LH Kompatscher zufrieden mit der Wahlbeteiligung

“Gutes Zeichen für Demokratie”

Montag, 21. September 2020 | 18:14 Uhr

Bozen – 65,4 Prozent der Südtiroler Wahlberechtigten haben sich an den Gemeindewahlen beteiligt, die um 15.00 Uhr zu Ende gegangen sind. LH Kompatscher: “Erfreuliches Zeichen für Demokratie in Corona-Zeiten.”

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie waren in Südtirol die Wählerinnen und Wähler zur Stimmabgabe gerufen: Nach zwei Wahltagen sind die Gemeindewahlen in 113 von 116 Gemeinden um 15.00 Uhr zu Ende gegangen – gemeinsam mit dem staatlichen Verfassungsreferendum, das natürlich auch in allen Südtiroler Gemeinden abgehalten wurde. Mit 65,4 Prozent lag die Wahlbeteiligung bei den Gemeindewahlen in Südtirol nahezu gleich hoch wie vor fünf Jahren, am 10. Mai 2015 (66,4 Prozent). Insgesamt haben 270.466 von 413.570 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, davon 138.494 Frauen und 131.972 Männner. Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete Waidbruck mit 84.14 Prozent, am wenigsten Wähler haben mit 50,3 Prozent in Taufers im Münstertal ihre Stimme abgegeben.

Landeshauptmann Arno Kompatscher bewertet den Wahlgang unter den besonderen Vorzeichen, die sich heuer aufgrund der erschwerenden Vorkehrungen gegen die Verbreitung des Coronavirus ergeben hatten: “Das Interesse der Bevölkerung an der Demokratie ist konstant hoch geblieben. Dies sei durchaus erfreulich.” Natürlich wünsche man sich als politisch Verantwortlicher immer eine möglichst hohe Wahlbeteiligung. “Aber angesichts der Tatsache, dass die Tendenz zu den Urnen europaweit langfristig gesunken ist und angesichts der verständlichen Vorsicht vor Covid-19 werte ich dieses Ergebnis doch als lebendiges Zeichen: Unsere Bevölkerung will mitbestimmen, wer in ihrer Gemeinde die Entscheidungen über das Stadt- und Dorfleben trifft”, sagt der Landeshauptmann in einer ersten Reaktion.

In allen Gemeinden liegt die Wahlbeteiligung über 50 Prozent, somit auch in jenen, in denen sich nur eine Liste der Wahl gestellt hatte. Auch das ist für Landeshauptmann Kompatscher ein Grund zur Freude: “Die Bürgerinnen und Bürger haben überall eine kommissarische Verwaltung vermieden. Damit verfügen alle Gemeinden über einen demokratisch legitimierten Gemeinderat und Bürgermeister.”

Ein Lob richtet Landeshauptmann Kompatscher schließlich an alle Organisatoren und Beteiligten: “Eine Wahl lässt sich nur organisieren, wenn viele Kräfte mitwirken.” Die Gemeindeverwaltungen, die vielen Freiwilligen, die Wahlkommissionen und Ordnungskräfte, und nicht zuletzt auch die Wahlwerbenden selbst: “Alle mussten mit außerordentlichen Bedingungen zurechtkommen. Trotzdem ist alles geordnet und störungsfrei verlaufen; es sind keine Zwischenfälle bekannt” fasst der Landeshauptmann zusammen: “Auch das ist ein gutes Zeichen für das Verständnis von Demokratie in unserem Land.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "“Gutes Zeichen für Demokratie”"


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hundeseele
hundeseele
Superredner
1 Monat 3 Tage

Als Bürgermeister wähle ich den Menschen! …..nicht die Partei!!!

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
1 Monat 3 Tage

… haha 33%= haben nicht gewählt.. aber man kann sich alles gut reden

sepp2
sepp2
Superredner
1 Monat 3 Tage

ich kann keinen Menschen wählen der bei einer Partei kandidiert die ich nicht mag. Dadurch mag ich auch den Menschen nicht.

