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Der Winter ist noch nicht vorbei

Dienstag, 03. Januar 2023 | 01:19 Uhr

Bozen – Nicht nur Sekt und Feuerwerk haben das Jahr 2022 ausklingen lassen. Die vorweihnachtliche Zeit in Südtirol wurde auch von einem tragischen Todesfall überschattet: Ein 19-jähriger Obdachloser aus Ägypten ist am 9. Dezember in der Nacht im Freien erfroren, nachdem er keinen Kälteschlafplatz bekommen hat.

Wie Bozens Stadtverwaltung betonte, wurden in Südtirols Landeshauptstadt 775 Personen bis Dezember in Notunterkünften betreut. Trotzdem standen immer noch rund 100 weitere Personen auf der Warteliste.

Mostafa nannte sich der 19-Jährige, der im Jahr 2018 sein Heimatland verlassen hatte, um seiner Schwester die Hochzeit zu finanzieren. In Frankreich arbeitete er als Anstreicher. In Bozen wollte er sich jedoch eine Zukunft aufbauen. Sein Aufenthalt dauerte genau 48 Stunden.

Der Tod des jungen Mannes hat die Bürger und auch die Politik aufgerüttelt. In Kürze wurden zusätzliche Schlafplätze im Ex-Alimarket und in der neuen Struktur in Eppan organisiert.

Manche Bedürftige nehmen keine Hilfe an oder wollen nicht in einer Einrichtung übernachten. Manche lassen in bestimmten Notsituationen Hilfe zu, um dann wieder zu ihrer bisherigen Existenz zurückzukehren. Trotzdem sollte ein reiches Land wie Südtirol zumindest die Möglichkeit eines Schlafplatzes und einer warmen Mahlzeit jedem bieten.

Bozen kann diese Aufgabe nicht alleine stemmen. Eine vorausschauende Planung auf Landesebene und eine Verteilung der Bedürftigen auf verschiedene Gemeinden darf daher nicht nur ein frommer Vorsatz sein. Denn: Das alte Jahr ist zwar vorüber, doch der Winter ist es nicht.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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8 Kommentare auf "Der Winter ist noch nicht vorbei"


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Staenkerer
30 Tage 38 Min

das a lond durch fleißige ahnen und kluge politiker der vergongenheit reich wortn isch hoaßt nit automatisch das deswegn OLLE leit de in den lond lebn reiche sein ober ohnscheinend werd des von viele de kemmen so gsechn, so vermittelt!

N. G.
N. G.
Kinig
29 Tage 4 h

Ein Land, die Ahnen die auf Kosten ihrer Kinder reich wurden.

Staenkerer
27 Tage 22 h

@N. G. als nochkriegskind von eltern, voter wor mittelloser kriegsinvalide, mutter a kindermadl, deren ahnen kloanstbergbauern und mindere bergwerksorbeiter worn, hobn meine ahnen durch schindn, fleiß, durchholtn a dazu beigetrogn das es LOND reich wern gekennt hot, de hobn ihr lebn long NIE zu reichtumm gebrocht, ober se sein a NIT DAVONGLAFN um sich in an ondern lond auf ondre zu verlossn!

N. G.
N. G.
Kinig
27 Tage 15 h

@Staenkerer Nun, dir ist bekannt welche Renten und Vergünstigungen unsere Väter hatten? Mir ja, denn die waren schon damals unbezahlbar, heute noch nicht und unsere Kinder müssen die abbezahlen! Erzähl doch nicht Bullshit. Sie waren fleißig, ja, aber haben mitgenommen was sie nur konnten!
Vor 15 Jahren konnte man noch mit 50 in Rente. Mit ner Rente dessen Auszahlung NIEMALS einbezahlt wurde!

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
30 Tage 3 h

Es ist tragisch, keine Frage, aber solche Dinge passieren leider in einer Welt mit Milliarden von Menschen und werden sich immer wiederholen… und noch viel Schlimmeres. Wir werden es vielleicht schaffen, es etwas abzumildern, aber verhindern können wir es nicht. 

N. G.
N. G.
Kinig
27 Tage 2 h

Du verallgemeinerst! Denn wir haben nicht Zustände wie in den armen Ländern! Wir haben Geld und können was tun, tun es aber nicht!

Doolin
Doolin
Kinig
30 Tage 42 Min

…der Winter hat heuer noch gar nicht angefangen…

fingerzeig
fingerzeig
Tratscher
30 Tage 16 h

stimmt…. und für viele die hier geboren wurden… vor 0-90+ ist er auch noch *nicht* vorüber.

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