Von: luk
Bozen – Bei den Gehaltsverhandlungen für die Lehrpersonen der staatlichen Schulen in Südtirol ist ein wichtiger Schritt gelungen. Die Schulgewerkschaften und das Land haben einen Teilvertrag unterzeichnet, der strukturelle Gehaltserhöhungen zwischen 2.000 und 6.000 Euro brutto pro Jahr vorsieht. Die Anpassungen gelten rückwirkend ab Jänner 2026 und richten sich nach der jeweiligen Dienstzeit.
Eine weitere Neuerung betrifft Berufseinsteiger: Lehrkräfte mit einem anerkannten Studienabschluss können ab September 2026 auf Antrag sofort in die höhere Gehaltsstufe für die ersten drei Dienstjahre eingestuft werden.
Für die Umsetzung der Maßnahmen stellt das Land jährlich mehr als 60 Millionen Euro bereit. Bevor die höheren Gehälter jedoch ausbezahlt werden können, muss der Vertrag noch vom Rechnungshof und vom Bildungsministerium geprüft sowie endgültig unterzeichnet und veröffentlicht werden.
Die Gewerkschaft Flc/Cgil bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Kompromiss zwischen der Anerkennung der Arbeit der Lehrpersonen und dem Ziel, den Beruf für junge Menschen attraktiver zu machen. Gleichzeitig verwies sie auf die Unsicherheit durch Inflation und internationale Entwicklungen.
Die Verhandlungen zwischen Land und Gewerkschaften sollen in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Weitere Finanzmittel sind unter anderem für eine Angleichung an das Landespersonal sowie für neue Zulagen für besondere Aufgaben und Funktionen vorgesehen.




Aktuell sind 6 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen