US-Präsident Trump machte Angaben zur Minen-Entfernung in Hormuz

Iran weist US-Angaben zu Minen-Entfernung in Hormuz zurück

Mittwoch, 26. August 2026 | 10:24 Uhr

Von: importer

Im festgefahrenen Iran-Krieg hat der Iran Angaben der USA zur Minen-Entfernung in der Straße von Hormuz als “Propaganda-Täuschung” zurückgewiesen. Irans Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi drohte am Mittwoch, sein Land werde US-Minenräumboote ins Visier nehmen, die in das Gebiet gelangten. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, dass laut der US-Marine “alle Minen aus den internationalen Gewässern der Straße von Hormuz entfernt und/oder gesprengt wurden”.

Zudem sei der Iran darüber informiert worden, dass jedes Boot, das neue Minen auslegt, unverzüglich zerstört werde. “Es gilt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber dem Auslegen von Minen, die in vollem Umfang in Kraft ist”, fügte Trump hinzu. Trump hatte bereits Mitte August behauptet, dass in der Meerenge sämtliche Sprengkörper entfernt oder gesprengt worden seien. Damals knüpfte er seine Aussagen daran, dass die Straße von Hormuz – die seit Beginn des Kriegs der USA gegen den Iran vor einem halben Jahr weitgehend blockiert ist – angeblich vollständig geöffnet sei.

Allerdings liegt der Schiffsverkehr weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau. Am Dienstag durchquerten lediglich fünf Frachter die Straße von Hormuz, wie das Analysehaus Kpler berichtete. Das seien deutlich weniger als der Zehn-Tage-Durchschnitt, der bei 15 Schiffen liege, aber immerhin etwas mehr als am Montag, als nur vier Frachter die Meerenge passierten. Die Daten könnten sich laut Kpler jedoch noch ändern, da manche Schiffe ihre Ortungssender während der Fahrt abschalten.

Rubio laut “Axios”: Planen vorerst keine neuen Iran-Angriffe

Am Montag hatte US-Finanzminister Scott Bessent neue Maßnahmen verkündet, die den Iran von der Weltwirtschaft isolieren sollen. Konkrete Details, einen Zeitrahmen und internationale Partner, die bei den Bemühungen helfen sollen, blieben indes unbenannt.

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete, US-Außenminister Marco Rubio habe in den vergangenen Tagen mehreren Außenministern aus verbündeten Ländern mitgeteilt, dass die USA vorerst voraussichtlich keine neuen Angriffe gegen den Iran starten werden. Stattdessen wollten sich die USA auf andere Druckmittel konzentrieren, hieß es unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und eine zweite Person mit Kenntnis der Angelegenheit.

Iran und Oman sprechen über temporären Korridor durch Hormuz

Unterdessen schritten die Verhandlungen zwischen den Anrainerstaaten Iran und dem Oman über neue Regelungen in der Straße von Hormuz fort. Er sei hoffnungsvoll, schon bald einen zwischenzeitlichen Schifffahrtskorridor für die Meerenge bekanntgeben zu können, schrieb der omanische Außenminister Badr al-Busaidi auf der Plattform X nach Gesprächen am Dienstag. Der iranische staatliche Rundfunk IRIB verbreitete eine gemeinsame Stellungnahme Irans und Omans, nach der die beiden Staaten ein schrittweises Vorgehen für die Neuregelung der Schifffahrt sowie der Minenräumung in der Straße von Hormuz besprochen hätten.

Der Iran und der Oman sprechen seit Wochen über eine künftige Regelung für die Schifffahrt in der Meerenge. Im August hatte Teheran erklärt, sich mit dem Oman auf eine neue Route für die Durchfahrt durch die Meerenge geeinigt zu haben. Eine offizielle Bekanntgabe der Einigung steht jedoch noch aus. US-Präsident Trump hatte gedroht, Oman zu bombardieren, sollte sich das Land den USA “in den Weg stellen”.

Teheran betont jedoch, selbst wenn eine Einigung erzielt würde, würde dies allein die Wasserstraße nicht öffnen. Dafür müssten zunächst die USA die weitergehenden Forderungen des Iran erfüllen, einschließlich der Aufhebung der Blockade iranischer Häfen.

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