Gemeinderatssitzung

Innichen beschließt Maßnahmen für Wohnen, Infrastruktur und Gemeindeentwicklung

Freitag, 19. Juni 2026 | 10:25 Uhr

Von: mk

Innichen – Der Gemeinderat von Innichen hat in seiner Sitzung vom 18. Juni eine Reihe wichtiger Entscheidungen für die zukünftige Entwicklung der Marktgemeinde getroffen. Im Mittelpunkt standen Investitionen in die Infrastruktur, Maßnahmen zur Schaffung leistbaren Wohnraums sowie strategische Weichenstellungen für die langfristige Gemeindeentwicklung.

Mit der Genehmigung einer Änderung des Haushaltsvoranschlags 2026–2028 und der zweiten Anwendung des Verwaltungsüberschusses werden mehrere Projekte vorbereitet und finanziell abgesichert. Vorgesehen sind unter anderem die Erneuerung einzelner Elemente des Skaterparks, die Planung einer Verbindungsstraße zwischen Helmweg und Schattenstraße in Vierschach, die Untersuchung der Verlegung der übergemeindlichen Fahrradroute in Winnebach sowie die Errichtung eines Beachvolleyballfeldes beim Erlebnisbad Acquafun. Darüber hinaus sollen zusätzliche Abfallbehälter mit Verdichtungssystem an stark frequentierten Standorten installiert werden, um die Abfallbewirtschaftung weiter zu verbessern.

Breiten Raum nahm das Thema Wohnen ein. Der Gemeinderat verabschiedete die neue Verordnung zur Zuweisung von Flächen für den geförderten Wohnbau. Damit werden transparente und nachvollziehbare Kriterien geschaffen, um künftig leistbaren Wohnraum für die einheimische Bevölkerung gezielt zu fördern.

Ebenfalls genehmigt wurde die Ausweisung eines neuen Mischgebietes im Norden von Innichen mit einer Fläche von rund 15.500 Quadratmetern. Die neue Wohnbauzone soll Raum für Wohnungen für Ansässige, geförderten Wohnbau und preisgebundene Wohnungen schaffen. Das Projekt wird nun im Rahmen eines Planungswettbewerbs und eines Durchführungsplanes weiterentwickelt.

Ein weiterer wichtiger Beschluss betrifft die Verordnung zur Regelung des Parkens, des Campierens und anderer Formen von Übernachtungen auf öffentlichem Grund. Ziel ist es, die öffentliche Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten sowie eine gerechte Nutzung der öffentlichen Parkflächen sicherzustellen. Campieren und Biwakieren außerhalb der dafür vorgesehenen Camping- und Wohnmobilstellplätze werden künftig untersagt.

Im Bereich der Infrastruktur wurde der Planungsleitfaden für die Realisierung einer geordneten Abwasserentsorgung im Innerfeldtal genehmigt. Vorgesehen ist der Anschluss der Dreischusterhütte, der Probsthütte und der Hirtenhütte an das öffentliche Kanalisationsnetz. Das Vorhaben stellt einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Naturparks Drei Zinnen und zur nachhaltigen Entwicklung des Innerfeldtals dar.

Der Gemeinderat bestellte zudem den neuen Verwaltungsrat der Betreibergesellschaft des Erlebnisbades Acquafun für die Amtsperiode 2026–2029. Dem Gremium gehören künftig Gemeinderat Stefano De Pauli, Vizebürgermeisterin Rosa Maria Rienzner und Hans Schäfer an.

Von besonderer strategischer Bedeutung ist die Einleitung des Verfahrens zur Genehmigung des Gemeindeentwicklungsprogramms Raum und Landschaft. Mit diesem Instrument werden die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde in den Bereichen Siedlung, Mobilität, Tourismus, Landschaft sowie Grün- und Freiräume festgelegt. Der Entwurf wird nun veröffentlicht und der Bevölkerung zur Einsichtnahme und Stellungnahme vorgelegt.

„Mit den gefassten Beschlüssen schaffen wir wichtige Voraussetzungen für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Besonders die Themen leistbares Wohnen, nachhaltige Infrastruktur und die langfristige strategische Planung stehen dabei im Mittelpunkt“, betonte Bürgermeister Klaus Rainer nach der Sitzung.

Bezirk: Pustertal

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