Forderung der Grünen

“Hitzeschutz für Bauarbeiter muss kommen”

Donnerstag, 09. Juli 2026 | 10:33 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Grünen im Südtiroler Landtag fordern einen verbindlichen Hitzeschutz für Arbeiter und Arbeiterinnen auf Südtirols Baustellen.

Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer stellen fest: “Die zunehmenden Hitzewellen stellen eine immer größere Belastung für Menschen dar, die im Freien arbeiten. Besonders betroffen sind die Beschäftigten im Baugewerbe. Sie arbeiten häufig stundenlang unter direkter Sonneneinstrahlung und bei hohen Temperaturen, obwohl die gesundheitlichen Risiken längst bekannt sind. Wir fordern deshalb verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen für Arbeitnehmer und klare Regeln für Baustellen bei extremer Hitze.”

“Es kann nicht sein, dass Menschen bei Temperaturen von über 35 Grad unter der prallen Sonne weiterarbeiten müssen, obwohl dadurch ihre Gesundheit und Sicherheit gefährdet werden. Hitzeschutz am Arbeitsplatz darf keine freiwillige Maßnahme sein, sondern muss durch klare gesetzliche Vorgaben garantiert werden”, so Zeno Oberkofler.

Während andere italienische Regionen wie Venetien, Kampanien und die Emilia-Romagna bereits Regelungen zum Schutz von Beschäftigten bei extremer Hitze eingeführt haben, fehle in Südtirol bislang eine verbindliche landesweite Regelung.

Und weiter: “Das Land soll gemeinsam mit Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und den zuständigen Institutionen verbindliche Hitzeschutzprotokolle für unterschiedliche Berufsgruppen ausarbeiten. Diese sollen konkrete Maßnahmen wie ausreichende Trinkpausen, Beschattung, Anpassungen der Arbeitszeiten und organisatorische Schutzmaßnahmen vorsehen.”

Darüber hinaus fordern die Grünen mit einer Tagesordnung zum Nachtragshaushalt eine Verordnung nach dem Vorbild anderer italienischer Regionen zu erlassen, welche bei Überschreiten eines festgelegten Hitzeschwellenwertes ein Verbot bestimmter Arbeiten im Freien vorsieht.

“Die Klimakrise verändert die Arbeitsbedingungen. Die Zahl und Intensität der Hitzetage nehmen zu, darauf muss auch der Arbeitsschutz reagieren. Niemand darf gezwungen sein, unter Bedingungen zu arbeiten, die ein vermeidbares Gesundheitsrisiko darstellen. Ein moderner Arbeitsschutz muss die Realität der Klimakrise berücksichtigen”, so die Abgeordneten der Grünen Fraktion Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer.

Bezirk: Bozen

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