Von: mk
Bozen – Wie viele Fremdenführerinnen und Fremdenführer in Südtirol tätig sind und wie sich der Berufsstand entwickelt hat, ist Gegenstand einer aktuellen Landtagsanfrage des Team K. Wie aus der Beantwortung der Anfrage hervorgeht, arbeitet der Funktionsbereich Tourismus mit Hochdruck daran, den Zugang zum Beruf durch neue Befähigungsprüfungen wieder breiter zu ermöglichen.
Derzeit werden die Vorbereitungen für die Fortführung der Befähigungsprüfung intensiv vorangetrieben, die ursprünglich im Jahr 2023 ausgeschrieben worden war und infolge eines Rekurses unterbrochen werden musste. Der Abschluss ist für Juli 2026 vorgesehen. Teilnahmeberechtigt sind die rund 100 Kandidatinnen und Kandidaten, die bereits 2023 zur Prüfung zugelassen worden waren. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für eine weitere Ausschreibung. Diese soll allen Interessierten offenstehen, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.
Landesrat für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus Luis Walcher sieht in der Fortsetzung der laufenden Prüfung und der geplanten neuen Ausschreibung einen wichtigen Schritt für die Stärkung des Berufsstandes: „Fremdenführerinnen und Fremdenführer sind wichtige Botschafter Südtirols. Sie vermitteln Gästen die Geschichte, Kultur und Besonderheiten unseres Landes aus erster Hand. Deshalb legen wir Wert darauf, dass der Zugang zum Beruf auf einer soliden Qualifikation basiert und interessierten Kandidatinnen und Kandidaten regelmäßig offensteht“, betont Walcher.
Insgesamt sind aktuell 384 Fremdenführerinnen und Fremdenführer in Südtirol eingetragen. 238 davon üben ihre Tätigkeit aktiv aus, während etwa 146 als inaktiv gelten, da sie den Tätigkeitsbeginn bislang nicht gemeldet haben. In den vergangenen zehn Jahren haben insgesamt 37 Personen neu mit der Ausübung des Berufs begonnen. Die letzte vollständig abgeschlossene Befähigungsprüfung fand im Jahr 2017 statt. Damals bestanden 25 Kandidatinnen und Kandidaten die Prüfung, 24 von ihnen meldeten anschließend den Tätigkeitsbeginn. Weitere Berufszugänge erfolgten über Anerkennungsverfahren.




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