Neue Grenzen bedeuten nur neue Wunden – ein Kommentar

Feurige, aber leere Slogans

Donnerstag, 14. Mai 2020 | 09:39 Uhr

Bozen – Mit spektakulären Flammenschriften wie „Iatz“ und „Freiheit“ wollen die Schützen den Schwung des neuen Landesgesetzes, mit dem Südtirol eine eigenständige Phase zwei einläutete, nutzen, um ihre eigenen politischen Vorstellungen für die Zukunft voranzutreiben. Es ist aber alles andere als neu, „offen und breitgefächert über politische Visionen und Modelle nachzudenken und zu diskutieren“. Das geschieht in Südtirol bereits seit Jahrzehnten und steht unserer autonomen Demokratie auch gut zu Gesicht.

Gemeinsam ist diesen Diskussionen aber, dass sie vollkommen losgelöst von der gültigen politischen und ökonomischen Ordnung Europas – sozusagen im luftleeren Raum – stattfinden. In der europäischen Vergangenheit wurden Schwächephasen von Staaten von ihren Nachbarn gerne dazu benutzt, um sie zu Gebietsabtretungen zu zwingen oder sie unter sich aufzuteilen. Wendete sich aber das Kriegsglück, rollte die mutwillig losgetretene Welle der Gewalt in die Heimat zurück. Europa zog daraus seine Lehren und schuf eine Ordnung, die für die Überwindung und nicht mehr Verschiebung von Grenzen steht. Dass diese erfolgreiche Ordnung, die seit 75 Jahren für Frieden sorgt, notfalls auch hart verteidigt und durchgesetzt wird, davon können die katalanischen Nationalisten und Unabhängigkeitsbefürworter ein Lied singen.

Schützenbezirk Burggrafenamt/Passeier

Eine weitere Schwäche der „Visionen und Modelle“ ist, dass sie jeglicher Vorstellungen entbehren, wie ein gerechtes Miteinander in einem von drei Sprachgruppen bewohnten Land in Zukunft aussehen soll – ein Manko, das bei vielen zu Recht für Ängste sorgt. Südtirol bewies mit dem eigenen Corona-Phase-zwei-Gesetz, dass ein eigenständiger Weg auch im krisengebeutelten Italien möglich ist. Es ist daher ein Unding, ausgerechnet in der noch lange nicht ausgestandenen Corona-Krise vergilbten Luftschlössern nachzuhängen, die international eigentlich nur mehr mit einem Achselzucken kommentiert werden.

Man kann Südtirol neu denken, ohne an Grenzen zu rütteln und ohne den international gültigen Rechtsrahmen zu verlassen. Anstatt mit leeren Slogans und riesigen Feuerschriften, für deren Entzündung es nur ein paar Dutzend gut organisierte Leute braucht, irgendeinen „Volkswillen“ suggerieren zu wollen, könnten sich die Schützen in diesen Denkprozess einbringen. Denn „Visionen und Modelle“ brauchen nicht notgedrungen eine neue Grenze, die in jedem Fall nur alte Wunden durch neue ersetzt.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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64 Kommentare auf "Feurige, aber leere Slogans"


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Guenni
Guenni
Universalgelehrter
16 Tage 5 h

Ich glaube, über solche Aktionen wird international nicht mal mehr mit den Schultern gezuckt. Sie werden einfach ignoriert.

schwejk
schwejk
Grünschnabel
16 Tage 2 h

Falsch. die new york times hat darüber berichtet.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
16 Tage 2 h

@schwejk…bestimmt Fake News 🙈🤣👏

MaxAusDenAlpen
16 Tage 1 h

Uiii… der Guenni

Martinus
Martinus
Grünschnabel
15 Tage 16 h

@schwejk
KuK Nostalgiker?

schwejk
schwejk
Grünschnabel
15 Tage 13 h

Nein, der Nickname Schwejk war mehr ein Jux. Vielleicht habe ich ihn auch unbewusst gewählt, weil der brave Soldat Schwejk eigentlich gar nicht so brav war und nicht im Mainstream mitmarschieren wollte. Auch die “richtige Haltung” wollte er insgeheim nicht zeigen, anders als diejenigen, die ihre große mediale Macht nutzen, um jeden Gedanken an die Unabhängigkeit im Keim zu ersticken. Ich bin für einen eigenen Staat nach Schweizer Vorbild unter Einbeziehung aller Sprachgruppen. Soviel zu meiner angeblichen “K.u.K-Nostalgie” 🙂

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
15 Tage 12 h

@MaxAusDenAlpen…kann ich helfen ?

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
15 Tage 9 h

qdauerguenni

Kannst das dem May übersetzen:
Italy’s South Tyrol Invokes Autonomy to Pry Open Lockdown…

https://www.nytimes.com/aponline/2020/05/13/world/europe/bc-virus-outbreak-italy-south-tyrol.html?searchResultPosition=1

M_Kofler
M_Kofler
Superredner
15 Tage 9 h

Guenni
diese wurden nur in Südtirol bzw. hier im Forum wahrgenommen. Sogar einer meiner südtiroler Bekannten wusste nix davon.
Als ich es ihm erklärte kam: “und mehr Homs net zu sogn? ah nua isch wohl guit, dass i nix mitkrig hon”

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
14 Tage 12 h

Ich wäre auch für ein Modell Schweiz, dort gibt es noch direkte Demokratie wo man selbst entscheiden kann was für einen Gut ist uns was nicht.

MayerSepp
MayerSepp
Tratscher
15 Tage 6 h

Was Volkswille ist und was nicht, manifestiert sich letztendlich in Volksabstimmungen. Wenn es letztlich so klar ist, daß sich deutschsprachige Tiroler, deren Land von einem fremden Staat völkerrechtswidrig und gegen den Willen der Bevölkerung annektiert wurde, in einem von Rom zentralistisch geführten Staat verbleiben wollen, dann steht ja einer Volksabstimmung in Südtirol zur Loslösung von Italien nichts entgegen, oder?

Martinus
Martinus
Grünschnabel
15 Tage 3 h

Die einzige Partei die für den Anschluss an Österreich ist bekam im Herbst 2018 bei den Wahlen
klamme 6%!!!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

@Martinus……zur Wahl gehen viele nicht mehr wegen einer überall in Europa grassierenden Politikverdrossenheit. Schau dir mal die Wahlbeteiligungen an. Ausnahmen sind nur die Staaten, die den Wählern bei der Stimmabgabe ” behilflich ” sind. Aber zurück zum Thema : Bei einer Volksbefragung bin ich mir sicher, dass deutlich mehr hingehen bzw. teilnehmen, da geht es nur um JA oder NEIN

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
15 Tage 38 Sek

der Volkswille zeigt sich bei Wahlen, die Sekte hat da zirca 6 % bekommen.
nichts, nada.
eine ideologische rechts-Rand-Erscheinung

M_Kofler
M_Kofler
Superredner
14 Tage 11 h
MayerSepp Ja das stimmt, eine Volksabstimmung ist sicherlich legitim. Aber so eine Volksabstimmung geht von Parteien oder einer Initiative im Landtag aus, den gewählten Volksvertretren. Hier scheint keine Mehrheit für so eine Volksabstimmung zu bestehen, ich höre zB. auch nichts von der FH diesbezüglich (kannst mich gerne korrigieren). Dann stellt sich die Frage, ob diese Volksabstimmung für die Südtiroler so wichtig ist. Geht eine solche Initiative vom Landtag aus, heißt das für mich dass SüdtirolerIn dies auch zu großen Teilen möchte, vertreten durch die gewählten Volksvertreter, bin ich der erste der sie unterstützt. Vorher stellt sich für mich die Sinnhaftigkeit… Weiterlesen »
Guenni
Guenni
Universalgelehrter
14 Tage 4 h

@bon jour…das hat man bei uns in D anfangs von der AfD auch gesagt und die belächelt.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
13 Tage 3 h

aha, bist einer dieser deutschen Ideologie_Missionare, die in Südtiroler Medien großdeutsche Fantasien predigen.

