Zahlreiche Aktionen

Europäische Mobilitätswoche: Meran macht mobil

Mittwoch, 07. September 2016 | 16:42 Uhr

Meran – Die Kurstadt zeigt sich vom 16. bis 22. September ganz im Zeichen der nachhaltigen Mobilität. Eine Woche lang gibt es zahlreiche Aktionen zur enkeltauglichen Fortbewegung in der Stadt, zur gemeinsamen Nutzung des öffentlichen Raums sowie Spiel und Spaß für die ganze Familie.

Die Gemeinde Meran macht an der weltweit größten Kampagne zur nachhaltigen Mobilität mit: Die Europäische Mobilitätswoche, die vom 16. bis zum 22. September unter dem diesjährigen Motto „Mobilität mit Verstand – Wirtschaft mit Gewinn” stattfindet, will Lust auf eine andere, sanfte Nutzung des öffentlichen Raums machen: durch das Zu-Fuß-gehen, durch Radfahren und das Gestalten von Plätzen. Zudem wird die Möglichkeit geboten, neue Formen der Fortbewegung, v. a. durch Elektrofahrzeuge, auszuprobieren.

“Meran hat ein riesengroßes Potential als Geh- und Fahrradstadt”, erklärte Bürgermeister Paul Rösch und Mobilitätsstadträtin Madeleine Rohrer ergänzte: “In einer attraktiven Stadt ist der Mensch das Maß der Dinge, Straßen und Plätze sind an die Geschwindigkeit von FußgängerInnen und RadfahrerInnen angepasst. Damit ist die Straße mehr als eine Verkehrsfläche: Sie ist öffentlicher Raum, der zum Verweilen einlädt. Mit der Mobilitätswoche laden wir alle MeranerInnen ein, zu Fuß zu gehen, auf Rad oder Bus umzusteigen und ihre Stadt so anders zu erleben.”

Rund ums Rad – Auftakt der Europäischen Mobilitätswoche ist die Versteigerung von Fahrrädern. Die 83 herrenlosen Drahtesel kommen am Samstag, 17. September ab 9:00 Uhr im städtischen Bauhof unter den Hammer. Wer ein Rad erwirbt, muss einen Ausweis und eine einmalige Gebühr von 21,38 Euro (Gebühr) mitbringen. Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zu. Wiederverwerten statt neu kaufen ist auch das Motto des mobilen Radreparaturservice: Am 20. September werden beim gemeindeeigenen Radverleih (Piavestraße) zwischen 10:00 und 13:00 Bremsbacken und Schläuche ausgetauscht, Räder auf ihre Sicherheit kontrolliert und Lichter wieder zum Leuchten gebracht. Die Radwerkstatt ist ein Dienst der Landesumweltagentur und will Müll reduzieren. Denn oft schon genügen wenige Handgriffe, um die Lebensdauer eines Gegenstandes zu verlängern.

Sanft mobil: Lebensstil und Klimaschutz – Rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes in Meran geht auf die Mobilität zurück. Klimaschutz fängt daher auch beim eigenen Lebensstil an: beim Weg in die Schule, Arbeit und am Wochenende. Die Gemeinde Meran unterstützt daher den Südtirol weiten Wettbewerb „Südtirol radelt“. Zwischen 18. März und 18. September kann jede/r MeranerIn ihre/seine gefahrenen Kilometer auf dem Rad in eine Datenbank eintragen. Ziel ist es, so viele Alltagswege wie möglich auf dem Rad zu absolvieren. Unter allen Teilnehmenden werden am Dienstag, 21. September um 18:00 Uhr vor der Landesfürstlichen Burg Sachpreise verlost. Wie sich das Rad als alltägliches Verkehrsmittel in der ganzen Welt entwickelt, zeigt hingegen das Kino Ariston am Mittwoch, 22. September, mit der Doku „BIKES vs CARS“ des schwedischen Regisseurs Fredrik Gertten. Der Film erzählt, wie sich das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittels in der ganzen Welt entwickelt und portraitiert Menschen, die in Sao Paulo und Los Angeles für sichere Radwege auf die Straße gehen. Er lässt die Autoindustrie zu Wort kommen und die Einwohner von Kopenhagen, wo 40 Prozent der Menschen mit dem Rad unterwegs sind – selbst bei Schneegestöber im Winter. Beginn ist um 20:30 Uhr; der Eintritt ist frei.

Straßen erblühen in Sinich – “Grauen Straßenraum in bunten Lebensraum verwandeln”, so lautet das Ziel der Aktion „Blühende Straßen”. Es handelt sich dabei um einen grenzüberschreitenden Wettbewerb im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche, welcher bereits zum vierten Mal in Folge durchgeführt wird. Daran beteiligen sich Gemeinden Nord- und Südtirols. In der Kurstadt findet diese Aktion heuer in Sinich statt, um den Vittorio-Veneto-Platz aufzuwerten. Die Grünflächen werden von der Meraner Stadtgärtnerei in Zusammenarbeit mit den VertreterInnen des Stadviertelkomitees Sinich und mit den Jugendvereinen TILT und Le Pulci zum Thema “Saisonübergang” gestaltet.

