„Bevölkerung wird auf harte Probe gestellt“

Dorfmann fordert in Straßburg Notstandshilfe für Unwetteschäden

Dienstag, 13. November 2018 | 12:34 Uhr

Straßburg – Die Unwetter der letzten Oktobertage haben in Norditalien enorme Schäden verursacht. SVP-Europaparlamentarier Herbert Dorfmann hat das Thema am gestrigen Montag auf die Tagesordnung des Parlamentsplenums in Straßburg gebracht: „Wir dürfen die Geschädigten nicht alleine lassen“, plädierte er und forderte die umgehende Aktivierung des europäischen Solidaritätsfonds.

Herbert Dorfmann hat gestern in Straßburg über die gewaltigen Ausmaße der Unwetterkatastrophe in Norditalien informiert und das Europaparlament zu raschem Handeln aufgefordert. Die Aktivierung des Solidaritätsfonds sei notwendig, betonte Herbert Dorfmann. Die Europäische Kommission hat den EU-Solidaritätsfonds 2002 in Leben gerufen, um Mitgliedsstaaten nach großen Naturkatastrophen zügig finanzielle Unterstützung zukommen lassen zu können. Seitdem wurde der Fonds nach Überschwemmungen, Waldbränden, Erdbeben, Unwettern und Dürre 80 Mal aktiviert. Über fünf Milliarden Euro sind bis heute in 24 europäische Länder geflossen. In Italien kamen nach den Erdbeben in Molise, Abruzzen, Emilia Romagna und nach den Überschwemmungen im Veneto im Jahr 2010 insgesamt 2,5 Milliarden Euro zum Einsatz.

Herbert Dorfmann sagte gestern in Straßburg: „Der Sturm und die Überschwemmungen Ende Oktober haben in Südtirol, im Trentino und in Belluno Schäden verursacht, die über viele Jahre hinweg spürbar und sichtbar sein werden.“ Viele tausend Menschen seien betroffen und ganze Gebiete langfristig beeinträchtigt oder nur mehr beschränkt bewirtschaftbar. Die Bevölkerung werde auf eine harte Probe gestellt, betonte der Südtiroler Europaparlamentarier: Naturlandschaft, Wirtschaft, Tourismus und das soziale Gefüge seien stark angeschlagen, betonte er. Betroffene und Anrainer hätten sich sofort an die Arbeit gemacht und mit den Aufräumarbeiten begonnen.

Herbert Dorfmann bedankt sich für die Solidarität und Hilfsbereitschaft zwischen den Menschen. Das allein genüge aber nicht. Auch die Europäische Union müsse aktiv werden und sich solidarisch zeigen. Die entstandenen Schäden werden auf runde eine Milliarde Euro geschätzt. „Es braucht umgehende Notstandshilfe“, erklärte der Europaparlamentarier im Plenum. Die Betroffenen sollten so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren können.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Dorfmann fordert in Straßburg Notstandshilfe für Unwetteschäden"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Tabernakel
27 Tage 19 h

Auch nur ein Lobbyist.

Paul
Paul
Universalgelehrter
27 Tage 18 h

den Not – leidenden Waldbesitzer und Bauern umbedingt helfen

Staenkerer
27 Tage 18 h

jo gibs den a no …..???

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