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Aber er steht dann für eine Partei, die ich nicht schätze und handelt nach deren Weisungen. Ein Widerspruch.
Dass der LH zufrieden ist, na ja, was sollte er denn sagen.

Gscheida
Gscheida
Tratscher
1 Monat 3 Tage

@hundeseele
GENAU DEINER MEINUNG!
Aber ich kann die altbekannten Leiern schon hören: “Wir haben so und so viele Bürgermeistersessel zurückgewonnen” SCHMARRN!!! Ich als Wähler wähle Köpfe, keine Partei – wenn es um unsere Gemeinde geht!

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Schaut mal nach Süden , die Lega machts vor, bey,bey Conte .

falschauer
1 Monat 3 Tage

das gegenteil ist der fall, conte sitzt nun fester im sessel denn je

Karl
Karl
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Ach ja??? Wenn man von 20 Regionen nur in 5 regiert sitz man also fest im Sattel? Das übliche schönreden nach den Wahlen beginnt. Aber wir werden ja sehen wie lange es die Grillen und der Graf an der Spitze des pleite gehenden Staates noch aushalten? Nicht dass ich die Melone und den Papeetepolitiker kaum erwarten kann , den Südtirol hat sowieso nur die Wahl zwischen mit Conte die Cholera und mit den Faschisten die schwarze Pest. Aber Gott sei Dank geht es uns ja soooo gut bei Italien.

stefan
stefan
Neuling
1 Monat 3 Tage

60% isch nit a gutes zeichen für die demokratie

LouterStyle
LouterStyle
Tratscher
1 Monat 3 Tage

sig i a aso… hoast a gleichzeitig, dass a toal va di bürger net woas wen wählen…

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

Die Schweizer freuen sich über 30%.

wouxune
wouxune
Superredner
1 Monat 3 Tage

Bol a is Ergebnis siecht werd er nimma so zufrieden sein…😊😊😊

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

wia oft isch hel schun gsog worden.. i glab du wersch hem nimmer lochen wia iaz 😂

@
@
Superredner
1 Monat 3 Tage

@So sig holt is
Man muss jetzt abwarten,wie viele weiße und ungültige Stimmen in den einzelnen Gemeinden sind. Ich kann mir gut vorstellen ,dass in Gemeinden mit nur einer Partei und einem Bürgermeisterkandidaten weder Partei noch BM 50% der Wahlberechtigten erreichen.Das legitimiert sie zwar,ist aber demokratiepolitisch sehr bedenklich.

koyote
koyote
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Demokratie isch, wenn i va voschiedna Parteien Personen wähl konn wos i für kompetent holt und nett olla va do gleich Partei
Amen

Ludwig11
Ludwig11
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Hoffentlich kann der LH auch nach der Stimmenauszählung wie gewohnt lächeln. ❌😉

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

1. Wos soll er sisch a sogn .
2. Ischer mitn Referendum, a zufriedn .

Fungizid
Fungizid
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Naja wenn man sich manche gemeinden ansieht wäre ich nicht so zu frieden…

xXx
xXx
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Einige Gemeinden mit nur einer Partei haben gerademal so die 50% Hürde überschritten. Ganz nach dem Motto: auch nicht Wählen ist eine Form von Demokratie.

nachgedacht
nachgedacht
Tratscher
1 Monat 3 Tage

🤔 und wie verlief die schattenwahl? interessiert anscheinend keinen wie unsre zukunft das ganze sieht… 🙈

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

i sieh eine europaweite diktatur in der coronazeit kuane demokratie mear.

NigeriaJohn
NigeriaJohn
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Mal schaun, ob er mit dem Ergebnis auch zufrieden ist?

Gscheida
Gscheida
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!
Ich schätze mal, dass Sie dieses Wahlergebnis als Sieg für die SVP sehen!
Ich kann Ihnen aber sagen, dass in den Gemeinden die Wähler Köpfe wählen, welche ihnen zusagen. Da ist die Partei zweitrangig! Ich würde mir auf dieses Ergebnis nicht all zu große Hoffnungen auf die Landtagswahlen machen! Denn da sieht die Sache ganz anders aus!

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