Von: mk
Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher hat am 21. Juli die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes im Rahmen ihres offiziellen Besuchs in Südtirol zu einem Gespräch im Landhaus 1 empfangen. Begleitet wurde die Botschafterin von Generalkonsul François Bonet, der Honorarkonsulin von Frankreich in Trient, Maria Emanuela de Abbondi, sowie Florence Alibert, Referentin für Kooperation und kulturelle Zusammenarbeit der Französischen Botschaft.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Entwicklung Südtirols sowie das Modell der Autonomie. Landeshauptmann Kompatscher erläuterte die historischen Grundlagen und die heutige Ausgestaltung der Südtirol-Autonomie, die auf dem Schutz der sprachlichen und kulturellen Vielfalt sowie auf einer weitreichenden Selbstverwaltung des Landes beruht.
Besonders ging der Landeshauptmann auf die laufende Weiterentwicklung des Autonomiestatuts und die jüngst in Rom genehmigte Reform ein. Er unterstrich, dass es bei der Autonomie stets darum gehe, die Zuständigkeiten des Landes an die konkreten Bedürfnisse der Bevölkerung und die besonderen Rahmenbedingungen Südtirols anzupassen.
Die französische Delegation zeigte großes Interesse am Südtiroler Autonomiemodell und an den Erfahrungen des Landes im Umgang mit Vielfalt und regionaler Selbstverwaltung. Der Besuch bot Gelegenheit zu einem offenen Austausch über gemeinsame europäische Herausforderungen sowie über die Bedeutung von Kooperation und Dialog zwischen Regionen und Staaten.
Offizieller Besuch bei Bürgermeister Corrarati
Im Rahmen ihres offiziellen Besuches in Trentino-Südtirol wegen des Festivals Tanz Bozen hat die Botschafterin Frankreichs in Italien, Anne-Marie Descôtes heute dem Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati einen Besuch abgestattet.
Frau Anne-Marie Descôtes ist bereits seit vielen Jahren im Diplomatendienst. Vor ihrer Ernennung zur Botschafterin Frankreichs in Italien war Frau Descôtes von 2022 bis 2026 Generalsekretärin des französischen Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten. Zuvor war sie Botschafterin Frankreichs in Deutschland (20217-2022). Frau Descôtes hat einige hohe Auszeichnungen erhalten, so wurde sie zum Offizier im „Ordre national du Mérite“ und zur Ritterin der Ehrenlegion ernannt.
Das Treffen mit Bürgermeister Corrarati verlief in einer angenehmen Atmosphäre. Frau Descôtes und der Bürgermeister tauschten sich über die europäische Dimension der Stadt Bozen aus und über ihre Besonderheiten in Bezug auf die Sprache und die Kultur. Sie hoffen auf eine künftige engere Zusammenarbeit Südtirols mit Frankreich, insbesondere in den Bereichen Kultur, Forschung, Universität und Innovation.
“Bozen ist ein gutes Beispiel, wie das Zusammenleben verschiedener Sprachen und Kulturen zu einem besonderen Reichtum werden kann.“ erklärte Bürgermeister Corrarati. „Europa ist Teil unserer Identität, und wir sind auch Zukunft darum bemüht, internationale Beziehungen zu pflegen und den Dialog und die Zusammenarbeit zu fördern.“
Der Bürgermeister erklärte Frau Descôtes auch einige der Herausforderungen, die Bozen in nächster Zukunft meistern muss. Es sind dies neue Wohnflächen und bezahlbare Unterkünfte für Studierende und junge Menschen. Auch wird man sich vermehrt darum bemühen, junge Menschen im Land zu halten. Die Sicherheit im Stadtgebiet und die Vorbeugung von Kriminalität sind zwei weitere Themen, an denen die Stadtregierung arbeitet. So hat sie z.B. das Projekt „Nachtökonomie“ gestartet, das von der Freien Universität Bozen begleitet wird. Ein anderes Projekt ist „Bozen Social Park“. Das Ziel dieses Projektes ist es, die Parks der Stadt mit Leben zu füllen und so wieder zu Treffpunkten zu machen.
Nach dem Gespräch wurde Frau Descôtes gebeten, sich im Gästebuch der Stadt Bozen einzutragen. Frau Descôtes ist diesem Wunsch von Bürgermeister Corrarati gerne nachgekommen.




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