Landesrätin Pamer zur Halbzeit

“Gemeinsam soziale Zukunft gestalten”

Montag, 13. Juli 2026 | 15:07 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Ort der #halbzeit-Pressekonferenz von Landesrätin Rosmarie Pamer war bewusst gewählt: In der von der Genossenschaft Renovas geführten Landhausbar in Bozen treffen und arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Damit treffen gleich zwei Bereiche zusammen, für die Landesrätin Pamer seit 2,5 Jahren politisch verantwortlich zeichnet: “Die Landhausbar ist ein Beispiel für gelebte Inklusion, denn hier kommen Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen, arbeiten zusammen und das mitten im Zentrum der Landeshauptstadt”, hielt Pamer fest.

Einleitend ging Ressortdirektorin Michela Morandini auf die Herausforderungen ein, an denen im Ressort Sozialer Zusammenhalt, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt seit zweieinhalb Jahren intensiv gearbeitet wird. Dazu zählen der demografische Wandel, der Fachkräftemangel, die gesellschaftliche Diversität, die Finanzierbarkeit und Nachhaltigkeit, die Digitalisierung und eine bürgernahe Verwaltung sowie die Schaffung von Synergien und Vernetzung aller Akteure. “Um gute Lösungen für diese vielfältigen Herausforderungen zu erarbeiten sind neue, innovative Maßnahmen nötig. Daran arbeiten wir, gemeinsam und vernetzt mit zahlreichen Partnern”, unterstrich Morandini.

Für Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen habe man verschiedene Unterstützungsleistungen anheben, die Arbeitsbeschäftigung und -integration aufwerten und die bestehenden Dienste ausbauen können, hielt dazu Landesrätin Pamer fest. Auf der Agenda der nächsten Halbzeit hingegen stehe die Absicherung des Rechtes auf ein individuelles Lebensprojekt, es werde zudem – gemeinsam mit dem Bereich Gesundheit – an einem neuen Konzept für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen gearbeitet, die Genehmigung der Leitlinien zu den Abhängigkeitserkrankungen 2026 – 2036 sei ein weiterer thematischer Schwerpunkt. “Das Motto, nach dem wir arbeiten ist, dass immer der Mensch im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht. Denn es gilt gemeinsam soziale Zukunft zu gestalten”, sagte die Landesrätin.

Familien und Senioren im Fokus
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Unter das Motto “Gemeinsam soziale Zukunft gestalten” stellte Landesrätin Rosmarie Pamer ihre #halbzeit-Pressekonferenz am 13. Juli in Bozen. Dies gelte auch für die Bereiche Familie, Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion.

Verbesserungen für Familien habe es unter anderem durch die Weiterentwicklung der Familienleistungen, den Ausbau der Kleinkindbetreuung oder die Neuorganisation der Sommerbetreuung gegeben. “Wir haben in diesen zweieinhalb Jahren unter anderem die Beiträge für den Unterhaltsvorschuss sowie das Landeskindergeld erhöht, bei der Kleinkindbetreuung haben wir mittlerweile eine Betreuungsquote von 40 Prozent erreicht”, hielt die Familienlandesrätin dazu fest. Mit der Leistung “Begleitetes Wohnen für Familien mit Migrationshintergrund“ laufe gerade eine bedeutende Maßnahme zur Inklusion an, zudem nannte die Landesrätin die Stärkung der Rechte von Betroffenen von sexualisierter Gewalt als wichtige Errungenschaft der ersten Legislaturhalbzeit. In diesen Bereichen arbeite man nun weiter am Ausbau der Kleinkind- und der Sommerbetreuung, an einem Maßnahmenpaket zur Corona-Aufarbeitung, an der Umsetzung der Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt und an einer Überarbeitung des Dekretes 30/2000, mit dem die unterschiedlichen Leistungen der finanziellen Sozialhilfe in Südtirol weiterentwickelt werden sollen. “Gute Lösungen entstehen immer gemeinsam”, zeigte sich die Landesrätin überzeugt.

