EU investierte eine Milliarde Euro in die Corona-Forschung

Dorfmann: Zeitgleich Impfstoff für alle EU-Staaten

Mittwoch, 11. November 2020 | 15:55 Uhr

Brüssel – Die EU-Kommission hat mit Biontech und Pfizer einen Vertrag über einen vielversprechenden Impfstoff ausgehandelt. Südtirols EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann (SVP) begrüßt das gemeinsame Vorgehen der EU-Staaten. Es ermöglicht allen Mitgliedern den gleichzeitigen Zugang zum neuen Impfstoff. So gebe es keine EU-interne Konkurrenz, die Kosten seien niedriger und alle Risikogruppen würden gleich behandelt, sagt der SVP-Parlamentarier. Insgesamt habe die EU eine Milliarde Euro in die Corona-Forschung investiert, davon seien allein 350 Millionen Euro zur Entwicklung von Corona-Impfstoffen zur Verfügung gestellt worden. Diese Finanzmittel seien gut investiert.

Die Impfung kommt. Seit Monaten verhandelte die EU-Kommission mit Biontech und Pfizer. Heute billigte die EU-Kommission formal den Rahmenvertrag mit den beiden Firmen. Die Unternehmen haben am Montag bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet. Bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffs hat sich die EU-Kommission gesichert.

Künftige COVID19-Impfstoffe sollen in den Mitgliedsländern nach Bevölkerungszahl verteilt werden. Einen großen Vorteil in diesem gemeinsamen Vorgehen der EU sieht Südtirols EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann darin, dass der sicherste und effizienteste Weg begangen worden sei, um Impfstoffe zu erhalten. Es habe nur einen Ansprechpartner gegeben: „Das hat den Verhandlungsprozess enorm vereinfacht“, unterstreicht Herbert Dorfmann. Die Kosten für alle Beteiligten konnten verringert werden. Wichtig sei auch der soziale Vorteil, unterstreicht Herbert Dorfmann: „Beim Ankauf des Impfstoffs wird es keine Konkurrenz zwischen den EU-Mitgliedsstaaten geben.“ Die EU-Verträge sehen den Erwerb und die Verteilung auch für Mitgliedsländer der mittleren und unteren Einkommensgruppe vor.

„An diesem Beispiel kann man wieder einmal erkennen, wie wertvoll und wirksam ein gesamteuropäisches Vorgehen sein kann und welche Ergebnisse möglich sind, wenn alle Mitgliedsstaaten an einem Strang ziehen. Daran kann man auch erkennen, was bereits im vergangenen Frühling möglich gewesen wäre, wenn wir bereits damals ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen bei der Beschaffung von Schutzausrüstung an den Tag gelegt hätten. Dann hätten wir uns viel Unheil erspart“, betont Herbert Dorfmann.

Für die Bevölkerung sei es zum gegebenen Zeitpunkt wichtig, dass sie einen einfachen Zugang zur Impfung hat, betont Herbert Dorfmann. Zunächst werde sich die Impfstrategie darauf konzentrieren, die Zahl an Todesfällen zu verringern und die Grundversorgung zu entlasten. Demnach gehören Beschäftigte im Gesundheitswesen, ältere und gesundheitlich gefährdete Menschen zu den Erstgeimpften. Wichtig sei eine klare Kommunikation über Nutzen, Risiken und Bedeutung der Impfung, sagt der EU-Parlamentarier.

Die EU-Kommission hat mit drei weiteren Impfstoffherstellern ähnliche Rahmenverträge geschlossen: mit Johnson&Johnson, AstraZeneca und Sanofi-GSK. Auch sie haben aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten am Start. Noch aber hat kein Hersteller eine Zulassung für den europäischen Markt. Diese muss bei der Arzneimittelagentur EMA beantragt werden, sobald ausreichende Daten aus klinischen Tests vorliegen. Wann es mit der Impfung soweit ist, ist noch offen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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21 Kommentare auf "Dorfmann: Zeitgleich Impfstoff für alle EU-Staaten"


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Missx
Missx
Kinig
15 Tage 19 h

Bitte impft schnell Alte, Risikopatienten und Paranoiker damit Ruhe ist

sophie
sophie
Superredner
15 Tage 18 h

Do glab iiih brauchatn schun ondra ah an Impfung, glab ii

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
15 Tage 16 h

Als erstes sollen sich die Politiker und die Spitze des Sanitätsbetriebs impfen lassen – Vorkoster gewissermaßen

