Regierung in Rom bestätigt Kürzung der Leibrenten

Flat tax bringt das Land um 30 Millionen

Samstag, 03. November 2018 | 12:32 Uhr

Bozen – Nach unzähligen Ankündigungen liegt nun der Text der Regierung in Rom schwarz auf weiß vor. Mit dem geplanten Haushaltsgesetz wollen die Lega und die Fünf-Sterne-Bewegung eine Reihe von Neuerungen einführen. Die größte Auswirkung auf Südtirol wird wohl die sogenannte „Flat tax“ haben, wie Techniker der Autonomen Provinz Bozen vermuten.

Laut einem Bericht des Alto Adige hat Rom erste Entwürfe abgemildert. Zunächst war die „Flat tax“ nämlich als lineare Steuer von nur 15 Prozent für alle vorgesehen. Mittlerweile soll sie nur bei Mehrwertsteuernummern und Selbstständigen Anwendung finden, wenn das Einkommen unter 65.000 Euro brutto im Jahr liegt.

Dem Land Südtirol werden dadurch allerdings rund 30 Millionen Euro im Jahr durch die Lappen gehen, während die Autonomen Provinz Trient 20 bis 25 Millionen verlieren wird. Weil der steuerlich Ertrag insgesamt abnimmt und das Land neun Zehntel der Steuereinnahmen vom Staat zurückerhält, bleibt für die öffentliche Verwaltung weniger übrig.

Ursprünglich rechnete man beim Land mit einem Verlust von rund 150 Millionen Euro. Diese Zahl wurde nun doch deutlich reduziert. Trotzdem wird sich die neue Landesregierung mit dem gekürzten Haushalt befassen müssen.

Weitere Kapitel des Manövers der römischen Regierung beinhalten für Südtirol hingegen keine Überraschungen. Artikel 63, der die Finanzen zwischen Staat und Sonderautonomien regelt, sieht vor, dass alle autonomen Regionen Abkommen abschließen müssen, in denen ihr Beitrag zur Sanierung des Staatsdefizits festgeschrieben ist.

Aufgrund des „Pakts von Rom“ sind die Autonomen Provinzen Bozen und Trient nicht im Artikel aufgelistet. Der Beitrag, den beide Länder bis zum Jahr 2023 leisten, wurde bereits definiert.

Den anderen autonomen Regionen bleibt bis zum 31. März 2019 Zeit, um eine ähnliche Regelung abzuschließen. Sollte kein Übereinkommen gefunden werden, sieht das Haushaltsgesetz vor, dass Sizilien dem Staat jährlich eine Milliarde Euro überweist, bei Aosta sind es 123 Millionen im Jahr 2019 und 103 Millionen in den Jahren 2020 und 2021, während von Sardinien 536 Millionen pro Jahr verlangt werden. Friaul-Julisch Venetien soll hingegen 716 Millionen im Jahr 2019 und 836 Millionen Euro in den beiden darauffolgenden Jahren zahlen.

Das Haushaltsgesetz der italienischen Regierung bestätigt übrigens auch die Kürzung der Leibrenten. In unserer Region wurde eine Abschaffung der Leibrenten bereits verabschiedet. Im Jahr 2014 wurden mit einer weiteren Reform die Zahlungen an die ehemaligen Regionalratsabgeordneten um rund 20 Prozent gekürzt. Weil dagegen mehrere Altmandatare Rekurs eingereicht haben, wird nun ein Urteil des Verfassungsgerichts erwartet.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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44 Kommentare auf "Flat tax bringt das Land um 30 Millionen"


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michaelp
michaelp
Grünschnabel
10 Tage 15 h

Das Land soll einfach weniger externe Berater beauftragen, dann geht sich das schon aus (für die bleiben dann immer noch 70 Mio übrig) und keiner wirds spüren

Staenkerer
10 Tage 13 h

tjo, sell werd sich kaum negativ auswirkn, wenn man de zuaständ der sanität und SAD betrochtet, de se teotz der extrateuern auswertigen berater hingekrieg hobn …..

Tabernakel
10 Tage 4 h

Wo hast Du die Zahl her? Quelle bitte benennen.

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
10 Tage 14 h

Wenn jemand steuerlich entlastet werden soll dann die Arbeitnehmer. Sie sind die am meisten Steuerlast tragen ohne Abschreibungen und Schlupfwinkel nutzen zu können.

