Von: APA/Reuters
Bei einem Angriff auf ein Krankenhaus in Ost-Darfur im Sudan hat es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Dutzende Todesopfer gegeben. Wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Samstagabend in einem Posting auf der Plattform X schrieb, kamen mindestens 64 Personen ums Leben, darunter Kinder, Patienten und medizinisches Personal. Knapp 90 Personen seien zudem verletzt worden.
Dem Posting zufolge fand der Angriff auf das Lehrkrankenhaus in Ad-Du’ain bereits am Freitag statt. Das Krankenhaus ist demnach seither außer Betrieb.
Angeblich Drohnenangriff von sudanesischer Armee
Wer für den Angriff verantwortlich war, sagte der WHO-Chef nicht. Laut der sudanesischen Nichtregierungsorganisation Emergency Lawyers handelte es sich um einen Drohnenangriff der sudanesischen Armee.
In dem seit April 2023 andauernden Machtkampf im Sudan kämpft De-Facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan mit Hilfe der regulären Armee gegen seinen früheren Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo und dessen Miliz Rapid Support Forces (RSF). Die RSF dominiert in Darfur im Westen des Landes, die Armee im Osten, im Zentrum und im Norden.
Unter dem Konflikt leidet vor allem die Zivilbevölkerung. Seit Beginn der Kämpfe sind laut WHO bei 213 Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen bereits über 2.000 Menschen gestorben.




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