Bozner Freiheitliche machen Druck

Erneute Nutztierrisse: „Entnahme von Problemtieren endlich umsetzen“

Freitag, 19. März 2021 | 11:56 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Bezirksobmann von Bozen, Walter Frick, appelliert erneut an die Landespolitik, keine weitere Zeit zu verlieren und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen eine Anwendung des Landesgesetzes zur Entnahme von schadensauffälligen Großraubtieren möglich ist.

„Die jüngsten Tierrisse seit Jahresanfang in Eppan, Laurein, St. Felix, Ulten und Villnöß bestätigen die schnelle Verbreitung des Wolfes in Südtirol. Die von den Nutztierrissen direkt betroffenen Bergbauern und Kleintierzüchter müssen um ihre Existenz fürchten, der traditionellen Almwirtschaft droht mit der wachsenden Population von Großraubtieren auf Dauer der Niedergang. Eine einzigartige, über Jahrhunderte geschaffene und gepflegte Berg- und Kulturlandschaft ist in Gefahr. Neben der naturnahen Form der Landwirtschaft gefährdet die Wiederkehr des Wolfes und anderer Großraubtiere auch die Nutzung der Almgebiete durch Touristen und Einheimische als Erholungs- und Freizeitraum“, so Frick.

„Die Landesregierung darf nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen. Nachdem die an die staatliche Umweltbehörde ISPRA gestellten Einzelanträge zur Entnahme von Problemtieren laut Aussagen von Landesrat Schuler bisher keinen Erfolg gebracht haben, wird man vermutlich auch vergebens auf die Genehmigung des vor kurzem erarbeiteten und der römischen Behörde vorgelegten Leitfadens hoffen. Die Landesregierung muss endlich entschlossen handeln und unter Einhaltung der EU-Habitat-Richtlinie eine eigenständige, von Rom unabhängige Lösung finden um Gebiete, wo intensive Almwirtschaft betrieben wird, als ‘sensibel’ und damit als großraubtierfrei ausweisen zu können“, so die Bozner Freiheitlichen abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "Erneute Nutztierrisse: „Entnahme von Problemtieren endlich umsetzen“"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Faktenchecker
23 Tage 22 h

Was sagen die FH zur schnellen Verbreitung der Mutationen?

Faktenchecker
23 Tage 22 h

Einen Corona-Feiertag zum Gedenken braucht es.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
23 Tage 20 h

Hallo nach Südtirol,

Almler und Bergbauern sind es seit Jahrhunderten gewohnt selbstständig existentielle Probleme zu lösen.
Ausserdem sind sie gastfreundlich und grosszügig gegenüber hungrigen Fremden, die
Weitgewanderten bekommen gewiss was Leckeres zu essen.
Diese beiden Dinge haben sie mir auf den Berghöfen erzählt, was das zu bedeuten hat weiss ich als dummer Gast natürlich nicht..

Auf Wiedersehen in Südtirol

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
23 Tage 18 h

Holla, das Foto sieht aus wie ein Filmplakat für
Die besten Horrorfilme – Wolf | Moviepilot.de

Roby74
Roby74
Tratscher
23 Tage 13 h

@Hustinettenbaer:
👍🏻ja genau!😉

Roby74
Roby74
Tratscher
23 Tage 13 h

Ob die verantworlichen Beutereisser nicht wildernde Bauernhofhunde waren…..lassen wir mal in Frage gestellt!!!!☝🏼☝🏼☝🏼Kenne genügend Fälle wo Hof- bzw.Haushunde Tiere gerissen haben.

wpDiscuz