Senatorin Julia Unterberger(SVP) befürwortet Impfpass

„Impfpass könnte Sommertourismus retten“

Mittwoch, 24. Februar 2021 | 20:31 Uhr

Rom/Bozen – „Leider müssen wir weiterhin den Weg der Vorsicht beschreiten: Denn die Varianten des Coronavirus sind eine zusätzliche, ernstzunehmende Bedrohung. Wir wissen derzeit nicht, wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickeln wird.“

Dies betonte Julia Unterberger, Vorsitzende der Autonomiegruppe, heute im Plenum des Senats.

„Wir wissen momentan nur, dass Impfungen der einzige Ausweg sind. Ministerpräsident Mario Draghi hat zu Recht bei seinen europäischen Amtskollegen darauf gedrängt, dass die Pharmaindustrie gezwungen wird die Patente zur Herstellung von Impfstoffen zu veräußern, damit die Produktion gesteigert werden kann. Wir sollten uns auch an Schottland orientieren. Dort wird vorerst nur die erste Dosis an Impfstoffen verabreicht. So konnte ein weitverbreiteter Schutz zumindest gegen die schlimmsten Formen der Krankheit gewährleistet werden.“

Julia Unterberger(SVP), Vorsitzende der Autonomiegruppe

„Betreffend die Wirtschaft sollte Italien daran arbeiten, den Sommertourismus zu retten. Es sollte überlegen die Bemühungen von Griechenland, Spanien, Portugal und Malta zur Einführung eines Corona Impfpasses zu unterstützen.

Auch ein Ausgleich für die Folgen der jüngsten Einschränkungen, sollte so schnell wie möglich erfolgen.“

„Ganz allgemein gilt, dass wir alles tun müssen, um die Öffnung von Grundschulen und Kindergärten sicherzustellen. Denn nur dadurch wird es Eltern und vor allem Müttern ermöglicht, wieder ihrer Arbeit nachgehen zu können.“

„Das Modell der territorialen Differenzierung sollte im Kampf gegen das Virus verstärkt werden: nicht nur von Region zu Region, sondern auch für kleinere Gebiete, in denen ein Anstieg der Infektionen, oder eine Verbreitung von gefährlichen Mutationen verzeichnet wird.“

„Wichtig ist, dass die Regeln immer verhältnismäßig und nachvollziehbar sind. Und dass sie der Bevölkerung mit der richtigen Vorlaufzeit kommuniziert werden. Dies, um Situationen, wie jene in bezug auf den Wintertourismus zu vermeiden, wo es nicht nur zu Umsatzausfällen, infolge der nicht erfolgten Wiederöffnung gekommen ist, sondern auch unnötige Kosten für die beabsichtigte Wiederaufnahme der Aktivitäten angefallen sind.“

„Wir brauchen einen Qualitätssprung bei der Coronapolitik. Und eine umfassende Strategie nicht nur für die nächsten Tage, sondern für die nächsten Monate.“

Von: ka

Bezirk: Bozen

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