Starke Einbindung der Bürgerschaft und des Landespersonals

Bürgernahe Verwaltung: 838 Vorschläge werden umgesetzt

Freitag, 29. Mai 2026 | 15:11 Uhr

Von: mk

Bozen – 1846 Vorschläge wurden von Bürgerinnen und Bürgern, Führungskräften und Mitarbeitenden der Südtiroler Landesverwaltung eingereicht, 838 wurden positiv bewertet und sind in Umsetzung: Das ist die Bilanz der Anstrengungen, die das Land Südtirol seit geraumer Zeit unternimmt, um die Verwaltung bürgernäher und einfacher zu gestalten. Am 29. Mai haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Generaldirektor Alexander Steiner im Palais Widmann die Details des Jahresberichts der Generaldirektion vorgestellt.

Ob eine einfachere Sprache auf dem Landeswebportal, die digitale Abgabe der Gesuche für die Wohnbauförderung oder die Einführung des neuen Euregio-Tickets: Die Verbesserungen, die unter dem Schlagwort “Bürgernahe Verwaltung” seit Beginn der Legislaturperiode erzielt wurden, sind beachtlich.

“In unserem Regierungsprogramm haben wir klare Ziele für den Bürokratieabbau festgelegt, der weiterhin eine Priorität bleibt. Nun haben wir für die konkrete Umsetzung auch einen methodischen Rahmen definiert und können erste Ergebnisse vorweisen”, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher anlässlich der Vorstellung des “Jahresberichts 2026: Bürgernahe Verwaltung”.

Mitarbeitende, Führungskräfte und Bürgerschaft wurden eingebunden

Um vielfältige Perspektiven, Bedürfnisse und Erfahrungen zu bündeln, wurde eine möglichst breite Einbindung angestrebt: Nachdem im Spätsommer 2024 bereits 1311 Vorschläge der Mitarbeitenden und 100 Vorschläge der Führungskräfte der Landesverwaltung gesammelt werden konnten, wurde schließlich auch die Bürgerschaft im Rahmen der Kampagne “Gemeinsam vereinfachen” zur Einreichung von konkreten Vorschlägen aufgerufen. Hierbei haben sich insgesamt 435 Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Vereine und Verbände mit ihren Anliegen an die Landesverwaltung gewandt.

Bürokratie auf das absolut Notwendige reduzieren

“Ein gewisses Maß an Bürokratie ist notwendig, um eine transparente und nachvollziehbare Arbeit zu garantieren”, betonte Generaldirektor Alexander Steiner. “Es ist aber auch sinnvoll, die Bürokratie auf das wirklich Erforderliche zurückzuschrauben”, sagte Steiner. Das bedinge unter anderem, dass die öffentliche Hand sowohl nach innen als auch nach außen und somit Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Vertrauen aufbringe.

Insgesamt wurden 1846 Vorschläge bewertet und 838 als geeignet für die Umsetzung befunden. “Jedes Ressort ist für die Umsetzung der zugewiesenen Digitalisierungs- und Vereinfachungsvorschläge verantwortlich. Bis zum Ende der Legislatur sollen 90 Prozent der positiv bewerteten Vorschläge verwirklicht werden”, stellt Steiner in Aussicht. Mit Stand 20. Mai seien 240 Vorschläge bereits implementiert worden, 363 seien derzeit in Umsetzung.

Herzstück neues Bürgerportal MyCIVIS

Die Verbesserungsmaßnahmen sind dabei so vielfältig wie die öffentliche Verwaltung selbst. Ein ressortübergreifender Schwerpunkt war jedoch das neue Bürgerportal myCIVIS, das heuer ans Netz gegangen ist. Das mit künstlicher Intelligenz gestützte Serviceportal stellt die zentrale Plattform für über 962 Dienste der öffentlichen Verwaltung dar, welches 24 Stunden und 7 Tage in der Woche erreichbar ist und Auskünfte erteilt. Zu den bereits umgesetzten Projekten zählen aber auch der Zugriff für Allgemeinmediziner auf die EGA (Elektronische Gesundheitsakte), die Vereinfachung des Portals zur Vergabe von öffentlichen Aufträgen sowie die Einrichtung der DIGI POINTS in den Gemeinden.

“Die Verwaltungsmodernisierung ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess, den wir im Lichte der schrittweise sichtbaren Fortschritte konsequent weiterverfolgen werden”, sagte Steiner abschließend.

Bezirk: Bozen

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