Von: apa
Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris hat scharfe Kritik am Iran-Krieg und dem von US-Präsident Donald Trump verkündeten Deal geübt. “Was auch immer verhandelt wurde, der Präsident wird sich zum Sieger erklären, aber wir werden dort landen, wo wir nach dem JCPOA waren”, sagte sie am Dienstag beim Austrian World Summit in der Wiener Hofburg mit Blick auf den Iran-Atomdeal 2015, aus dem Trump ausgestiegen war. Als Präsidentin hätte sie diesen Krieg nicht begonnen, stellte sie klar.
“Auf keinen Fall”, sagte Harris unter dem Applaus im vollen Konferenzsaal der Wiener Hofburg auf eine entsprechende Frage. Der Krieg sei nämlich der “Selbstgefälligkeit” des Amtsinhabers geschuldet, und ein reiner “Krieg der Wahl”, bestritt die demokratische Politikerin jegliche politische Notwendigkeit des Waffenganges. Harris war für eine Diskussion mit dem Gründer des Austrian World Summit (AWS), Arnold Schwarzenegger, nach Wien gekommen.
Wegen der gestiegenen Treibstoffpreise habe der Krieg den durchschnittlichen US-Amerikaner 500 Dollar (430,78 Euro) an zusätzlichen Ausgaben gekostet, sagte Harris weiter. Dabei sei der US-Durchschnittsbürger “nur 400 Dollar an unerwarteten Ausgaben von der Pleite entfernt”, fügte sie hinzu.
“Keine Zweifel, dass wir die Midterms gewinnen werden”
Harris zeigte sich zuversichtlich, was die Wahlchancen ihrer Demokraten bei der Kongresswahl in den USA im November betrifft. Die aktuelle Regierung sei “die gefühlloseste, korrupteste und inkompetenteste Administration, die es jemals gab”, sagte sie. “Ich habe keine Fragen oder Zweifel, dass wir die Midterms gewinnen werden.” Menschen verschiedenster Hintergründe und Vereinigungen werden nämlich für die oppositionellen Demokraten stimmen. Bei der Wahl im November stehen die aktuellen knappen Mehrheiten der Republikaner Trumps in den beiden Kammern des US-Parlaments auf dem Spiel.
Harris hatte die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren klar gegen Trump verloren, der damals nach einer Abwahl im Duell gegen den Demokraten Joe Biden ein Comeback schaffte. Die Demokratin warb vor dem Wiener Publikum dafür, Trumps Regierung nicht mit dem amerikanischen Volk gleichzusetzen. “2024 stimmte ein Drittel des Wahlvolks für den aktuellen Präsidenten, ein Drittel für uns, und ein Drittel beteiligte sich nicht an der Wahl. Zwei Drittel des amerikanischen Volks stimmten nicht dafür”, sagte sie mit Blick auf die umstrittene Politik Trumps.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen