Ein Appell an Gesellschaft, Politik und Medien

Covid-19: Forderung nach Dialog statt Spaltung

Montag, 16. August 2021 | 17:14 Uhr

Bozen – Ängste vor einer schrecklichen Pandemie, Arroganz von Alleswissern bei Impf-Befürwortern und Impf-Gegnern, Bombardement mit schlechten Nachrichten in den Medien, chaotische Zustände durch täglich neue Vorschriften und Verbote – wer kann da noch ruhig Blut bewahren? Mehr denn je braucht es sachliche Informationen und eine Relativierung der Fakten. Es braucht Dialog. Dies erklären Arno Teutsch und Sepp Kusstatscher in einer Aussendung.

Es brauche zunächst einen offenen und ehrlichen Diskurs zwischen Fachleuten verschiedenster Fachbereiche mit unterschiedlichsten Einstellungen. Es brauche auch Respekt vor Leuten mit konträren Meinungen. Es brauche Respekt auch davor, dass Angst unterschiedlich wahrgenommen wird. „Es gibt nicht eine verständliche Angst – vor Covid-19 – und eine irrationale Angst – vor möglichen langfristigen Auswirkungen der Impfung – oder umgekehrt“, erklären Teusch und Kusstatscher.

Es brauche Perspektiven. Es brauche und es gebe positiv denkende Menschen auf allen Seiten, die Mut machen, die Zukunft gestalten wollen und Lebensfreude verbreiten. Sie sollten in den Medien viel mehr zu Wort kommen.

Die Maßnahmen zur Förderung gesunden Lebens dürften nicht so stark auf eine virale Erkrankung reduziert werden. Andere Todesursachen wie durch Hunger, Krieg, Umweltvergiftung, ungesunder Lebensstil müssten zumindest gleich stark ins Blickfeld genommen werden. Das würde den starren Blick auf Covid-19 entkrampfen und die Aufmerksamkeit auf ein breiteres Feld gemeinsamer Aufgaben richten.

Alle Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Virus-Pandemie müssten unter Berücksichtigung aller Kollateralschäden gut begründet und leicht verständlich kommuniziert werden, damit sie für möglichst viele Menschen einsichtig würden.

„Wie vom Europäischen Parlament am 15. Juni 2021 gefordert, darf niemand diskriminiert werden, weder jene, die ein restriktives Leben und Impfungen befürworten, noch jene, die Impfungen ablehnen und andere Formen der Gesundheitsvorsorge für sich selbst und anderen gegenüber bevorzugen. Es ist wesentlich, besonders jene Wissenschaftsbereiche einzubeziehen, die neben Ursprung und Bekämpfung der Krankheit auch die Frage im Fokus haben, was Gesundheit bedeutet und wie man sie aus einer ganzheitlichen Perspektive schützen kann“, erklären Teusch und Kusstatscher.

Noch sei nicht abzusehen, wie lange Covid-19 noch seine Bürde auf die Gesellschaft legen wird; die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass unsere Demokratie ein sehr verletzbares Gebäude sei, das nur durch eine starke Einbeziehung aller Bürger gesichert werden könne.

„Es braucht den Einsatz aller demokratisch gesinnten Menschen, um zu verhindern, dass wir uns als Gesellschaf in eine höchst gefährliche Richtung bewegen, in der plötzlich nicht mehr gilt, was ausgehandelt und festgeschrieben war, im Gesetz und in unserer Kultur und in unserem Verständnis von Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Humanismus. In diesem Sinne möchten wir alle Menschen in unserem Lande dazu einladen, sich in ihren Lebensbereichen, in Familie, am Arbeitsplatz und im gesellschaftlichen Leben für Respekt und Dialog zu engagieren, sich nicht von der Angst lähmen zu lassen, sich selbst und andere durch einen gesunden Lebensstil zu schützen. Eine besondere Einladung richten wir an jene Menschen, die in den Medien, in den Bildungseinrichtungen und in der Politik eine wichtige meinungsbildende Rolle haben: Tragt dazu bei, diesen offenen Dialog zu fördern und Brücken zum gegenseitigen Verständnis zu bauen“, erklären Arno Teutsch und Sepp Kusstatscher abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Covid-19: Forderung nach Dialog statt Spaltung"


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Summer
Summer
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Meine Güte, wann merkt Herr Kusstatscher, dass seine politische Zeit vorbei ist?
Als Theologe hat er wohl nicht verstanden, dass über medizinische Fakten nicht zu diskutieren ist, jedenfalls nicht so wie über Gott und die Welt, ehhh Politik.

chris67
chris67
Neuling
1 Monat 5 Tage

So sicher sind medizinische “Fakten” manchmal auch wieder nicht…
Schon allein wie oft die Impfstoffe kurzzeitig gestoppt oder für verschiedene Altersklassen eingeschränkt (um ihn dann kurz darauf der zuvor empfohlenen Altersklasse nicht mehr zu verabreichen) wurden, zeigt doch, dass die Medizin laufend neue Erkenntnisse bringt, die die “Fakten” infragestellen.

qqqq
qqqq
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Den Dialog zwischen Wissenschaftlern muss man aber zulassen, genauso den unter Politikern.
Und weil genau das nicht mehr stattfindet haben wir diese total einseitige Berichterstattung und intransparente Informationen.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 5 Tage

Würden Fakten nicht diskutiert, wäre die Welt heute 7000 Jahre alt und die Seele würde im Herz sitzen.

Summer
Summer
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@chris67
@neumi
Dann lassen wir die Experten diskutieren und spielen uns selbst nicht als solche auf, denn das sind wir alle 3 nicht.
Und übrigens: die Seele hat noch nie ihren Sitz in Herzen, denn dafür kannte man die Bedeutung des Herzens nicht. Insofern war der Sitz der Seele in den verschiedenen Kulturen im weiblichen Unterleib, die menschliche Brust oder der Kopf.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 4 Tage

@ Summer Dagegen ist nichts einzuwenden. Wer von uns dreien spielt sich hier als Experte auf?