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
10 Tage 13 h

Die Leibrentn kearn net gekürzt, sondern total obgschoffn !
……gel Onorevoli….. !

felixklaus
felixklaus
Tratscher
10 Tage 13 h

Dann werden nächste jahr auf einmal einige selbstständige nicht mehr wie 65.000€ brutto verdienen

ikke
ikke
Tratscher
10 Tage 7 h

Ich glaube die Selbsständigen mit mehr als 65.000€ Einkommen kann man auch Heute schon mit einer Hand abzählen!!!

felixklaus
felixklaus
Tratscher
10 Tage 6 h

@ikke selbstständige mit einen einkommen von 65.000€ BRUTTO ?

cooler Typ
cooler Typ
Tratscher
10 Tage 6 h

@ikke da wird so mancher Bauer dumm auf seine Äpfel schauen

Tabernakel
10 Tage 4 h

@felixklaus Wieviel ist dad denn genau Brutto vom Netto?

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
10 Tage 14 h

Diese 30 Millionen die im ersten Moment dem Land durch die Lappen gehen kommen später wieder durch die Mehrwertssteuer zurück. Hat der Bürger mehr Netto vom Brutto kann er mehr ausgeben und durch Käufe werden wieder Steuern abgeführt.
Geld horten macht aktuell wahrscheinlich niemand mehr (nicht mit den aktuellen Zinsen), es wird konsumiert und das verdiente Geld ausgegeben.
Die Flat-Tax ist eine Win-Win Situation: der Bürger hat mehr Geld in der Tasche gibt es aus und ist glücklicher.

tim rossi
tim rossi
Tratscher
10 Tage 11 h

ginau. und a wenna amo net ausgib konn da bùrger amo a tippl mea in sock hom und awi spoung.

Tabernakel
10 Tage 4 h

Bei der Schwarzarbeit in Südtirol kommt nichts zurück.

Rechner
Rechner
Superredner
10 Tage 11 h

Mir geht die neu Tax gut. Ich spar mir ein paar tausender. Generell ist die Flat Tax eine totale Verarsche der breiten Bevölkerung. Die Armen bekommen nichts, die Mittelschicht fast nichts und die Oberschicht streicht richtig ein.
Last es euch von einem Steuerberater erklären.
Aber ich lese ja oft die Beste Regierung die wir je hatten😂😂😉

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
10 Tage 5 h

@Rechner
Mit „lächerlichen“ 65.000€ Brutto gehört man ganz bestimmt nicht zur Oberschicht! 😂
Das ist die Mittelschicht.

Mistermah
Mistermah
Kinig
10 Tage 5 h

Mm 65000 brutto heißt vor steuern bei Freiberufler oder? Sind netto um die 42000€. Monatlich 3500€. Wo ist dann die unterschicht??? Unter 2000?? Es gibt in südtirol 12745 über 75000€ und 115100 (25%) unter 10000€. Also unter 2000€ monatlich liegt so ca die Hälfte. So gut geht es uns also. 50% in der Unterschicht!

traktor
traktor
Universalgelehrter
10 Tage 14 h

alle arbeiter die lohnabhänhig sind kommen sich jetzt verarscht vor. die verlierer sind wieder die arbeiter.
pfui. wenigstens nettoeinkommen unter 1600€ sollten in den genuss kommen

tim rossi
tim rossi
Tratscher
10 Tage 14 h

i vosteh is problem net. i bin gegn die Lega Populischtn, ollgemoan gsog, obo des isch a gùita idee. is lond sòtt endlich amo hausholtn leang! wieniga steuer isch a segn in den lond wou olls lamme niedo vowoltit wescht, sùdtirol koan ausnohme.

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
10 Tage 12 h

Gib dr vollkommen recht!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
10 Tage 13 h

was ist mit dem Kampf der Steuerhinterziehung?!?

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
10 Tage 6 h

Das (Flat-Tax) wäre bereits eine Vorbeugung der Schattenwirtschaft. Warum sollte ich das Risiko eingehen und Steuern hinterziehen wenn der Staat nicht die Hälfte, sondern nur 15% meines erarbeiteten Geldess mir wegnimmt?

ma che
ma che
Grünschnabel
10 Tage 12 h

Das Land rechnet mal wieder falsch, aber das ist ja nichts neues!
Denn wenn die Leute weniger Steuern zahlen müssen, bleibt ihnen mehr zum Ausgeben, wodurch wiederum mehr Steuern eingenommen werden.

ischwollwohr
ischwollwohr
Grünschnabel
10 Tage 13 h

Das Land erhebt auch am meisten Steuern auf den Sprit.
Also nicht immer jammern.
Wir werden überall gemolken und wenn das Land jetzt Mal was abgeben muss, so ist das auch nicht schlimm
Wenn uns hingegen ein € mehr bleibt, so können wir den auch mehr ausgeben und den Wirtschaftskreislauf wieder ankurbeln.