Auch im Bereich der Senioren, deren Betreuung und Pflege sei in den vergangenen 2,5 Jahren intensiv gearbeitet worden: Dazu zählt laut Landesrätin Pamer der Ausbau der ambulanten, teilstationären und stationären Angebote und die Unterstützung pflegender Angehöriger, es konnte die Attraktivität der Pflege- und Betreuungsberufe gesteigert werden, man habe ein Maßnahmenpaket zum Abbau der Wartezeiten bei der Pflegeeinstufung erarbeitet, die Pflegeeinstufung selbst bezeichnete die Landesrätin als “einen Bereich, an dem es konsequent weiterzuarbeiten gilt.” Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren können auf eine zusätzliche Unterstützungsleistung zurückgreifen, zudem konnten die Rechte der älteren Generation gestärkt werden. Gearbeitet werde derzeit an den Kriterien für die Kompetenzzentren Demenz, an einer Erhöhung der Beiträge zur rentenmäßigen Absicherung der Pflegezeiten, an einer Weiterentwicklung der Unterstützungsleistung 65+ sowie am Zukunftsthema Digitalisierung und KI in Pflege und Betreuung. “Es geht darum auszuloten, wo eine Unterstützung für die Pflegekräfte sinnvoll ist. Das Potential in diesem Bereich ist vorhanden, nun gilt es dies gut zu nutzen”, sagte Pamer.

Ehrenamt und Genossenschaften
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Abgesehen von den Bereichen Sozialer Zusammenhalt sowie Familie und Senioren zählen auch die Bereiche Ehrenamt und Genossenschaften zu den politischen Zuständigkeiten von Landesrätin Rosmarie Pamer. Im Rahmen ihrer #halbzeit-Pressekonferenz am 13. Juli sagte die Landesrätin, dass beide Bereiche “Eigenverantwortung, Solidarität und gemeinsames Handeln in den Fokus stellen.”

Zu jenen Punkten, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren konsequent und zielstrebig verfolgt wurden, zählt das neue Landesgesetz zum Ehrenamt, das im Sommer 2025 im Südtiroler Landtag verabschiedet wurde. An einer entsprechenden Durchführungsverordnung wird bereits gearbeitet, selbes gelte für die Einführung des Landesverzeichnisses, informierte Landesrätin Pamer.

Intensive Arbeit wurde auch im Zusammenhang mit der Mitplanung und Mitgestaltung (Co-programmazione/Co-progettazione) geleistet: für diese neuen Instrumente der Zusammenarbeit von Verwaltung und Organisationen des Dritten Sektors wurden eigene Leitlinien erarbeitet. Generell wurde der dritte Sektor weiter gestärkt, vor allem durch die Aufwertung des Amtes für Freiwilligenwesen und Solidarität sowie durch das Dienstleistungszentrum Ehrenamt.

Eines der Vorhaben der nächsten zweieinhalb Jahre ist die Überarbeitung der Kriterien der Entwicklungszusammenarbeit, um diesen wichtigen Bereich besser und zielgerichteter unterstützen zu können. “Viele Südtiroler Vereine setzen tolle, auf die Bedürfnisse vor Ort ausgerichtete Projekte um, davon konnte ich mich selbst bei meiner Reise nach Uganda überzeugen”, hielt Landesrätin Pamer fest. Die Reise habe gezeigt, dass Investitionen in diesem Bereich dort ankommen, wo sie am notwendigsten gebraucht werden.

Im Bereich der Genossenschaften wurden die Beitragskriterien überarbeitet. Um das Genossenschaftswesen in Südtirol weiter aufzuwerten, wird an einem Ausbau der bereits bestehenden Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für das Management von Genossenschaften an der Freien Universität Bozen gearbeitet.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren habe sie bereits Termine in 103 der 116 Südtiroler Gemeinden wahrgenommen, an 136 Sitzungen der Landesregierung teilgenommen, 178 Aktuelle Fragestunden und 167 Landtagsanfragen beantwortet sowie 4 Landesgesetze (mit-)eingebracht. “Eine starke Gesellschaft entsteht durch partnerschaftliche Zusammenarbeit, mit geteilter Verantwortung und gemeinsamen Zielen. Darum setze ich mich auch weiterhin dafür ein, gemeinsam soziale Zukunft zu gestalten”, zog Landesrätin Rosmarie Pamer Bilanz.

Bezirk: Bozen

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