Kritik der Süd-Tiroler Freiheit

„Europaregion scheitert schon an einheitlicher Winterreifenverordnung“

Freitag, 03. November 2017 | 13:07 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, erinnert anlässlich der bevorstehenden Winterreifenpflicht an die „Absurdität der einzelstaatlichen Regeln im Straßenverkehr“. Diese Absurdität zeige sich besonders am Beispiel der unterschiedlichen Winterausrüstungspflicht in den Tiroler Landesteilen.

Die Winterreifenpflicht gilt auf allen Staats- und Landesstraßen in Südtirol vom 15. November bis einschließlich 15. April. In Österreich bzw. in Nord- und Osttirol – wo ja sehr ähnliche klimatische Verhältnisse vorherrschen – dürfen Pkw und Lkw bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen bei winterlichen Verhältnissen vom 1. November bis zum 15. April nur mit Winterreifen oder mit Schneeketten an mindestens zwei Antriebsrädern fahren.

Zimmerhofer erinnert weiters in diesem Zusammenhang an den im Landtag am 8. März 2017 mit 28 Ja Stimmen und einer Enthaltung angenommen Begehrensantrag der Süd-Tiroler Freiheit. Mit diesem sind jetzt, die Regierung in Rom sowie die EU-Kommission in Brüssel aufgefordert, die Sinnhaftigkeit der noch bestehenden einzelstaatlichen Unterschiede in der Straßenverkehrsordnung zu untersuchen.

„In der EU gibt es viele unterschiedliche Regelungen zu Geschwindigkeitskontrollboxen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Winterreifenpflicht, Promillegrenzen, Mautgebühren, Rettungsgasse oder Straßenschildern. Die EU-Politiker sind angehalten, all diese einzelstaatlichen Regeln in ein gemeinsames gesamteuropäisches Regelwerk zusammenzuführen. Eine EU-weit einheitliche Straßenverkehrsordnung würde nicht nur den Bürgern das Reisen erleichtern, sondern den Polizeikräften auch die Kontrollen vereinfachen. Außerdem würde die Anzahl der Verkehrsunfälle sinken“, erklärt die Bewegung.

Das Beispiel Winterreifenpflicht und viele weitere Beispiele lassen für Zimmerhofer den Schluss zu: „Die EU muss jetzt, nach all den negativen Erfahrungen der letzten Jahre, vor allen Dingen auch für die einfachen Bürger spürbar werden, indem unnötige Bürokratie und Reglementierungen abgebaut bzw. harmonisiert und somit das Alltagsleben erleichtert werden.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "„Europaregion scheitert schon an einheitlicher Winterreifenverordnung“"


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Tschoegglberger.
14 Tage 6 h

absolut blödsinnig, typisch STF.

warum sollen bei Reifen für Rovereto und Innsbruck oder St. Anton die gleichen Vorschriften gelten.

Zum Glück ist die STF nicht in der LR.
 

alla troia
alla troia
Tratscher
14 Tage 4 h

zum Glück wählen nicht alle SVP

mandorr
mandorr
Grünschnabel
14 Tage 4 h

Vielleicht sollte die STF Verhandlungen beginnen

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

…natürlich…für Schweden und Sizilien braucht es unbedingt einheitliche Winterreifenpflicht… 🤣

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
14 Tage 3 h

Europa hat auch unterschiedliche geografische und klimatische Verhältnisse. Auch im Bereich Straßen gibt es völlig unterschiedliche Verhältnisse zwischen einer Passstraße und einer Straße im hohen Norden die durch weite Ebene führt. Da lässt sich nicht alles über einen Kamm scheren.

wanderratte
wanderratte
Grünschnabel
14 Tage 4 h

Der größte Wahnsinn ist der, dass in ganz Südtirol Winterreifenpflicht bei Schnee und Eis gilt, nicht aber in Bozen und der Autobahn, dort herrscht Winterausrüstung bei jedem Wetter. Genau heißt die Regel Winterreifen, oder Ketten. Welchen Sinn ergeben Ketten in der Stadt? Wenn es schneit kann kein Stadtler Ketten montieren, außerdem ist es meistens Matsch, also für Ketten ungeeignet. Winterausrüstung bei 20 Grad im November und April ist ein Witz. Die Regel des Landes mit der Winterreifenpflicht bei winterlichen Verhältnissen mit den entsprechenden Schildern ginge hingegen für alle Länder gut, wo es schneien könnte.

fanalone
fanalone
Tratscher
3 Tage 6 h

“..Die EU muss jetzt…indem unnötige Bürokratie und Reglementierungen abgebaut bzw. harmonisiert und somit das Alltagsleben erleichtert werden.“ Hier soll mit der Ursache die Wirkung bekämpft werden, Herr Zimmerhofer?

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