EU-Parlament nimmt Entschließungsantrag an

Dem lokalen Wolfsmanagement einen entscheidenden Schritt näher

Mittwoch, 15. November 2017 | 13:40 Uhr

Brüssel – Das Plenum des Europäischen Parlaments hat heute einen Entschließungsantrag zum Aktionsplan für Menschen, Natur und Wirtschaft angenommen, in dem es auch um die großen Beutegreifer wie dem Wolf geht. Der Südtiroler Europaabgeordnete Herbert Dorfmann hat den Entschließungsantrag als Berichterstatter der Europäischen Volkspartei federführend ausgearbeitet, mit dem Ziel, lokalen Ebenen mehr Kompetenzen im Wolfsmanagement einzuräumen.

„Diese Abstimmung ist ein Meilenstein in der Debatte um den Wolf im Europäischen Parlament. Zum ersten Mal hat eine Mehrheit der Abgeordneten anerkannt, dass der Schutz des Wolfes nicht absolut sein darf und die Entwicklung der ländlichen Räume, der lokalen Landwirtschaft und des Tourismus zumindest gleich wichtig sind. Der Wolf ist, gleich wie der Braunbär, in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) als besonders schützenswerte Art eingestuft. Vielerorts, auch in den Alpen, gibt es inzwischen aber stabile Wolfpopulationen und der Wolf ist in Europa keineswegs vom Aussterben bedroht. Deshalb soll der Schutz des Wolfes herabgestuft und den lokalen Gegebenheiten angepasst werden“, sagt Herbert Dorfmann.

Herbert Dorfmann betont aber auch, dass die Staaten bereits heute im Rahmen von Aktionsplänen die Wolfsbestände regulieren könnten, wenn sie zur Gefahr für den Menschen und für das biologische Gleichgewicht werden oder die Schäden in der Landwirtschaft nicht mehr tolerable Ausmaße annehmen. In Italien sei es auch nach jahrelangen Debatten nicht gelungen, einen solchen Plan zu genehmigen und der Wolf genießt somit absoluten Schutz.

„Der Rückkehr des Wolfes in den Alpenraum kann nicht einfach tatenlos zugeschaut werden. Es braucht die Zusammenarbeit aller politischen Ebenen, der EU, der Staaten und auch des Landes, um eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Die heutige Abstimmung im Europäischen Parlament ist auf europäischer Ebene ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, meint Herbert Dorfmann.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "Dem lokalen Wolfsmanagement einen entscheidenden Schritt näher"


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Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
8 Tage 13 h

Der Wolf ist nicht gefährdet? Sie werden abgeknallt wie die Hasen.
Vergiftet wie die Ratten.Verfolgt wie einst die Juden. Zur Schau aufgehängt wie Mussolini.
Arme Tiere!

Tabernakel
8 Tage 9 h

Du kommst mir vor wie der hier. Herrlich!

Missx
Missx
Superredner
8 Tage 6 h

Der Link-Tabernakel hat wieder zugeschlagen

Laempel
Laempel
Tratscher
8 Tage 13 h
Leider erliegen heute besonders die bequemlichkeitsverwöhnten Gute-Welt-Träumer der Illusion, dass man Naturgesetze durch von Menschen gemachte rosarote Gesetze entschärfen oder sogar aushebeln kann. Unsere naturverbundenen Vorfahren haben aber noch gewusst, wie man Probleme mit Großraubtieren nachhaltig löst. Bei unmittelbar drohender Gefahr haben sie nämlich sofort gehandelt und nicht wie heute wertvolle Zeit mit ewigem Bla-bla-bla vergeudet. Wenn Großraubtiere in ihren Lebensraum eindrangen und existenzbedrohende Tatsachen schufen, machten sie ohne vorher alle nicht unmittelbar betroffenen Nachbarn um Erlaubnis zu fragen von ihrem naturgegebenen Impuls sich zu wehren Gebrauch. Dabei gewann immer der Stärkere und Klügere, und der Verlierer musste das Feld… Weiterlesen »
honigdachs
honigdachs
Grünschnabel
8 Tage 11 h

laempel ,des isch amol a richtigo kaas , der stärkere wird das feld räumen , sem miasat do mensch jo schnell schaugn ozifliagn !! denk amol awian noch , nimmsch in mensch die woffn die schauch die kleidung is smartfhone wos bleiben noa ibrig ???? jedes insekt isch überlebensfähiger und stärker als do mensch …..

nightrider
nightrider
Tratscher
8 Tage 9 h

Wenn man es genau nimmt isch der Mensch in den Lebensraum des Wolfes eingedrungen weil der war zuerst da.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
7 Tage 18 h

Naturgesetze 😂😂😂 von denen hat der Mensch als Spezies null Ahnung. Siehe unseren Planeten an, steht kurz vor dem kollaps. Die Natur wird ihre Gesetze am Ende auch durchsetzen, ohne Mensch

Lydiam
Lydiam
Neuling
8 Tage 9 h
Ich bewundere die, die den Wolf nur als liebes Tier anschauen und den Tierschutz, dass er es wieder fertig gebracht hat den Wolf anzusiedeln. Ein Wolf reißt im Jahr dutzende von Tieren und zwar sehr grausam, darunter auch geliebte Haustiere wie Kälber, Schafe und in seltenen Fällen auch ein ausgewachsenes Pferd. Die Wölfe sind nicht wie die Tiger und Wölfe, die die Tiere fast schmerzfrei töten. Die Wölfe reisen den Tieren das Fleisch bei lebendigen Leib zuerst aus dem Hinterteil heraus und gehen dann zu den Innereien, bis das Tier elendiglich verendet. Wo ist da der Tierschutz für die Haustiere?… Weiterlesen »
Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
8 Tage 1 h

@Lydiam  Das alles ist nur Kinderkram was du da aufführst, gegen das, was die Bestie Mensch im Stande ist zu tun. Da gibt es Beweis-Videos noch und noch.Nicht weg schauen, hin schauen.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
7 Tage 18 h

Geliebte Haustiere 😂😂😂
Nutztiere und €€€ nichts anderes. Dass jeder auf seinem profit schaut verständlich, dass Geld zum überleben braucht auch. Dann bitte auch bei der Wahrheit bleiben, damit man es nachvollziehen kann. Sonst ist die Argumentation lächerlich. Niemand hàlt sich dutzende Schafe und Kühe nur zur liebe zum Tier, als Haustier.

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
7 Tage 18 h

Die Tiere werden am Ende vom Menschen genau so abgeschlachtet, wie vom Wolf. Der eine isst bzw frisst der andere wird gefressen.

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
8 Tage 8 h

Wolfsmanagement. Was für ein lächerliches Wort.

krakatau
krakatau
Superredner
7 Tage 19 h

savonarola  es gibt an Hochschulen über 18.000 “Studienrichtungen”. Davon sind mindestens 17.000 überflüssig.

krakatau
krakatau
Superredner
7 Tage 20 h

“Wolfsmanagement” wieder unnütze Arbeitsstellen für arbeitslose Akademiker die der Steuerzahler begleichen “darf”

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