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
15 Tage 5 h

Mezcalito
und in spätestens einem 1/2 Jahr wirst du es sein, der hier dann keilen würde “Frechheit, die Politiker wurden als erstes geimpft”.
Der chronische Frust ist was schlimmes

Acquarius
Acquarius
Grünschnabel
15 Tage 18 h

Stand heute ist kein einziger mRNA-Impfstoff zugelassen
worden, dabei wird schon Jahrzehnte an ihnen geforscht. Die
Pharmaunternehmen wittern (durch Corona)eine nie da gewesene Chance, ihre Kandidaten
auf den Markt zu bringen. Klingelts??? Viel Spaß beim Impfen! 100% ohne mich!

Jefe
Jefe
Superredner
15 Tage 14 h

ja genau die Impfgegner…..aber kaum ein kleines Wehwehchen, dann sind sie die ersten in der Apoteke & fressen Tabletten ohne Ende & ohne zu wissen was die für Nebenwirkungen haben.
Vom Saufen Kopfschmerzen habe & 10 Aspirin fressen…am nächsten Tag.

Neumi
Neumi
Kinig
15 Tage 7 h

Als ALternative kann man die Angst vor Gen-Splicing natürlich noch ein paar Jahrzehnte weiter schüren.

LouterStyle
LouterStyle
Tratscher
15 Tage 6 h

du hosch schun recht, ober wenn olle so denken tatn gangs holt a net🤷

Moods
Moods
Grünschnabel
15 Tage 20 h

Gibts auch eine Kombiimpfung mit einem Schuß Viagra? Dann kann man in der eventuellen Quarantäne noch besser, länger und öfter schnacksln. 🤣🤣🤣

Spartacus
Spartacus
Tratscher
15 Tage 19 h

Zu diesen Vertrag und Verteilerschlüssel muss man die E U wirklich loben, dadurch wurde den Spekulationen und Streitereien erstmal ein Riegel vorgeschoben.

Neumi
Neumi
Kinig
15 Tage 7 h

Wie kannst du es wagen, was Gutes über die EU zu sagen …

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
15 Tage 18 h

Ein Impfstoff der bisher 9 Infektionen vermieden hat wird als unsere Rettung gefeiert?

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
15 Tage 17 h

hab mich vertippt, 79 Infektionen (bei einer Studienpopulation von 43538 Teilnehmern).

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Superredner
15 Tage 19 h
Auch der Transport und die Lagerung des Impfstoffs wird spannend. Der Impfstoff ist viel wertvoller als Masken und Desinfektionsmitteln, bei denen es ja auch schon “Schwund” gab. “Der Bund rechnet mit insgesamt rund 60 Lager-Standorten. Die Bundesländer sollten bis zum 10. November Vorschläge melden. Das könnten zum Beispiel Kasernen oder Kliniken sein. Das Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben aber bisher noch keinen Überblick erstellt. Bayern hat bereits angekündigt, die Lieferungen an neun geheim gehaltenen Orten zwischenzulagern. Dafür hat das Land Ultra-Tiefkühlschränke bestellt. In Brandenburg sollen Coronaschutz-Impfstoffe zunächst beim Zentraldienst der Polizei gelagert und von dort aus an Impfzentren weitergeleitet werden.… Weiterlesen »
anonymous
anonymous
Universalgelehrter
15 Tage 19 h

Der Saft muss bei Minus 70grad gelagert werden

LouterStyle
LouterStyle
Tratscher
15 Tage 6 h

und wen interessiert wos deutschlond obgeat… mir hobm selbir genua zu schaugn

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
15 Tage 5 h

anonymous
nur bei Langzeitlagerung, die im ersten Moment sicherlich nicht erforderlich sein wird. Man sollte nicht nur Halbwahrheit erzählen oder sich besser informieren.

koyote
koyote
Grünschnabel
15 Tage 19 h

Gleichzeitig für alle 😂😂😂wers glaubt wird seelig 🙈🙈🙈

ehrlich2020
ehrlich2020
Grünschnabel
15 Tage 20 h

Auweh do werts wido aufgian wenns hoaßt man muas sich impfn lossn sischt gibs des nimma odo kimpman do nimma ini…
A wennmans et will muasmans decht tian 😅

ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Universalgelehrter
15 Tage 17 h

und woher hat die Eu das ganze Geld?

LouterStyle
LouterStyle
Tratscher
15 Tage 6 h

deine Steuern😂😉

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