Anders unterwegs zwischen Meran und Algund – Der Sonntag, 18. September, gehört allen alternativen Verkehrsmitteln, vor allem dem Rad, den Elektrofahrzeugen und den orangen Bussen der städtischen Linie: Nach Wahl gilt es mit Rad oder Bus einen Parcours zwischen Meran und Algund zu absolvieren. Wer zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr an allen Stationen Halt macht, erhält zum Abschluss ein kleines Präsent. Bei den Stationen am Parkplatz des Meraner Lidos, am Algunder Festplatz, im Bahnhofspark, am Kornplatz und auf der Kurpromenade nahe der Postbrücke werden zahlreiche Aktivitäten geboten. Beim Start- und Zielpunkt des Parcours am Thermenplatz kann man bei der Roadshow Elektromobiltität von Green Mobility Südtirol Elektrofahrzeuge testen.

Das detaillierte Programm am Tag der nachhaltigen Mobilität wird im Rahmen einer Pressekonferenz am 15. September vorgestellt, an der neben Madeleine Rohrer auch Ullrich Gamper (Bürgermeister Algund), Petra Piffer (Generaldirektorin SASA) und Harald Reiterer (Green Mobility) teilnehmen werden.

Weitere Informationen: Marco Masin, Amt für Umwelt: 0473 250 140 und marco.masin@gemeinde. meran.bz.it.

Wie viel Platz brauchen Autos, Fahhräder und Fußgänger in der Stadt? Die Mitglieder des Meraner Stadtrates wollten es bildlich darstellen und ließen sich gestern vor der Landesfürstlichen Burg als Verkehrsteilnehmer in den drei verschiedenen Situationen fotografieren. Zum Vergleich: Auf einem sieben Meter breiten Gehsteig gibt es Platz für bis zu 20.000 Passanten pro Stunde. Auf einem Radweg mit vier Metern Breite haben pro Stunde 10.000 Fahrradfahrer Platz. Eine einfache Straße mit zwei Fahrspuren bietet jedoch nur Platz für 1.000 bis 2.000 Fahrzeuge pro Stunde. Ein Radweg befördert demnach bis zu fünfmal mehr Personen als eine Autofahrspur. Ähnliches gilt auch für die Parkplätze: Ein Autoparkplatz ist groß genug für 10 Fahrräder. Fußgänger und Radverkehr reduzieren nicht nur Lärm und Luftverschmutzung, sondern sparen auch Platz.

“Modal split” in Meran: 34 Prozent aller Wege der Bewohner Merans werden mit einem Pkw oder Motorrad zurückgelegt. Der Anteil an Fußgängern ist 36 Prozent, das Fahrrad hat 18 Prozent. Der öffentliche Verkehr ist mit zwölf Prozent als unterdurchschnittlich einzustufen.

Freitag, 9. September: Streckenführung der Buslinien 1, 3, 146 und 225 wird abgeändert

Wegen einer Veranstaltung werden am Freitag, 9. September von 16 Uhr bis 23 Uhr der Brunnenplatz und ein Abschnitt der Dantestraße für den Verkehr gesperrt. Daher wird ab 16 Uhr zirka die Streckenführung der folgenden Buslinien abgeändert:

LINIE 1 – Ab Maria Himmelfahrt: unverändert bis zur Cavour Straße, dann St.-Georgen-Straße, Vergilstraße, Schennastraße usw.; ab Bergbahnen Meran 2000: unverändert bis zur Schennastraße, dann Vergilstraße, St.-Georgen-Straße, Cavourstraße usw.

LINIE 3 – Ab Lazag: unverändert bis zur Vergilstraße, weiter über die St.-Georgen-Straße, Cavourstraße usw.; Ab Bahnhof: unverändert bis zur Cavourstraße, dann St.-Georgen-Straße, Vergilstraße.

LINIE 146 – Ab Bahnhof in Richtung Zentrum: unverändert bis zur Vergilstraße, dann St.-Georgen-Straße, Cavourstraße usw. In der St.-Georgen-Straße wird die Haltestelle „St.-Georgen-Straße” in Richtung Peripherie sowie eine provisorische Haltestelle in beiden Fahrtrichtungen beim Hotel Adria eingehalten; ebenso wird eine provisorische Haltestelle in beiden Fahrtrichtungen, in der Vergilstraße bei der Feuerwehr bedient.

LINIE 225 – Ab Bahnhof: unverändert bis zur Cavourstraße, dann St.-Georgen-Straße, Vergilstraße, Schennastraße usw.; Ab Falzeben: unverändert bis zur Schennastraße, dann Vergilstraße, St.-Georgen-Straße, Cavourstraße usw. In beiden Fahrtrichtungen wird eine provisorische Haltestelle in der Vergilstraße bei der Feuerwehr eingehalten.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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1 Kommentar auf "Europäische Mobilitätswoche: Meran macht mobil"


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thomas
Grünschnabel
18 Tage 6 h

dieser Bürgermeister Roesch wird es schaffen, Meran lebenswerter zu machen. Bravo Herr Roesch!!!!

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