf ‘pflegeleicht’ getrimmt mit a Thuje, a Palm und an Olivenbam und viele Stoaner (nix gegen Polmen und Olivenbam, holt nit lai aloanig setzn). Wos bei ins in Etschtol glab i wirklich faalt sein greasere Feuchtgebiete.

Orch-idee
Orch-idee
Tratscher
22 Tage 23 h

@ohma.. Ich habe einen sehr großen Garten.. Mitten in die Felder.. Und habe auch viele verschiedene Obstsorten und Sträucher die abwechselnd blühen… So denke ich fühlen sich Insekten hier sehr wohl…
Vielleicht müsste man nachdenken..etwas wegen der Licht und Lehrmverschmutzung zu machen.. Weil diese, besonders hier in Unterland immer mehr zunimmt..

schlauer
schlauer
Tratscher
23 Tage 5 h
Gute Aktion der Grünen👍 Im Text ist die Rede von der Verlängerung der Roten Listen für aussterbende Tierarten und die Rodung von Auwäldern…. Ein aktuelles Beispiel: in Brixen soll der Auwald in der Industriezone einem Gebäude für 3D-Betondrucker der Firma Progress weichen. In diesem zwei Hektar grossen Waldstück brüten auch sieben Vogelarten der Roten Liste. Darunter auch der sehr stark bedrohte Kleinspecht der hierzulande nur mehr bei Brixen und Bruneck brütet. Das haben Experten der Umweltgruppe Eisacktal festgestellt. Leider verteidigen diese und der Dachverband für Natur und Umwelt wegen der in Aussicht gestellten Ausgleichsmassnahmen den Brixner Auwald nicht mehr. Gottseidank… Weiterlesen »
stefan
stefan
Grünschnabel
22 Tage 23 h

Bienensterben gibt es nicht wenn der Imker die Bienen leben lässt und nicht alles was sich vermarkten ihnen weg nimmt dann jammern ohne Ende ich bin Imker

Oracle
Oracle
Tratscher
22 Tage 20 h

Sobald die Grünen ihre unweltverschutzenden Autos mit Verbrennungsmotor nicht mehr verwenden, sind sie eher echte Grüne. Es schaut hier eher danach aus, Wasser predigen und Wein trinken….

Oracle
Oracle
Tratscher
22 Tage 20 h

… bedecken Obst- und Weinbau nicht nur 6% der Landesfläche? Es gibt soviel Strassenfläche wie Weinbau…..

Entequatch
Entequatch
Grünschnabel
22 Tage 22 h

Das ich nicht lache, weniger asphalt? In jedem stadt- und dorfpark werden die wege asphaltiert, wobei autos natürlich keinen zugang haben. In der hauptstadt gehen die heizungen mittlerweile 6 monate, darf ja nicht sein es In den wohnungen nur mit eien tshirt einer etwas kühl hat
Ausserdem wieso fahren so viele busse ohne passagiere? Alles sehr umweltfreundlich…

OrB
OrB
Universalgelehrter
20 Tage 9 h

Wen wundert es, Monokulturen, vergiftete Böden durch Überdünung, Gülle, Rodungen für noch mehr Hotels usw.
Südtirols Geldgier wird unser Land zerstören!

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