Oppositionelles Team K kandidiert im Wahlkreis Nord-Ost

EU-Wahl: SVP bekommt Konkurrenz

Freitag, 05. April 2024 | 12:25 Uhr

Von: apa

Die regierende Südtiroler Volkspartei (SVP) bekommt bei der EU-Wahl in Italien am 8. und 9. Juni Konkurrenz. Auch das oppositionelle Team K wird nämlich im Wahlkreis Nord-Ost antreten und schickt dabei Frontmann sowie Fraktionsvorsitzenden Paul Köllensperger ins Rennen, wie man am Freitag bekannt gab. Dazu wurde eine sogenannte technische Listenverbindung mit der liberalen Partei Azione geschlossen.

Erst in den vergangenen Wochen hatte die SVP entschieden, dass ihr Europaparlamentarier Herbert Dorfmann erneut ins Rennen gehen wird. Dafür paktierte man wiederum ein Abkommen mit “Forza Italia”. Da bei der Europawahl lokale Parteien nicht alleine antreten können, ist ein solches Abkommen bzw. eine technische Listenverbindung notwendig, um auf nationaler Ebene den nötigen Stimmenanteil zu erhalten.

“Es wird eine Richtungswahl werden, und für die Zukunft Europas und damit unserer Jugend wird sie entscheidend sein”, hieß es in einer Presseaussendung des Team K. Darin wurde auch unterstrichen, dass Azione ihren Ideen und Positionen am nächsten stehen würde.

Für die SVP könnte es durch diese Konkurrenz schwieriger werden, den Platz im Europaparlament zu halten. Das Team K hingegen gab seiner Hoffnung Ausdruck, einen zweiten Südtiroler nach Brüssel schicken zu können.

Mit Bergsteigerikone Reinhold Messner von 1999 bis 2004 sowie in der darauffolgenden Legislaturperiode von 2004 bis 2009 mit Sepp Kusstatscher, die jeweils auf der Liste der Grünen kandidiert hatten, war dies schon einmal der Fall gewesen. Die sinkende Wahlbeteiligung könnte es allerdings schwieriger machen, dass zwei Südtiroler ins Europaparlament einziehen.

Das damals neugegründete Team K war mit 15,2 Prozent der große Überraschungssieger der Südtiroler Landtagswahl 2018 gewesen. Beim Urnengang im Jahr 2023 verlor man dann allerdings wieder knapp vier Prozentpunkte.

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "EU-Wahl: SVP bekommt Konkurrenz"


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Oracle
Oracle
Kinig
1 Monat 21 Tage

Nach dem Motto, dividi et impera. Das Team K hat mit ihren paar Tsd Stimmen sehr wahrscheinlich kaum eine Chance. Damit verkleinert sich aber auch die Wahrscheinlichkeit, jemand aus Südtirol in das EUParlament zu entsenden, wenn man dann Dorfmanns Chance dadurch schwächt. Also insgesamt für Südtirol ein Nachteil. Statt gross zu denken, wird beim Team K kleinkariert und lokal gedacht….

okokok
okokok
Neuling
1 Monat 21 Tage

Vielleicht ist aber der Bevölkerung alles lieber als ein Dorfmann

Staenkerer
1 Monat 20 Tage

merkt eh niemand ob der dorfman in brüssl isch oder niemand …..

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Ich habe noch nie Team-K gewählt, aber bei der EU kriegen sie meine Stimme.

So ist das
1 Monat 21 Tage

Leider sind die SVP Wähler inmer noch zu viele.
15 Jahre auf einen Sessel sollten wohl reichen. 🤔

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 21 Tage

Wie gut dass die SVP mit Dorfmann eine gesunde Konkurrenz bekommt.

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 21 Tage

Wünsche Kölle viel Glück und viele Stimmen der Verlierer Partei SVP.

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Oohje🙈

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