Ahmadinejad warf seinen Hut in den Ring

Ex-Präsident Ahmadinejad will bei Wahl im Iran kandidieren

Sonntag, 02. Juni 2024 | 09:34 Uhr

Von: APA/dpa

Der umstrittene iranische Ex-Präsident Mahmud Ahmadinejad hat sich für die Neuwahl um das Amt beworben. Der 67 Jahre alte Politiker ließ sich am Sonntag im Innenministerium der Hauptstadt Teheran registrieren, wie iranische Medien berichteten. Während seiner Amtszeit (2005-2013) erregte er mit antisemitischen Äußerungen großes Aufsehen. Zuletzt äußerte sich der Ex-Präsident überraschend regierungskritisch. Beobachtern zufolge ist er bei der Staatsmacht in Ungnade gefallen.

Ahmadinejad wollte bereits bei der Wahl 2021 kandidieren, wurde aber nicht zugelassen. Der Urnengang galt als gesteuert, um dem wenig beliebten erzkonservativen Kleriker Ebrahim Raisi zum Sieg zu verhelfen. Nach dessen Unfalltod wählt der Iran am 28. Juni einen neuen Präsidenten.

Bis einschließlich Montag können sich Kandidaten für die Wahl bewerben. Laut dem staatlichen Rundfunk wurden bisher rund 20 Kandidaten registriert. Der sogenannte Wächterrat, ein mächtiges Kontrollgremium besetzt mit islamischen Geistlichen und Juristen, entscheidet dann über die Eignung der Bewerber. In der Folge können die Bürger meist nur aus einem Kreis systemtreuer Kandidaten wählen. Im Iran ist der Präsident anders als vielen anderen Ländern nicht das Staatsoberhaupt, sondern Regierungschef. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf den Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei.

Viele Menschen im Iran sind angesichts politischer Repression, einer Wirtschaftskrise und gescheiterten Reformversuchen der vergangenen Jahrzehnte desillusioniert und haben den Glauben an große innenpolitische Veränderungen verloren. Im Herbst 2022 entfachten sich nach dem Tod der jungen Kurdin Jina Masa Amini landesweite Proteste gegen das islamische Herrschaftssystem. Die Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Parlamentswahl erreichte ein Rekordtief von rund 40 Prozent.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Ex-Präsident Ahmadinejad will bei Wahl im Iran kandidieren"


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sophie
sophie
Kinig
18 Tage 13 h

Man sog et umsumscht..
Es kimp nix bessas noucha,
So weards ah ban Puta san, Medwedev isch glabe no unberechnbora..

N. G.
N. G.
Kinig
18 Tage 11 h

Da denken hier einige ganz anders darüber und glauben, wenn Putin weg wäre, wäre das Problem gelöst. Es wäre nur ein Tyrann weniger, es warten viele weitere auf den Posten.

Doolin
Doolin
Kinig
18 Tage 10 h

…kandidieren darf nur, wen die Mullahs lassen
…auch in Russland darf nur kandidieren, wer dem Giftzwerg genehm ist…

bon jour
bon jour
Kinig
18 Tage 13 h

Noch so ein Verbrecher

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