Spamblocker
Spamblocker
Grünschnabel
10 Tage 10 h

Di Maio kennt sich aus und weiß wo die Katze den Schwanz hat

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
10 Tage 9 h

😂😂😂

OrB
OrB
Universalgelehrter
9 Tage 18 h

🙈🙈🙈

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
10 Tage 14 h

um 20% gekürzt, dieser ewige Zirkus ist einfach nur zum Lachen  und nicht genug des Guten hatte man sogar noch “la faccia tosta” dagegen Rekurs einzureichen.Was wartet die neue Regierung auch hier diesen Sau….. einmal und für immer definitiv aufzuräumen

AAA
AAA
Grünschnabel
10 Tage 6 h

und insere SVP strategen hom ins um 10 millionen oder mehr gebracht. Mit di illegalen ungerechtfertigten und skandalösen rentenvorauszohlungen. wieso hert man sam nix mehr???

Sag mal
Sag mal
Kinig
9 Tage 20 h

sah man an diesen Wahlen wieder mal. Den Gewissen-Alles vergessen .

moler
moler
Tratscher
10 Tage 10 h

und die mehrwertssteuer bald auf 25%…….

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
10 Tage 5 h

Das waren aber die PD! Die Linken (Monti, Letta, Renzi und Genossen) hatten den Geistesblitz die MwSt. quasi über Nacht um 2% zu erhöhen. Zugegeben war es Etappenweise, macht es aber auch nicht besser.

Johannes
Johannes
Grünschnabel
10 Tage 6 h

Der Anfang vom Ende!!!!!

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
10 Tage 5 h

Ja das Ende vom Geldrauben ehrlich arbeitender Bürger. 65.000€ und mehr fallen nicht vom Baum runter und müssen hart erarbeitet werden. 40 Stunden Woche, 13./14. Monatsgehalt und bezahlten Urlaub gibts es bei Freiberuflern und Unternehmern nicht!

maxi
maxi
Grünschnabel
10 Tage 9 h

Die Aufgabe von Regierungen ist es, die Voraussetzungen zu schaffen damit die Bürger arbeiten können. Es muss aufhören, dass Politiker Unternehmer spielen, es muss aufhören alles zu besteuern damit die aufgeblasene Bürokratie erhalten werden kann. Wenn das Gelb beim Bürger bleibt bekommt er wieder Freude zum arbeiten und allen geht es besser.

Schreibabundzu
Schreibabundzu
Grünschnabel
10 Tage 14 h

Mol schugn wio long es de flat tax gibt

Volt313
Volt313
Neuling
10 Tage 14 h

Sizilien Gelder abziehen, aber auf anderer Seite dann Wirtschaftsförderungen erhalten. Ist ja wie bei Monopoly.

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
10 Tage 7 h

also Mindestlohn für Schwarzkassierer und Steuerhinterzieher?

berthu
berthu
Superredner
10 Tage 6 h

Nein, nur keine Fixe Steuer voraus laut Sektorstudien! Die dann erst mal verdient werden muß. Bis dahin kann keiner Schwarzkassieren-ist alles vorausversteuert! Ohne Rechnung fehlt sogar die Steuereinnahme! Und so viele Sparten sind falsch und zu hoch klassifiziert. Und woher bekommt der Kleinunternehmer den Krankenstand, Urlaub und 13.+Abfertigung her? Also keinen Neid, selbst probieren! Bei den Großen schauts anders aus, aber auch die müssen Buggeln!

hoglsturm
hoglsturm
Tratscher
10 Tage 9 h

den monatslohn von die politika ein kleines stück zurückschrauben und in null komma nix sein de millionen wieder ausgeglichen.odo die rentnvorschüssr zurück geben und noa samma wieder im plus

So ist das
So ist das
Superredner
10 Tage 9 h

Weniger verschwenden, einfachste Regel.

joe02
joe02
Tratscher
10 Tage 5 h

Des passiert holt wenn Gscheide mittn geld fa ondere hausn kennen und moanen sie berstian olls!! Zum Schluss werd olls “et so tragisch” dargelegt! Und schian weiter grinsen!!

Supergscheider
Supergscheider
Tratscher
9 Tage 18 h

30 Millionen die denen bleiben die dafür gearbeitet haben und dieses Geld auch wieder ausgeben.
Vielleicht wird Arbeiten so auch wieder attraktiv und kann sogar eine Familie ernähren,was soll daran falsch sein?

FC.Bayern
FC.Bayern
Tratscher
9 Tage 18 h

ach das Arme Südtirol 👎👎👎

Mentar
Mentar
Grünschnabel
9 Tage 17 h

Mehrbelastung statt Entlastung für die Privaten. Gemeindeimmobiliensteuern dürfen (und werden wohl) angehoben werden – die Entlastung über die Einkommensteuer entfällt.

Das macht es noch unattraktiver in Immobilien zum Vermieten zu investieren bzw. belastet indirekt die Mietpreise.

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