Von: luk
Bozen – Nach den Demonstrationen für und gegen die sogenannte „Remigration“ am vergangenen Samstag in Bozen kommt es innerhalb der Südtiroler Landesregierung zu Spannungen. Auslöser sind Aussagen des Landeshauptmann-Stellvertreters Marco Galateo.
Galateo hatte im Zusammenhang mit der Gegenkundgebung erklärt, die Teilnehmer sollten jeweils “einen Migranten bei sich zu Hause aufnehmen”. Diese Wortmeldung sorgt nun laut Alto Adige online für deutliche Kritik aus den eigenen Regierungsreihen.
Der Landesrat der Südtiroler Volkspartei, Philipp Achammer, reagierte scharf auf die Aussagen seines Kollegen von Fratelli d’Italia. Es sei “völlig unwürdig für einen Vizepräsidenten des Landes, Menschen zu verhöhnen, die für die Verfassung und die Bürgerrechte auf die Straße gehen”, erklärte Achammer. Gerade ein Landeshauptmann-Stellvertreter sei in besonderem Maße dem Schutz dieser Werte verpflichtet.
Die Wortmeldungen fallen in eine Phase angespannter Debatten rund um migrationspolitische Themen. Am Samstag waren in Bozen sowohl Befürworter als auch Gegner der sogenannten Remigration auf die Straße gegangen.




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