AfD lockt die alt und jungnazis, zum Glück gibt es in Südtirol weniger davon als in Deutschland.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
12 Tage 16 h

@bon jour…
Absatz 1 🤮 Schwachsinn im Quadrat
Absart 2 🤔 da bin ich mir nicht sicher

Dublin
Dublin
Kinig
16 Tage 5 h

…man braucht nicht an Grenzen “rütteln”, man braucht sie aber in einem modernen Europa und in einer angeblichen Euregio nicht wieder undurchlässig machen!…was unsere sogenannte “Schutz”macht hier mit uns aufführt, ist einfach skandalös…auf solchen Schutz können wir definitiv verzichten…
😛

gschaidian
gschaidian
Tratscher
15 Tage 6 h

@Dublin
Dir ist aber schon bewusst dass Italien zur Zeit NIEMANDEN einlässt und sogar die eigenen Bürger die Region nicht verlassen dürfen. Wie will Österreich den Deutschen und anderen verbieten über den Brenner zu kommen wenn Italien die nicht einreisen lässt. Erst nachdenken……

KingCrimson
KingCrimson
Grünschnabel
14 Tage 10 h

@gschaidian 
Österreich hat die Grenzen geschlossen. Aber Italien ist eh schlauer und öffnet das Land schon ab dem 3. Juni, also 2 Wochen vor der geplanten Öffnung Deutschlands und Österreichs.

Lolli78
Lolli78
Grünschnabel
14 Tage 10 h

Schlauer? Das nennt man unter Zugzwang. Liebe Grüße von den Slowenen an Italien und die gesamte EU

gschaidian
gschaidian
Tratscher
14 Tage 7 h
Na wenn Schlauheit für dich einen Anspruch an die Politik stellt dann mag es mit Italien ja passen. Von durchdachter Planung ist aber wieder einmal keine Spur wie beim unvorbereiteten Lockdown der mehr Kollatetalschäden angerichtet hat als Corona. Vor einer Woche musste Minister Boccia noch nach Bozen kommen im vor der vorzeitigen Öffnung zu warnen und zu drohen, jetzt wird von einer Stunde auf die andere alles geöffnet aber nicht etwa wegen der positiven Entwicklung bei Corona sondern es geht ihnen das Geld aus wenn die Wirtschaft nicht bald läuft. Corona hin oder her. Aber schlau sein ist halt wichtiger… Weiterlesen »
KingCrimson
KingCrimson
Grünschnabel
13 Tage 10 h

Schlauer. Zugzwang ist es nicht, sonst hätten Deutschland und Österreich sofort reagiert.

KingCrimson
KingCrimson
Grünschnabel
13 Tage 10 h

Schlauheit ist auf jeden Fall ein Kompetenzfaktor in der Politik. Schlauheit hat keine negative Einfärbung. Es wird nicht von “einer Studne auf die andere” alles geöffnet, sondern nach Plan. Das mit dem 3. Juni kommt zwar etwas überraschend, aber ist eben eine schlauer Konter auf den billigen Schachzug Österreichs.

Lolli78
Lolli78
Grünschnabel
13 Tage 4 h

Denk mal an die Orte an der Adria die von Österreichern, Deutsche, Holländern usw abhängig sind und der Konkurent Kroatien öffnet.
Deshalb Zugzwang, Österreich und Deutschland liegen nicht am Mittelmeer.

schwejk
schwejk
Grünschnabel
15 Tage 13 h
Krisen wie die derzeitige sind immer auch Gelegenheiten, das kritisch zu hinterfragen, was “man halt so sagt”. Der Kommentator ka wiederholt hingegen nur sattsam bekannte Phrasen. Auch wenn er den Begriff nicht explizit nennt, hält er ein Südtirol ohne Italien für unrealistisch.  Aber fragen wir uns: wer hätte es vor 5,6 Monaten für “realistisch” gehalten, dass Südtirol innerhalb weniger Wochen von einem beliebten Reiseziel zu einem Risikogebiet wir? Oder dass bei unserer Vollbeschäftigungssituation auf einmal tausende Leute ohne Arbeit dastehen und vielleicht in der zu erwartenden Krise viele, viele Betrieb ihre Tore für immer schließen müssen?  Fragen wir uns weiter:… Weiterlesen »
M_Kofler
M_Kofler
Superredner
14 Tage 11 h
Dieser Grundgedanke, in so einer Phase Themen kritisch zu hinterfragen, finde ich einen sehr guten Ansatz. Auch zum Thema Südtirol und Zukunft bin ich der Meinung, dass man darüber sprechen kann, ob es ein “Alternativmodell” gibt. Ich finde aber, dass hier Fragen bzw. Themen vermischt werden, die ich grundsätzlich trenne. Der Ausbruch der Krankheit sollte nicht als Basis genutzt werden; denn so würden alle Regionen in Großbritannien einfach austreten, das selbe in USA. Deshalb: über den Tellerrand schauen und diese Thematik auch global betrachten; Covid19 kennt keine nationalen Grenzen. Die Frage ist, ob und wie es bei einem möglichen zweiten… Weiterlesen »
Lolli78
Lolli78
Grünschnabel
14 Tage 10 h

