Handelsschiffe sollen nach dem Willen des Iran zahlen

Erste Einnahmen für Iran aus Hormuz-Maut

Donnerstag, 23. April 2026 | 13:21 Uhr

Von: APA/AFP

Teheran hat laut einem hochrangigen Vertreter erstmals Einnahmen aus seinen für die Durchfahrt der blockierten Seestraße von Hormuz erhobenen Gebühren erhalten. “Die ersten Einnahmen aus den Mautgebühren für die Straße von Hormuz wurden auf das Konto der Zentralbank eingezahlt”, erklärte Vize-Parlamentspräsident Hamid-Reza Haji Babaee laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag. Weitere iranische Medien meldeten dieselbe Erklärung, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

Am 30. März hatten iranische Staatsmedien gemeldet, dass der Sicherheitsausschuss des Parlaments die geplanten Gebühren für die Passage der Meerenge gebilligt habe. Es ist jedoch nicht bekannt, ob das Vorhaben durch das Parlament verabschiedet wurde.

Seeweg zu zentralem Zankapfel geworden

Seit Beginn des Krieges Israels und der USA gegen den Iran Ende Februar ist die Straße von Hormuz, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Seither sind die Energiepreise weltweit stark gestiegen.

Die Meerenge ist ein zentrales Streitthema der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges. US-Präsident Donald Trump dringt auf eine Öffnung der Meerenge, Teheran wiederum macht ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen zur Bedingung für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Seit Mittwoch beraten Marineexperten aus über 30 Ländern in London über eine multinationale Mission zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz.

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