Von: APA/AFP
Der kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung seines Landes am Iran-Krieg nicht ausgeschlossen. “Man kann eine Beteiligung nie kategorisch ausschließen”, sagte Carney am Donnerstag anlässlich eines Besuchs beim australischen Premier Anthony Albanese in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Frage sei aber “hypothetisch”. “Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen”. Außerdem werde Kanada “immer Kanadier verteidigen”.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion. Carney, ein Kritiker von US-Präsident Donald Trump, hat erklärt, die US-israelischen Luftangriffe seien nicht mit dem Völkerrecht vereinbar.
Israel sieht “historische Erfolge” in Iran-Krieg
Die israelische Regierung sieht indessen nach eigenen Angaben bereits “historische Erfolge” im Krieg gegen den Iran. “Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen”, sagte Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in der Nacht auf Donnerstag in einem Internetvideo.
Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in “neuen unterirdischen Bunkern” wieder aufgebaut habe, sagte die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran “Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten” habe angreifen wollen.
Auch US-Präsident Donald Trump zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges – und gab dem Militäreinsatz in einem eigenwilligen Zahlenspiel 15 von zehn Punkten. “Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken”, sagte Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. “Jemand hat gesagt: ‘Auf einer Skala bis 10, wie viele Punkte würden Sie geben?’ Ich habe gesagt: ‘Etwa 15’.”




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