Bin ich vollkommen bei dir, aber nicht nur viele Reformen sondern eine komplette Neuaufstellung der EU. Viele Probleme (nicht nur Viren) kennen keine Nationalgrenzen aber wir Europäer stützen uns immer noch auf diese Kriegsrelikte.

schwejk
schwejk
Grünschnabel
14 Tage 9 h
@M_Kofler  Es stimmt zwar, dass Corona keine Grenzen kennt, der Umgang damit hängt aber vom jeweiligen Staat ab. Daher kann man meiner Meinung nach auch Corona und nationale Politik nicht trennen. Ich denke nicht, dass die vielen Toten in Italien einfach “nur” Pech waren (Ich glaube, im Corriere della sera war vor einigen Tagen ein kritischer Artikel über die Fehler der Regierung). Vor allem sehe ich die derzeitige Situation auch im Blick auf die zu erwartende schwere Wirtschaftskrise. Und da hat sich der Stiefelstaat in den letzten Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Jeder konnte erahnen, dass das langfristig nicht… Weiterlesen »
schwejk
schwejk
Grünschnabel
14 Tage 9 h
@M_Kofler Zu den bekannten “Phrasen”: Wir werden in den nächsten Monaten infolge der schweren Wirtschaftskrise in ganz Europa Umwälzungen erleben. Corona stellt IMHO eine Zäsur dar, nicht nur eine Unterbrechung des “Normalbetriebes”. Daher kann man schwer mit der Nachkriegsorganisation (fast 75 Jahre her) argumentieren. Auch mit dem ewigen Argument von wegen unrealistisch soll man mir bitte nicht mehr kommen angesichts einer Situation, die vor einem halben Jahr weder notorische Schwarzmaler noch wirkliche Experten gesehen haben. PS: ich finde es gut, dass du wenigstens der Diskussion über ein Alternativmodell gegenüber aufgeschlossen bist. Wenn man den Gegner nicht als Träumer, Spinner, Hetzer,… Weiterlesen »
M_Kofler
M_Kofler
Superredner
13 Tage 12 h
Die Wahrnehmung ist interessant, jene “ewigen Argumente” sehe ich zB ausschließlich in der Deutsch-Nationalisten Fraktion, dort sehe ich eben diese altbekannten Phrasen, ohne irgendwelche konkreten Inhalt, unrealistischen Ideen (Hygienekontrolle ab Salurn??), Konzepte dahinter. Ich sage es nochmal: konkrete Idee zu Freistaat und Vorschlägen, wie dorthin kommen OHNE dass eine der Sprachgruppen in Südtirol benachteiligt wird, dafür bin ich sehr offen und gesprächsbereit. Warum auch nicht? Aber Inhalte? wenig bis gar nicht. Hier sehe ich die FH noch am weitesten vorne. Und ja schwejk, ob du es glaubne willst oder nicht, es ist tatsächlich immer noch unrealistisch. Vor einem 1/2 Jahr… Weiterlesen »
M_Kofler
M_Kofler
Superredner
13 Tage 12 h
Achtung schwejk, ja ich bin aufgeschlossen. ABER den Satz nachher ignoriere ich mal ganz schnell, dazu bitte die subjektive Brille abnehmen. Da wirst du erkennen dass die große Abneigung eher von der Deutsch-Nationalisten kommt; siehst es ja hier, weil man nicht das selbe denkt, glauben nicht wenige tatsächlich die gesamte Bevölkerung als ganzes anzugreifen und und zu entscheiden, wer “wahrer” Südtiroler ist. Kann gerne so weiter geführt werden, auch dass eine 6%-Partei IMMER im “wir”-Modus spricht. Aber dass dann immer mehr Ablehnung der restlichen Südtiroler kommt, braucht nicht zu wundern. Ich unterstelle dir jetzt nicht dieses Verhalten, aber viele der… Weiterlesen »
schwejk
schwejk
Grünschnabel
12 Tage 14 h
Bitte nicht den Fehler machen, das schlechte Abschneiden bestimmter Parteien als geringes Interesse an dieser Thematik zu deuten, denn das hat viele Gründe (z. B Fehlverhalten bei Politikern der FH, stümperhafte Politik der STF ) Die Grünen haben auch nicht besonders gut abgeschnitten, ich würde nie soweit gehen, das als geringes Interesse an Umweltthemen zu deuten. Ja, den Südtirolern gehts gut, habe auch nicht etwas anderes behauptet, wobei die Betonung auf “noch” liegt… Dieser materielle Wohlstand hat viele Problem zugedeckt. Solange Obstkisten u. Hotelbetten voll waren, hat sich Rom viel erlauben dürfen. Das Argument, bei Italien gehts uns gut wird… Weiterlesen »
