Unternehmerverband und Grüne wollen im Dialog bleiben

Enkeltaugliche Politik: Grüne Fraktion und Heiner Oberrauch im Austausch

Samstag, 10. Juli 2021 | 11:11 Uhr

Bozen – Beim Treffen mit dem frischgewählten Präsidenten des Unternehmerverbandes, Heiner Oberrauch, und der Grünen Fraktion im Landtag wurde über gemeinsame Ziele und Ideen geredet. Anwesend waren die beiden Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa und Hanspeter Staffler, Heiner Oberrauch und der Direktor des Unternehmerverbandes Josef Negri.

Echte Nachhaltigkeit in der Wirtschaft, die mehr als hohles Schlagwort bleibt, war beiden Gesprächsseiten ein Anliegen. Heiner Oberrauch erinnerte daran, dass er seine Amtszeit mit dem Auftrag der Enkeltauglichkeit angetreten hatte und dass der produzierende Sektor hierin eine große Verantwortung und ein großes Potenzial habe. Grüne und Unternehmerverband würden sich damit in ihren Zielrichtungen überschneiden, so Oberrauch.

Weiterhin erklärte er, dass für eine zukunftsfähige Nachhaltigkeitsstrategie eine Vision in den Bereichen der Mobilität, der Ökologisierung der Landwirtschaft und der effizienten Verwaltung vonnöten sei.

“In der Mobilität und besonders im Transportwesen muss ein Umdenken stattfinden, gemeinsam muss es uns gelingen neue intelligente Lösungen zu erarbeiten, um die Bedürfnisse der Mobilität und der Umwelt in Einklang zu bringen. Transporte müssen umweltschonender und gleichzeitig für Mensch und Ware weltweit teurer werden.”, so Oberrauch.

Ehrlichkeit und Verbrauchertransparenz seien ein wichtiges Anliegen für den Unternehmerverband. So kam der jüngst vom Landtag genehmigte Begehrensantrag der Grünen Fraktion an das römische Parlament zur Ausarbeitung eines Lieferkettengesetzes zur Sprache. Hierfür zeigte der neue Präsident Interesse, wies aber auch darauf hin, dass dieser Vorstoß kein Bürokratiemonster werden dürfe. Viele Unternehmen würden ihre Lieferketten bereits jetzt durchleuchten, da die Kunden und Kundinnen darauf bedacht seien, zu wissen, was im Produkt stecken und woher dieses stammen würde.

Herausforderungen wurden im Gespräch gemeinsam eruiert genauso wie mögliche Wege, diese positiv zu nutzen. Privat und Öffentlich dürften sich nicht als Gegner, sondern den jeweils anderen als wichtige Säule der Wirtschaft begreifen. Gemeinsames Ziel müsse eine Verbesserung derDigitalisierung und Prozessoptimierung sein.

Von: lup

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Enkeltaugliche Politik: Grüne Fraktion und Heiner Oberrauch im Austausch"


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schlauer
schlauer
Tratscher
14 Tage 19 h

Echte Nachhaltigkeit in der Wirtschaft, die mehr als hohles Schlagwort bleibt, war beiden Gesprächsseiten ein Anliegen steht im obigen Text! Da könnten die Vertreter des Unternehmerverbandes Oberrauch und Negri gleich beweisen dass sie es ernst damit meinen und folgendes Vorhaben der Firma Progress stoppen: Rodung des Brixner Auwaldes für ein Industriegebäude für 3D Betondrucker. Es kann nicht sein dass dieses Naturparadies dem vermeintlichem Fortschritt geopfert wird!

Nichname
Nichname
Tratscher
14 Tage 13 h

Das Anliegen ist berechtigt, aber an die falsche Adresse gerichtet. Die Zerstörung des Auwaldes kann nicht durch die hier abgelichteten Personen verhindert werden, sondern nur durch den Brixner Gemeinderat. Dort spielen aber Überlegungen des Umweltschutzes keine Rolle.

schlauer
schlauer
Tratscher
14 Tage 8 h

@Nichname
Leider ist es so bzw. in der Gemeinde Brixen gibt es dem Umweltschutz nur auf dem Papier wie z.B. auf den Umweltauszeichnungen wie Euregio Umweltpreis (2012) und Alpenstadt des Jahres 2018 für eine naturverträgliche Entwicklung. Und dann wurden im Vorjahr insgesamt 17 Hektar Wälder von der Gemeinde zur Rodung freigegeben. Und als nächstes kommt der Auwald dran obwohl dieser Waldtyp nur mehr 0,6 % der gesamten Waldfläche Südtirols ausmacht🙏

marher
marher
Universalgelehrter
14 Tage 19 h

Da geht es um viel Geld aber da kennt sich der Präsident genauenstens aus. Beispiel Maskenankauf..

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
14 Tage 13 h

Frau Foppa ist eine intelligente Frau mit guten Manieren.Wählen werde ich die Grünen allerdings nicht!

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