Landtag hält an Suspendierungen im Sanitätswesen fest

Freiheitliche: „Südtirol kämpft nicht um sein Gesundheitspersonal“

Mittwoch, 28. Juli 2021 | 18:03 Uhr

Bozen – Während Regionalpräsident Luca Zaia (Lega), die Suspendierung des Gesundheitspersonals in Venetien vorerst ausgesetzt hat, haben SVP und Lega heute einen entsprechenden Antrag der Freiheitlichen abgelehnt. Der freiheitliche Landesparteiobmann Andreas Leiter Reber bezeichnet in einer ersten Stellungnahme das Nein zur Aussetzung der Suspendierungen in den Gesundheits- und Pflegebetrieben angesichts der bereits akuten Personalknappheit als „mut- und verantwortungslos“.

„Im Zuge der Behandlung des Nachtragshaushaltes hätte der Landtag heute ein Zeichen setzten und den drohenden Personalstand im Gesundheitswesen zumindest vorerst abwenden können“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber in einer Aussendung einleitend fest. „In Südtirol sind derzeit etwa 700 Mitarbeiter im Gesundheitsbetrieb aufgrund der herrschenden Impfpflicht von einer Suspendierung bedroht. Erste Entlassungen sind bereits erfolgt. Würde jetzt und in den nächsten Wochen auch nur ein Teil dieser 700 Mitarbeiter im Südtiroler Gesundheits- und Pflegewesen suspendiert werden, so könnten essenzielle Dienste und einige der derzeitigen Strukturen nicht mehr aufrechterhalten werden. Das Gesundheitssystem fliegt uns dann im Herbst nicht wegen Corona sondern wegen der Corona-Maßnahmen um die Ohren“, so Leiter Reber.

„In anderen Regionen ist die Situation mindestens genauso prekär. Diese Sorge hat Luca Zaia, den Präsidenten der Region Venetien dazu bewogen, die derzeitigen Suspendierungen vorerst auszusetzen. Zaia begründet diese Aussetzung mit pragmatischen Gründen, denn zum einen wolle er den durch die Entlassungen verschärften Personalnotstand verzögern und zum anderen möchte er auf eine gemeinsame Vorgehensweise der Regionen warten“, hält der freiheitliche Landtagsabgeordnete fest.

„Südtirol hätte die Möglichkeit wahrnehmen und es der Region Venetien gleichtun sollen, denn jede Aufschiebung der Entlassungen ist essentiell hilfreich: Zum einen kann die Impfrate laufend gesteigert werden und vielleicht stehen uns bereits in wenigen Monate neue Medikamente zur Behandlung von Corona-Patienten zur Verfügung, was eine Neubewertung der derzeitigen Impflicht mit sich bringt“, so Leiter Reber abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

9 Kommentare auf "Freiheitliche: „Südtirol kämpft nicht um sein Gesundheitspersonal“"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Hoilala
Hoilala
Neuling
1 Monat 24 Tage

Bravo an die Landesregierung, dass sie in dieser Hinsicht nicht nachgeben.

Oracle
Oracle
Superredner
1 Monat 24 Tage

… was verzapfen die Blauen da wieder? Die Priorität ist diejenigen zu schützen, die ins Krankenhaus müssen und dort nicht von ungeimpften Mitarbeitern mit Corona angesteckt zu werden. Die Blauen unterstützen und verteidigen hier jene, die die Arbeitnehmerpflichten hinsichtlich Gesundheit am Arbeitsplatz nicht einhalten wollen. Zum Schämen, dass es im sozialen/sanitären Bereich solche egoistische Personen gibt, die auch noch das Recht haben wollen zu tun, was sie wollen, obwohl die Gesundheit ein Grundrecht ist und da die einzelne Freiheit auch seine Grenzen hat. Die Landesregierung hat im Unterschied zu den Blauen das Allgemeinwohl vor Augen ….

Netts
Netts
Neuling
1 Monat 19 Tage

Impfung ist keine Sicherheit, andere nicht mit dem Virus anzustecken! Impfung bewirkt lediglich einen mildern Verlauf.. also nutzt es gar nix gesunde arbeitende Kräfte zu suspendieren, wenn so schon überall Not am Mann /an der Frau ist.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 24 Tage

Südtirol hat schon vor Covid aufgehört den Patienten gerecht zu werden! Ein Gesundheitssystem zum schämen, wo dauernd das nötige Geld gestrichen wurde.Wo vor allem ältere Leute ohne ordentliche Vorsorge sind.

Krotile
Krotile
Superredner
1 Monat 23 Tage
Trina1 – was verzapfst du für einen Blödsinn?!  in meiner Familie gibt es so einige “ältere Leute” die sogar sehr ordentlich versorgt und umsorgt werden! Vorsorgeuntersuchungen funktionieren super, gibt es zwischendurch ein gesundheitliches Problem, wird noch am selben Tag im KH untersucht, der Hausarzt kommt 1x wöchentlich ins Haus, Pflegegeld, Zivilinvalidität und und und …. du hast wohl nichts mit älteren Menschen zu tun!    Wo es krankt, kann ich dir inzwischen genau sagen:   für einen Invaliden musste ich kürzlich im KH den verschriebenen Rollator abholen – DREI KH-Angestellte waren dafür nötig! Ein Arzt, der mir den Schein abgenommen hat,… Weiterlesen »
Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

@Krotile wie nimmst du dir das Recht zu sagen ich hätte mit älteren Menschen nichts zu tun.Es kommen unvorherbare Situationen wo zu Hause eine Pflege nicht möglich ist! Solltest du freie Plätze in Strukturen wissen lasse ich mich gerne von dir belehren! Und ein wenig mehr Anstand würde dir auch nicht schaden. Dazu ist es nie zu spät.

Staenkerer
1 Monat 24 Tage

jo, jo, wenns um de kronknhäuser und jetz ums personal geat nor isch nix ummer vom kämpfen, sem schupft man de ochseln und zoag noch rom! ober klor es steckt jo koane lobby dahinterum deren kreuzchen man werben muaß!

Netts
Netts
Neuling
1 Monat 19 Tage

Sie sägen am Ast wo sie obensitzen…

limbo
limbo
Grünschnabel
1 Monat 17 Tage

Ich hätte da einen tollen Vorschlag .
Unsere lieben Politiker könnten doch das Geld was Sie jetzt mehr verdienen, dazu verwenden die lieben Herren und Damen besser aufzuklären damit sie sich impfen lassen.
Oder noch besser die teils prekären Zustände ,Abläufe zu verbessern vereinfachen,
das würde die Arbeitsmoral anheben und somit auch die Bereitschaft sich impfen zu lassen!

wpDiscuz