M_Kofler
M_Kofler
Superredner
12 Tage 10 h
Schwejk Wenn sich eine bzw. zwei politische Organisationen sich quasi nur das ein Ziel in ihrer Politik setzen (zumindest die STF), und die es nicht auslässt zu betonen, wie viele sie doch wären, wie viel Zuwachs sie hätten und “immer mehr Südtiroler gleich denken”, dann sehe ich eine Wahl als ganz ganz klares Zeichen, dass das Interesse in der Bevölkerung doch nicht so hoch ist. Du kannst dich sicher auch noch an die Zeit damals erinnern, Rechtspopulistische Parteien hatten europaweit Aufwind und das ja auch nicht ganz zu unrecht. wenn dann in so einer Phase solche Minuse eingefahren werden, ist… Weiterlesen »
schwejk
schwejk
Grünschnabel
11 Tage 13 h
Ich kann dir keine verlässliche Statistik bieten, die klar sagt, wie gross das Interesse für die Selbstbestimmung ist. Ich weiss aber aus Diskussionen im Netz, v.a. aber offline, dass viele, die wie die Rohrspatzen auf Schützen, STF etc. schimpfen, unerwartet aufgeschlossen reagieren, wenn man sie nach einem Zukunftsmodell ohne Italien fragt, das möglichst viele anspricht (nicht nur alle Sprachgruppen, sondern auch soziale Schichten und politische Farben). Dass wir eine Minderheit sind, ist mir aber schon klar. Was den Wohlstand betrifft, frag mal die Selbstbestimmungsgegner, die haben immer dieses Argument hergenommen. Ich bin nur gespannt, wie man jetzt argumentiert, wenn wir… Weiterlesen »
M_Kofler
M_Kofler
Superredner
11 Tage 7 h
Was sagt dir das, wenn diese Gruppierungen von der Bevölkerung Großteils abgelehnt wird bzw. geschimpft wird? Wie man in den Wald schreit … du kennst diesen Spruch sicherlich. alles weitere dazu steht in meiner letzten Antwort. Der Südtiroler ist glaub auch ich offen für Selbstbestimmung bzw. für konkrete Überlegungen diesbezüglich. Aber Selbstbestimmung und STF sollte man nicht gleichsetzen. Beim WOhlstandsverzicht sind wir aber nicht einer Meinung. WEißt du wie das von den “Gegnern” warscheinlich gemeint ist? Harte Trennung von Italien ohne klarem Zukunftskonzept, so wie es zB Schützen wollen, bedeutet auch automatisch der Verlust der EU-Mitgliedschaft und aller bilateralen Verträge,… Weiterlesen »
Tanne
Tanne
Superredner
15 Tage 10 h
Italien hat das Südliche TIROL zugesprochen bekommen. Gerecht? Oder Ungerecht? Kann jeder sehen wie er es möchte. Aber bin ich deswegen ein Italiener? Italien ist für mich ein fremdes Land, eine andere Sprache eine andere Kultur, für mich Fremd. Warum sollte ich dies akzeptieren so zu sein, wie es die Römer gerne von mir hätten? Selbst wenn ich wollte, ich bin es einfach nicht. Spreche eine andere Sprache, seh nicht aus wie ein Italiener, habe ganz eine andere Kultur, bin eigen, trage Lederhosen, bin Heimatverbunden, bin ganz einfach gesagt ein Schluchtenscheisser, ein TIROLER, mit Laib und Seele. Italien besetzt das… Weiterlesen »
tactico
tactico
Neuling
15 Tage 4 h
Ja so is es, aber sobald ma so denkt, halten das viele wieder ned aus und man ist ein Träumer oder Österreicher (anscheinend noch schlimmer für einige 🙄) Aber bitte, dann bleib i lieber erobertes Land (klingt heutzutage nicht mehr angebracht), weil Italien hat 1915 sicher nicht an die paar tausend Italienischsprachigen gedacht, als sie Südtriol zugesprochen bekommen haben. Für viele Italiener ist Alto Adige eh, wie der Rest Norditaliens, von den Asburgos befreit worden und war schon immer italienischer Boden. Oder es war vor langer langer Zeit beim Römischen Reich Provinz, also italienisch- eine von beiden Aussagen trifft ma… Weiterlesen »
Savonarola
16 Tage 5 h

