Appell an die Politik

Hotel Koja-Wiesen in Obermellaun: heimat BBP weiter gegen das Projekt

Freitag, 05. Februar 2021 | 10:56 Uhr

Brixen – Der Verein heimat Brixen/Bressanone/Persenon hat sich in den Jahren 2008/09 durch zahlreiche Schreiben und Protestaktionen gegen den Bau eines 220-Betten Hotels auf den Kojawiesen engagiert – unter anderem mit einer Unterschriftenaktion zusammen mit dem Heimatpflegeverband Südtirol und dem Umweltbund/Legambiente, bei welcher über 2.500 Unterschriften zur Rettung der Koja-Wiesen gesammelt wurden. Auch wurde Rekurs gegen die Ausweisung des Areals als Hotelzone im Bauleitplan am Verwaltungsgericht eingereicht.

heimat BBP

Die Aktionen richteten sich gezielt gegen die Standortwahl des Hotels aus folgenden Gründen, wie der Verein erklärt: „Ein landschaftliches Juwel im Brixner Mittelgebirge wird unwiederbringlich zerstört. Das Hotel belastet das Umfeld durch den Verkehr, die Trinkwasserproblematik und den hohen Energieverbrauch. Das Hotel an diesem Ort ist eine Insellösung, die sich selbst genügt, und hat keinen Einfluss auf das Plose-Skigebiet und die fehlenden Hotelbetten, mit denen der Tourismus auf der Plose gerettet werden sollte.“

Nach über zehn Jahren wollen die Betreiber dieses Hotel mit etwas weniger Betten am gleichen Standort jetzt realisieren – „in einer Zeit, in der sich aufgrund der Covid-Pandemie und der zu erwartenden Klimakrise große Umwälzungen auf allen Ebenen der Gesellschaft anbahnen“, erklärt heimat Brixen/Bressanone/Persenon. Speziell was die Wirtschaft anbelangt, gehe die Tendenz im Tourismus eindeutig hin zu mehr regionalen Wirtschaftskreisläufen, zu “sanften” umweltschonenden und nachhaltigen touristischen Angeboten, zu erhöhter Wertschätzung und Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft als Potenzial speziell für den heimischen Tourismus zusammen mit einer gesunden Landwirtschaft.

Der Tourismus in Brixen und speziell auch auf der Plose habe in den letzten Jahren durch gezielte Angebote und Investitionen einen großen Aufschwung erlebt. „Wir sind immer noch der Meinung, dass dieses Hotel auf den Koja-Wiesen wenig für eine nachhaltige Tourismuswirtschaft in Brixen und die Plose beitragen wird, eine starke Belastung für die Umwelt darstellt durch den Verkehr und den großen Trinkwasserund Energieverbrauch eine unberührte Landschaft unwiederbringlich zerstört“, erklärt der Verein.

Der Verein heimat Brixen/Bressanone/Persenon und der Heimatpflegeverband Südtirol sprechen sich einmal mehr gegen den Bau des Hotels auf den Koja-Wiesen aus. Man fordere die Gemeinde Brixen und die Landesregierung auf, das Hotel an diesem Standort zu verhindern und keine weiteren Maßnahmen zum Bau zu genehmigen. Verwiesen wird dabei auf das Leitbild von Brixen, in dem es heißt: „…Brixen liegt inmitten einer sehr schönen Bergregion…Dieses landschaftliche Erbe zu schützen und zu erhalten, gehört zu den vorrangigen Zielen.“

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

Kommentare

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5 Kommentare auf "Hotel Koja-Wiesen in Obermellaun: heimat BBP weiter gegen das Projekt"


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Herbert01
Herbert01
Grünschnabel
20 Tage 6 h

Diese Vereine sind immer gegen alles. Gegen Hotelbauten, Hofburggarten, Betriebs- und Firmenerweiterungen, Unternehmensneuansiedelunge, neue Seilbahnverbindung Plose usw. Nur, wenn es um ihren Vorteil und Geldbeutel geht, sind sie dafür.

halihalo
halihalo
Superredner
20 Tage 6 h

gerade in dieser Zeit sollten solche Projekte hoffentlich nicht genehmigt werden !unglaublich wer jetzt noch weiter solche Megaprojekte realisieren will , wir haben genug Gästebetten und die Plose ist eh schon ein Lunapark !

Renato1961
Renato1961
Grünschnabel
20 Tage 4 h

Das Projekt muss gekippt werden. Mitten auf der gruenen Wiese, fernab vom Dorfzentrum St.Andrae, von Brixen, von Plose, nur mit Auto zu erreichen.

Eric73
Eric73
Tratscher
20 Tage 4 h

So etwas braucht die Plose gewiss nicht, sie verliert bereits ständig in jener Gegend an an ihrem ursprünglichen Charme, siehe das Wachstum von St.Andrä.
Dort findet allerdings notwendige (?) Wohnbebauung statt.
Bitte keine weitere Bettenburgen!

Opa1950
Opa1950
Tratscher
20 Tage 4 h

Geld regiert die Welt. Und das ist wieder einmal der beste Beweis.

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