Tirol – Südtirol - Trentino

Euregio: ein gemeinsamer Weg

Donnerstag, 04. Februar 2021 | 22:35 Uhr

Bozen – Die Jugendorganisationen der SVP, der Tiroler ÖVP, und des PATT rufen eine grenzüberschreitende Initiative zur Stärkung der Euregio ins Leben.

Ein Zeichen für eine starke Zusammenarbeit in einem Europa der Regionen setzen – das haben sich die Junge Generation in der SVP, die Junge Volkspartei Tirol, und die Giovani Autonomisti PATT mit der digitalen Veranstaltungsreihe „EUREGIO. Tirol – Südtirol – Trentino: ein gemeinsamer Weg“ zum Ziel gesetzt. Zum Auftakt luden die drei Jugendorganisationen am Dienstagabend zu einem Gespräch mit den Landeshauptleuten Arno Kompatscher und Günther Platter, um vor allem über grenzüberschreitende Projekte zur Stärkung der Alpenregion zu diskutieren. Für italienischsprachige Zuseherinnen und Zuseher wurde die Veranstaltung simultan gedolmetscht.

„Unsere gemeinsame Alpenregion bildet das Herz Europas und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für unsere Zukunft überlebenswichtig – nur gemeinsam können wir unseren Lebensraum voranbringen. Für Südtirol ist eine enge Kooperation mit Tirol und dem Trentino essentiell – die Jugend hat in den Köpfen die Grenzen von früher längst überwunden, nun gilt es dies auch in der Praxis umzusetzen“, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Generation Dominik Oberstaller.

Auch die Landesvorsitzende der Jungen Volkspartei Tirol Sophia Kircher schlägt in dieselbe Kerbe: „Ziel der Initiative ist es, die Zusammenarbeit in unserer Europaregion zu verstärken und als Jugendorganisationen gemeinsam Ideen einzubringen, um Tirol, Südtirol und das Trentino näher zusammenzurücken. Gleichzeitig können interessierte Jugendliche mit Politikern ins Gespräch kommen und über ihre Anliegen sprechen.“

Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigte sich erfreut, dass sich junge Menschen für die weitere Stärkung der Europaregion einsetzen: „Vor allem die Jugendlichen haben die Vorteile der Europaregion, zum Beispiel in Bezug auf die fehlenden Grenzen, schon so verinnerlicht, dass der Mehrwert mittlerweile als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Dies führt oft zu Gleichgültigkeit. Umso wichtiger ist es deshalb, dass junge Menschen sich für den Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einsetzen, um so das große Potential der Euregio auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens auszuschöpfen.“

Landeshauptmann Günter Platter dazu: „Die Europaregion lebt vom regelmäßigen Austausch zwischen Tirol, Südtirol und Trentino. Als Präsident der Euregio freut es mich mit den Jugendorganisationen über all jene Themen zu diskutieren, die die Jugend bewegen. Ein besonderes Anliegen ist für uns das Euregio-Ticket, mit dem wir die grenzüberschreitende Mobilität weiter vorantreiben wollen. Unsere Regionen sind kulturell und wirtschaftlich eng miteinander verbunden, jetzt wollen wir auch die Menschen noch besser miteinander vernetzen!“

Vor allem in Sachen grenzüberschreitender Mobilität fordern die Vorsitzenden der Organisationen eine engere Zusammenarbeit:

„Mobilität ist für uns junge Menschen ein Grundbedürfnis – und zwar von Kufstein bis zum Gardasee. Ein Euregio-Familienticket wurde bereits umgesetzt, das nächste Ziel muss nun ein gemeinsames Öffi-Ticket für die gesamte Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino sein – mit ermäßigten Tarifstufen für Schüler, Studenten, Lehrlinge und junge Menschen“, fordern die Vorsitzenden unisono. „Darüber hinaus fordern wir die Einführung eines gemeinsames vergünstigten Sommerferien-Tickets für Kinder und Jugendliche, welches in der gesamten Euregio gültig sein soll.“

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

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