nicht neue Grenzen schaffen neue Wunden, sondern die üblichen, alten, nicht so unsichtbaren Grenzen (wie hingegen von so manchem Politiker behauptet) schaffen zusätzlich du den nicht verheilten alten Wunden immer neue Wunden dazu. Aber das wollen die meisten Südtiroler ja nicht mehr hören. In ihrem Opportunismus und in ihrer Komfortzone schauen sie nur mehr, wo am meisten Geld wächst; alles andere ist ihnen wurscht.

M_Kofler
M_Kofler
Superredner
13 Tage 11 h

Die Wut steigt und steigt … muss echt ein hartes Leben zu sein, wie kann man da noch vom Haus gehen, wenn man so eine Wut auf die eigenen Leute hat.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
15 Tage 11 h

treffend formuliert.
STF und Schützen wiederholen seit eh und je die 2-3 Phrasen.
Realisierbar sind sie nicht, schon gar nicht ohne Zustimmung der 2. Volksgruppe.
Dieser deutsche Nationalismus bringt gar nichts außer Wählerstimmen der letzten Patridioten.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
15 Tage 5 h

@bon jour…dieser Nationalismus ist ” deutschsprachig “, weil die Wunschheimat keine eigene Sprache hat. Oder wollen die ” Heimatsuchenden ” zu Deutschland ? Doch wohl eher nicht, wer will schon DEITSCHER / DAITSCHER sein !!

MaxAusDenAlpen
16 Tage 51 Min
Toller Kommentar. Wie immer in dieser Rubrik *Ende” Sarkasmus*.. sooo weichgespült und sooo vernünftig. Unser ganzes Land ist sooo wahnsinnig vernünftig und besonnen. Bloss ned um die Ecke denken und ja nicht den Anschein erwecken, dass man mal das Hirn einschalten sollte. Das schlimmste wäre, wenn man als Rechts eingestuft würde und zu den bösen “Patrioten” gezählt würde. Die Schützen und die STF & friends sind zwar wirklich manchmal etwas reaktionär, dennoch repräsentieren sie einen Teil des Landes und es gibt mehr “Patrioten” als man denkt, in vielen verschiedenen Ausprägungen. Man muss Italien nicht hassen um der Meinung zu sein,… Weiterlesen »
Sun
Sun
Superredner
16 Tage 1 h

KA scheint zu vergessen, dass in einem vereinten Europa es  keine Möglichkeit geben dürfte, an Grenzen zu rütteln, weil sie gar nicht existieren sollten. Trotzdem werden Grenzen je nach Lust und Geschäftslaune geschlossen.
Es scheint so, als würde jeder Staat seinen  persönlichen , weniger gefährlichen Virus besitzen.
Nein, nicht die Schützen rütteln an Grenzen, sondern die Politik!

