Von: mk
Tramin – Die Unterlandler Gemeinde Tramin setzt ein Zeichen für den Klimaschutz: Am Freitag, den 10. April 2026, wurde das neue „Dorfauto“ auf dem Rathausplatz offiziell der Bevölkerung vorgestellt. Mit der Inbetriebnahme dieses E-Carsharing-Standorts leistet Tramin einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität im ländlichen Raum.
Bei der Eröffnung begrüßte Bürgermeister Wolfgang Oberhofer gemeinsam mit Vertretern des Gemeindeausschusses das Projekt. Er erläuterte, dass das Fahrzeug sowohl für die betriebliche Nutzung durch die Gemeindemitarbeiter als auch für die gesamte Bevölkerung, Vereine, Unternehmen und Gäste zur Verfügung steht.
Einige interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren, sich kostenlos zu registrieren und eine erste Proberunde mit dem neuen VW ID.3 zu drehen. Das Team des Südtiroler Anbieters AlpsGo stellte das System ausführlich vor und erklärte die Nutzung per Smartphone-App, die zugleich als digitaler Fahrzeugschlüssel dient. Buchungen sind flexibel von einer Stunde bis zu maximal fünf Tagen möglich, wobei die Rückgabe jeweils am Standort in Tramin erfolgt.
Nutzung zum halben Carsharing-Tarif
Besonders attraktiv ist das Finanzierungsmodell, das die Gemeinde für die Gemeinschaft erreichen konnte: Dank einer 50-prozentigen Förderung der Landesregierung profitieren die Traminerinnen und Traminer von halbierten Preisen gegenüber der regulären AlpsGo-Flotte. Die Fahrten werden über einen Zeittarif von drei Euro pro Stunde und eine Kilometerpauschale von 0,28 Euro abgerechnet. Ein ganzer Tag (24 Stunden) kostet lediglich 24,50 Euro.
Das Laden ist im Mietpreis enthalten, die Reichweite des Fahrzeugs liegt je nach Fahrweise zwischen 250 und 350 Kilometern. Für Besitzer des Südtirol Passes oder Alperia-Kunden wird die einmalige Anmeldegebühr von 19 € zudem teilweise oder vollständig als Fahrtguthaben gutgeschrieben. Für technische Unterstützung steht eine lokale 24/7-Hotline zur Verfügung.
„Wir machen heute einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Umstieg auf klimaschonende Mobilitätslösungen zu erleichtern und für alle zugänglich zu machen“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Oberhofer. „Ich bin besonders stolz auf das Finanzierungsmodell, das wir für unsere Gemeinde erreichen konnten. Das neue Dorfauto soll helfen, den Bedarf an Zweit- oder Drittwagen zu senken und so den Verkehr und die Kosten in unserem Dorf spürbar zu reduzieren.“
Wie Präsidentin Daniela Trintinaglia von AlpsGo betonte, wächst das E-Carsharing-Netz stetig: „Aktuell gibt es südtirolweit 33 Standorte mit 61 Fahrzeugen. Im Unterland ist nun schon das zweite Dorfauto für die Bevölkerung verfügbar. In den kommenden Monaten werden mindestens 15 weitere Südtiroler Gemeinden folgen, um das Carsharing landesweit zu elektrifizieren.“




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