„Europaregion Tirol soll Vorbild werden“

Direkte Zugverbindung zwischen Innsbruck und Lienz durchs das Pustertal gefordert

Dienstag, 17. Januar 2023 | 13:26 Uhr

Innsbruck/Lienz – In einer gemeinsamen und grenzüberschreitenden Stellungnahme sprechen sich die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll und Myriam Atz-Tammerle, sowie die Landtagsabgeordnete und Euregio-Sprecherin der FPÖ-Tirol, Gudrun Kofler, für die Wiedereinführung einer direkten Zugverbindung zwischen Innsbruck und Lienz durch das Pustertal aus. Die Europaregion Tirol solle endlich ein Vorbild für einen grenzenlosen öffentlichen Personentransport werden. Damit werde nicht nur ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern auch das Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile gefördert.

„Die direkte Zugverbindung zwischen Innsbruck und Lienz war über viele Jahrzehnte hinweg eine erfolgreiche Verbindung zwischen Nord-, Süd- und Osttirol, wurde aber ausgerechnet von der vormaligen grünen Verkehrslandesrätin abgeschafft und durch einen Bus ersetzt. Seit einigen Jahren fährt somit nun ein Bus auf der Straße, obwohl parallel dazu eine Schienenverbindung bestehen würde. Deutlicher könnte man das Scheitern der Klimapolitik nicht zum Ausdruck bringen. Diese fehlgeleitete Politik muss beendet werden! Die Bevölkerung wünscht sich schnelle und direkte Zugverbindungen“, erklären die Abgeordneten.

„Das gegenseitige Ausspielen muss endlich ein Ende haben. Im Tiroler Landtag bekommen wir gesagt, die Südtiroler würden das nicht wollen und im Südtiroler Landtag heißt es, das Bundesland Tirol wolle nicht. Es wollen offenbar nur die politischen Entscheidungsträger nicht, die Tiroler beiderseits der Unrechtsgrenze sehr wohl“, so Kofler.

Im Hinblick auf den bevorstehenden Bau der Riggertalschleife sei es daher wichtig, schon jetzt aktiv zu werden, damit die bestehende Einfahrt in das Pustertal über die Franzensfeste nicht stillgelegt wird und als Strecke für den Direktzug genutzt werden kann. Auch für die Pendler vom und ins Wipptal sei dieser Streckenabschnitt die kürzeste und schnellste Verbindung. „Wir brauchen keinen Rückbau bestehender Schieneninfrastruktur, sondern einen Ausbau der Schiene sowie die Umsetzung direkter Zugverbindungen zwischen Bozen, Innsbruck und Lienz“, so die Landtagsabgeordneten Knoll und Atz-Tammerle.

Auch der Dreierlandtag hat sich bereits einstimmig für die direkte Zugverbindung zwischen Innsbruck und Lienz ausgesprochen. Diesen Beschluss gilt es endlich umzusetzen! Mit einer gemeinsamen Initiative in den Landtagen von Innsbruck und Bozen werden sich die Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit und der FPÖ-Tirol daher dafür einsetzen, dass die direkte Zugverbindung durch das Pustertal wieder eingeführt wird.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Pustertal

Kommentare

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2 Kommentare auf "Direkte Zugverbindung zwischen Innsbruck und Lienz durchs das Pustertal gefordert"


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bern
bern
Universalgelehrter
14 Tage 17 Min

Aber ohne Halt am Brenner, nur Halt in Sterzing und Bruneck! Dann wird der Zug konkurenzfähig.

info
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Superredner
13 Tage 22 h

Wenn wir einen Taktverkehr haben wollen, geht sich diese Verbindung
schlicht und einfach nicht aus, weil die Strecke im Pustertal bereits
ausgelastet ist.
Daher Verlängerung der Regionalzüge der
Brennerlinie bis Innsbruck, das würde vielen Reisenden helfen. Für die
Osttiroler wird dann ein Mal Umsteigen in Brixen schon tragbar sein.

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