Martinus
Martinus
Grünschnabel
15 Tage 15 h

Der Südtirol News Redakteur hat es wiedermal treffend formuliert.
Die Schützen und die STF klammern sich an jeden Strohalm um ihr Ziel zu verwirklichen und nehmen dafür vieles in Kauf. Ein Blick in die Geschichte würde genügen um zu sehen wohin der Nationalismus oder vor allem deutschnationale Gesinnung geführt haben. Nämlich das es Deutsche in Schlesien, Ostpreussen, im Sudentenland , im Elsass und noch in einigen anderen Ländern gar nicht mehr gibt. Denn diese Deutsche wurden von ihrer angestammten Heimat vertrieben und zum Teil auch ermordet!

Alter Hase
Alter Hase
Grünschnabel
15 Tage 23 h
Träumen darf man. Aber die Realität sieht anders aus. Der Pariser Vertrag von 1946 gilt als Anerkennung der Grenzen zwischen Österreich und Italien, und schaffte für Grundlage für die Autonomie. Diese Autonomie wurde mit viel Mühe und gutem Willen zu einem Modell für die ganze Welt entwickelt. Den völkerrechtlichen Pariser Vertrag in Frage zu stellen, würde heißen, die Beziehungen zwischen zwei EU Staaten in Frage zu stellen: zwei souveräne Staaten die durch die EU Verträge ihre Beziehung noch einmal verstärkt haben. Wie soll das gehen? Kann sich jemand in Wien oder Rom einen solchen Konflikt leisten? Wer soll das überhaupt… Weiterlesen »
Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
15 Tage 2 h
Hallo nach Südtirol, keine Schützen, keine Herz-Jesu Feuer.. Mir jagt es immer den Schauer über den Rücken wenn ich an Herz-Jesu in Südtirol sein darf und bei Dunkelheit die Bergketten und höchsten Gipfel das Brennen anfangen. Ist eben Traditionspflege und martialische Töne gehören dazu ebenso wie die prächtigen Paraden und das Musikantenspiel. Südtirol ohne Schützen ist undenkbar und ich war damals bei einer hitzigen Forumsdiskussion unbedingt dafür die dürfen ihre Büchsen weiterhin mit in die Kirche schleppen.. Wenn die Schützen in Krisenzeiten Südtirols (und Südtirol hat eine Krise, unbestritten) die Bergfeuer entzünden müssen sie das als Traditionsbewahrer Südtirols sonst könnten… Weiterlesen »
falschauer
14 Tage 8 h

wer nimmt sowas heutzutage noch ernst, die realitätsfremden, nostalgischen träumer, sollten jedoch ruhig ihre freude daran haben

Stolzz
Stolzz
Grünschnabel
15 Tage 10 h
Die “erfolgreiche Ordnung” von 1945 hat ihre Schwächen, das zeigt die aktuelle Corona-Krise. Diese Schwächen sind aber auch der rasanten Entwicklung geschuldet. Obwohl es die “Grenzen” gar nicht mehr geben dürfte, sind sie mehr denn je da. Meine Vision ist ein “Bundesland Südtirol” mit den Schutzmächten Italien und Österreich, aber losgelöst von den jeweiligen Nationalstaaten und eingebettet in das vereinte Europa. Natürlich erfordert das viel Denk-“Arbeit” und es ist einfacher zu sagen, lassen wir alles so wie es ist. Die aktuelle Krise führt uns aber vor Augen, dass einzelne Nationalstaaten den heutigen Anforderungen (Migrationsbewegungen, Klimawandel, um nur 2 zu nennen)… Weiterlesen »
MaxAusDenAlpen
14 Tage 23 h

@Stolzz: Danke für den Gedanken. Mein heimlicher Wunsch ist eine Unabhängigkeit.  ein Staat (nicht Bundesland – das ist zu österreichisch) Südtirol-Sudtirol mit Hauptstadt Bolzano-Bozen-Bulsan/Balsan. Weil wir eher klein sind, etwas wie Andorra mit zwei Garantiestaaten AT und IT. Die Staatsbürger haben einen eigenen Ausweis und international entweder einen Pass von AT oder IT (Bestimmte Umstände erlauben beide). Der Staat ist souverän aber vorerst nur via AT/IT in die EU eingebettet. Später erfolgt Prüfung einer eigenen Mitgliedschaft. Viersprachig (mit Englisch). Traumland.

