Landtagsabgeordneter Franz Locher ist verärgert

„Ich habe eine Frage gestellt und keine Antwort bekommen!“

Dienstag, 08. Oktober 2019 | 19:32 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete und Bauernvertreter Franz Locher (SVP) befürwortet, dass in den öffentlichen Einrichtungen unseres Landes vermehrt regionale Lebensmittel verwendet werden sollen und stellte der Landesregierung die Frage, woher die Lebensmittel, die auf den Tellern unserer Krankenhäuser landen, denn überhaupt herkommen. Jedoch erhält er keine Antwort seitens der Landesregierung. Darüber zeigt sich der Sarner Landtagsabgeordnete verärgert.

„Durch den Konsum von regionalen Lebensmitteln in den öffentlichen Einrichtungen kann das Land einen enormen Einfluss auf die lokale Wirtschaft ausüben. Einheimische Produzenten können bei der Herstellung regionaler Produkte unterstützt werden und die Zukunft dieser kann sichergestellt werden“, so Locher. Woher Milch, Käse, Butter, Eier und Fleisch in den öffentlichen Einrichtungen kommen, fragte der Bauernvertreter die Landesregierung.

LH-Stellvertreter Arnold Schuler beantwortete die Anfrage über die Herkunft der Lebensmittel in den Krankenhäusern und informierte, dass die Einhebung dieser Informationen den Rahmen der Bürokratie sprengen würde und dies Inhalt einer Doktorarbeit eines Studenten wäre. Er erklärte, dass die Agentur für öffentliche Verträge eine neue vierjährige Konvention betreffend Lebensmittel derzeit aktiviere und die Konvention mit den größten Steakholdern der Provinz abgeschlossen werde. Derzeit hat jeder Gesundheitsbezirk separate Verträge für angefragte Produktkategorien. Für sämtliche Produkte z. B für jede einzelne Käsesorte, müsste das Herkunftsland anhand technischer Datenblätter in einer Tabelle eingegeben werden. Die Ausarbeitung und Übermittlung der genannten Daten würde einen enormen Aufwand im Sanitätsbetrieb erfordern. Ebenfalls würden noch keine detaillierten Datenblätter vorliegen und somit könne die Antwort zum heutigen Zeitpunkt nicht gegeben werden. Zudem wies Landesrat Schuler darauf hin, dass Landeshauptmann Arno Kompatscher bereits in enge Absprache mit der Europäischen Kommission eine eigene Initiative gestartet hat, um die Vergaberichtlinien der Europäischen Kommission dahingehend abzuändern, damit zukünftig regionale Lebensmittel in den öffentlichen Einrichtungen verwendet werden.

„Ich hätte mir in jedem Fall eine Antwort erwartet“, so ein sichtlich verärgerter Landtagsabgeordneter Franz Locher. „Die Antwort auf die Frage, wäre ganz einfach. Eine Liste der fünf aufgelisteten Lebensmittel zu erstellen, den Küchenchef der fünf gefragten Krankenhäuser zu fragen, die Daten prüfen und dem Südtiroler Landtag zuzusenden!“

Locher verwies zudem auf das Recht, dass er als Landtagsabgeordneter wohl das Recht habe, zu wissen, was mit den öffentlichen Geldern eingekauft werde. „Die Herkunft der Lebensmittel herauszufinden, dafür brauchen wir kein Doktorat und kein Studium.“ Welche Lebensmittel derzeit in der Küche vorhanden sind, dies verlange jegliche fünf Schreiben, dann wäre die Frage beantwortet,“ meinte Locher. „Und wenn die Landesregierung das nicht kann, so müssen eben wir dies als Abgeordnete zukünftig machen. Das, das ist keine Antwort.“ Schlussendlich sagte er verärgert: „Ich habe eine Frage gestellt und keine Antwort bekommen!“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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wouxune
wouxune
Superredner
1 Monat 29 Tage

Tja… so gehts in Fussvolk a!! Mecht a oft etwas wissen und griag koan Ontwort! Fein gell….

Sellwertschunasosein
Sellwertschunasosein
Grünschnabel
1 Monat 29 Tage

Regional werd schun long niama ingekaft. Lai billig isch wichtig. Und Butter wert wegen Sparmaßnahmen ah koando mehr gekaft.

Gescheide
Gescheide
Tratscher
1 Monat 29 Tage

Ich selbst würde auch lieber regional einkaufen – da gibts aber ein Problem – der Preis… es kostet oft (wenn nicht gar immer) mehr als das doppelte… und das schrecht ab.

flakka
flakka
Tratscher
1 Monat 28 Tage

und i kaf bewusst vieles nimmr regional ( aus südtirol ) ( trient schun )ein, weili nimmr einsig, wieso i für gor olles, wos bei ins do produziert werd a haufen mehr grechnet werden muass. u bitte iez net sogen, die orbeiter verdienen mehr. so viel protz de viele unternehmer hoben, unterstütz i nimmr!
und nicht für unguat…südtirol isch bold so überheblich gworten..schade!!!!

buggler2
buggler2
Grünschnabel
1 Monat 29 Tage

Löcher nit aufregn, du hosch jo dia Londesregieung gwählt.

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
1 Monat 29 Tage

Streichkäse kommt aus Österreich..
Mit rein ital. Beschriftung 😉

Tanne
Tanne
Superredner
1 Monat 29 Tage

@Pyrrhon
So verlangt es das Italienische Gesetz!

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
1 Monat 29 Tage

Ausfahrt Mebo in BZ ist das Unternehmen von Stuffer, das sind Südtiroler.

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
1 Monat 29 Tage

..burro trentino u yogurt cremoso intero del Austria 😀

wiakimpdir4
wiakimpdir4
Tratscher
1 Monat 29 Tage

Do werd der Schuler vermutlich Recht haben, so einfach kann die Frage net beantwortet werden. Vielleicht a bissl naiv oanfoch zu frogen wo die Lebensmittel herkemmen, a bissl eingrenzen hett er schun miassn, nor braucht er sich a net aufregen. A propos, isch der Locher gewählt worden? Hon bis jetzt no bix von ihm gehört, wos genau tuat er?

Savonarola
1 Monat 29 Tage

willkommen in der Partei!!

cooler Typ
cooler Typ
Superredner
1 Monat 28 Tage

Politiker reden viel, aber sagen nichts. Das ist halt so.

Kiki
Kiki
Tratscher
1 Monat 28 Tage

Diese Kunst beherrschen alle Politiker…….. viel und gleichzeitig nichts zu sagen

andr
andr
Universalgelehrter
1 Monat 29 Tage

Vom Discounter herr locher🤪

brunecka
brunecka
Superredner
1 Monat 29 Tage

Mein lieber,so ist das leben!!!

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 29 Tage

Tja so geht es dem einfachen Bürger schon längst. 🤔

herbstscheich
herbstscheich
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

dieses “aufgewärmte” Thema haten wir ja schon – aber schon schlimm genug, wenn er von den eigenen . . . keine Antwort bekommt.

berthu
berthu
Superredner
1 Monat 28 Tage

Die Ausschreibungen mit regionalen Produkten wäre längst schon notwendig und logisch gewesen. Nur verdienen sich da welche eine goldene Nase, wenn das nicht kontrollierbar dargestellt ist.
Die Privathaushalte und die Gastronomie sind da schon viel weiter.
Die Gesundheit wird’s uns danken.

Reitiatz
Reitiatz
Tratscher
1 Monat 28 Tage

Und wenn nix mea geat geamr zu dr zeitung

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