Aber Fakt ist nunmal auch, dass sich medizinische Fakten im Laufe der Geschichte nicht nur einmal geändert haben.
Ich für meinen Teil vertraue denen, die von einer Materie mehr davon verstehen als ich. Die können natürlich danebenliegen, aber das gehört zur Entwicklung ebenso dazu.
Woran ich NICHT glaube, ist die (weltweite) Verschwörung, dass das z.B. alles nur geschieht, um uns zu kontrollieren.
Dafür fehlt dem “Establishment” die Koordination, wie sie auch immer wieder beweisen.

Zum Thema Sitz der Seele:
https://www.deutschlandfunk.de/antike-vorstellungen-von-koerper-und-seele-wie-ein.1148.de.html?dram:article_id=353981
Und hier noch ein paar Gedankenspiele zu dem Thema
https://cdn.website-editor.net/7a1238c8e8ec4cfca74a1573bd1f982a/files/uploaded/sitz_der_seele_ist_das%20herz_dr-jordan.pdf

Tigre.di.montana
1 Monat 5 Tage

Covid-19 ist nix “Ganzheitliches” sondern eine ansteckende Erkrankung.
Dagegen helfen Impfung und klare Regeln.
Wir brauchen keinen Dialog sondern dass sich Leute an die Regeln halten.
Wenn ich als Fussgänger bei grün über den Zebrastreifen gehe, will ich keinen Dialog sondern dass der Autofahrer nicht bei rot über die Kreuzung fährt und meine Gesundheit gefährdet.
Wenn er sich nicht daran hält, bekommt er einen Dialog mit den Carabinieri und dem Verkehrsrichter.

Die Regeln bei Corona sind einfach, klar und verständlich. Auch für Dummbeutel.

krikri
krikri
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Des heisst du gehst sobald grün ist ohne nach links und rechts zu schauen über die Straße und vertraust drauf daß niemand kommt? 👏🏻👏🏻

qqqq
qqqq
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

“Credere, obbedire, combattere” oder wie?

halihalo
halihalo
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

keinen Dialog ? das wäre dann so ähnlich wie in China oder gar Nordkorea 😤🙈

Summer
Summer
Tratscher
1 Monat 5 Tage

@halihalo
Wo Sie einen solchen Kommentar sicher nicht veröffentlichen dürften.
So schauts aus.

Tigre.di.montana
1 Monat 4 Tage

@Krikri: siehe “Dialog mit den Carabinieri und dem Verkehrsrichter”.

krikri
krikri
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Ich schlage vor daß die Medien für 3 Monate nichts mehr über Covid19 publizieren, denn tiefer kann man di Gesellschaft nicht mehr spalten☝🏻bei 50/50 ist der Tiefpunkt erreicht und den m.M. haben wir erreicht! Und danach spricht man über diese Zeit nur noch im Perfekt…. und dann 🥳🥳🥳💪🏼🤞🏻

halihalo
halihalo
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

das könnte klappen 😆und sonst noch mal 3 Monate verlängern !

Tigre.di.montana
1 Monat 4 Tage

@Krikri:
Impfgegner und Coronaleugner sind eine Minderheit, die man vor der eigenen …, und vor denen man den arbeitenden Rest der Bevölkerung schützen muss.

halihalo
halihalo
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

wahre Worte , hoffentlich werden sie erhört und die Pflanze zwischen den Brettern auf dem Foto findet ihren Platz zum wachsen 😅…zur Zeit wird der Spalt immer größer 🙈

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Seit dem 19.Juli lässt sich diese Endlosdiskussion auf zwei Worte 
beschränken:

Freedom Day

Auf Wiedersehen in Südtirol

Summer
Summer
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Die Sprache verrät Sie, die Sprache.

obr jetz.
obr jetz.
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Halleluja. Endlich!!! Als aller Erster müssen sich die Medien darauf einlassen, einen fairen Dialog auch zu publizieren

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 5 Tage

… und die Leser. Weder die eine noch die andere Seite sollte bei jeder Information von Panikmache reden – weder, wenn die aktuellen Zahlen genannt werden, noch wenn von einer Person geredet wird, die möglicherweise an unerwünschten Nebenwirkungen eines Medikaments gestorben ist.
Streit ist vorprogrammiert, wenn schon die ersten Kommentare voll von Wut sind und es nur darum geht, sich über dies oder das zu beschweren (wie z.B. eine Studie, wer denn nun öfter erkrankt als andere).

saggarnixmehr
saggarnixmehr
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Recht hat er 👍

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Dialog? Mit wem?
Die Wissenschaft zeigt die Fakten auf und empfliehlt Lösungen. Die Politik setzt dese Lösungen dann um. Da gibt es nichts zu diskutieren oder zu relativieren!

Es kann nicht sein, dass Leute, die KEINE Ahnung haben, die an Aliens, an Chemtrails, an Chips im Impfstoffen und andere Verschwörungstheorien glauben, der Politik vorschreiben dürfen, welche Massnahmen zu ergreifen sind.

Tigre.di.montana
1 Monat 4 Tage

Wer glaubt dass er die Regeln selber aushandeln kann, soll sich auf einen Zweikampf mit dem Virus einlassen.

Die Leute die meinten sich aus der Impfung für das Gesundheitspersonal hinausstehlen zu können sind allesamt vor Gericht gescheitert.

Im Gastgewerbe wird der Druck zunehmen. Es wird in Zukunft kein ungeimpftes Personal geben, da beisst die Maus keinen Faden ab.

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