Kurt
Kurt
Kinig
14 Tage 3 h

… “vergilbten Luftschlössern nachzuhängen…”
Treffende Formulierung mE, aber sollen ruhig ihre Hoffnung haben und Träumen nachhängen, dies tut zumindest ihnen gut 😊

PeterPloner
PeterPloner
Grünschnabel
13 Tage 11 h

Zuallererst sei gesagt: Wo ein Wille, da ein Weg; wo kein Wille, da kein Weg; wenn schon ständig die Meinungsfreiheit verteidigt wird, sollte auch die Meinung der Schützen und der Südtiroler Freiheit geachtet und nicht sofort niedergemacht werden, und gegen genannte Einrichrungen gehetzt werden.

Kurt
Kurt
Kinig
13 Tage 3 h

Loriot: in Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, nur Dumme nach Schuldigen 😊

Lolli78
Lolli78
Grünschnabel
12 Tage 12 h

Aber hallo, der Kurt auf der Seite der Schützen?

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
12 Tage 12 h

@Kurt…👍👍👍..da es von Loriot stammt, darf ich es auch benutzen ?! Möchte es gerne in meine Sammlung aufnehmen

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
12 Tage 10 h

@Lolli78..dazu ein Spruch von “Otto W.” You are heavy in the woodway

Kurt
Kurt
Kinig
12 Tage 7 h

@Lolli78
Deine Interpretation, aber “gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen…” bzw. “gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens… (Fr. SCHILLER, JUNGFRAU V. ORLÉANS) und gebetsmühlenartig dieselbe Leier zu drehen ist mE wenig intelligent, doch wer vermag schon Populisten und Fanaten zu bekehren, ein ausichtsloses Unterfangen 😊

Zogglr
Zogglr
Neuling
14 Tage 10 h

Sell woll, de werdn schu genua Geld ghobt hoben Werbeseitn im NYT zu scholten. Worum demonschtriaren sie net fiar die Südtiroler wos in Integrationskasse sein und ollm nou koa Geld gsegn hoben.

Karl
Karl
Superredner
12 Tage 9 h
Ist der neu gegründete Staat Kosovo von Europa und in Europa geschaffen und akzeptiert also auch ein Luftschloß? Ich denke die einzige Lösung in ganz Europa in dem von fremden Siegermächten einfach Grenzen auf Landkarten gezogen wurden ohne auf die Bewohner und deren Kulturen und Sprachen zu schauen, ist jene alle Grenzen enflich abzuschaffen und ein geeinigtes Europa zu schaffen. Leider sieht man aber dass die sogenannten weitsichtigen Politiker noch weiter davon weg sind als die vom Berichtschreiber so belächelten Schützen. Ich kann diese faulen Ausreden der “neuen Wunden” die natürlich immer nur Tolleranz von uns Südtirolern verlangen schon nicht… Weiterlesen »
Martinus
Martinus
Grünschnabel
12 Tage 4 h

Bei allen Respekt, Südtirol mit dem Kosovo zu vergleichen ist schon allerhand…🤦‍♂️
Ohne dich als Nazi bezeichnen zu wollen wäre dir ein grossdeutscher Staat mit wahrscheinlich Berlin als Hauptstadt am liebsten.
Hier zwischen Etsch und Belt und Maas und Memel könntest du dein Deutschtum am besten ausleben.
Hätte vor 60 Jahren damals der “richtige” gewonnen dann wäre es heute so wie du dir das wünschen würdest…

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
11 Tage 6 h

@Martinus…👍bin selber aus D und froh und glücklich, dass Der !! nicht gewonnen hat

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Grünschnabel
12 Tage 16 h

Internationales Achselzucken? Ich würde eher sagen internationales Interesse!

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