Von: luk
Bozen – Die letzte Sitzungswoche hatte laut der Jungen Generation der SVP so einige Schmunzler parat – “und wäre es nicht der Südtiroler Landtag, könnte man stellenweise fast darüber lachen.”
“Die Einmannfraktion von Andreas Leiter Reber brachte einen Antrag für eine Steuersenkung auf Treibstoff ein.” Der Vorschlag sei zwar auf den ersten Blick nachvollziehbar, greife aus volkswirtschaftlicher Sicht jedoch zu kurz, da die derzeit hohen Preise primär durch Angebotsknappheit getrieben würden. “In einem solchen Umfeld besteht die Gefahr, dass Steuersenkungen zu einem erheblichen Teil durch Marktmechanismen wieder aufgezehrt werden”, erklärt Volkswirtschaftsabsolvent und Vorsitzender der JG Pustertal Matthias von Wenzl.
“Im weiteren Verlauf wurde der Beschlussantrag dann noch in letzter Sekunde um eine Ergänzung zur ‘Förderung der Elektromobilität’ erweitert, was die Sache jedoch kaum stimmiger machte – zumal das Land bereits jetzt Ladestationen zu 80 Prozent fördert, die öffentliche Ladeinfrastruktur und Strom (indirekt über Alperia) mitträgt sowie Elektroautos mit zusätzlichen 2.000 Euro unterstützt.” Besonders verwunderlich sei in diesem Zusammenhang vor allem, dass sich selbst die Grünen beim Thema Tankrabatt nicht klar dagegen positionierten. Dies spreche Bände für die Wankelmütigkeit dieser Partei, so Anna Künig, Landesvorsitzende der JG.
“Doch damit nicht genug: Am Tag darauf brachte sich die Landtagsabgeordnete der STF, Myriam Atz, in die Diskussion zur Förderung von PV-Anlagen ein und sah hier massivste Probleme – unter anderem aufgrund angeblicher Magnetfelder, die von diesen Platten ausgehen und darunterliegende Schlafzimmer ‘verstrahlen’ könnten, beziehungsweise wegen einer behaupteten Brandgefahr für Kondominien. Dass sie tags zuvor noch der Förderung der Elektromobilität zugestimmt hatte, scheint sie hinsichtlich Brandgefahr und Magnetfeldern bereits wieder vergessen zu haben”, so die JG.
Florian Locher von der JG Sarntal, Elektrotechnikstudent meint hierzu mit einem Augenzwinkern: “Ich darf Frau Atz versichern, dass weder von Elektroautos noch von PV-Anlagen eine signifikante Brandgefahr ausgeht. Hinsichtlich der Magnetfelder sollte sich Frau Atz allerdings überlegen, ob sie sich künftig noch in die Nähe von Kühlschränken oder insbesondere von Haartrocknern begeben möchte – diese seien ihrer Argumentation nach hinsichtlich der entstehenden Magnetfelder praktisch bereits als lebensgefährlich einzustufen.”
Zusammengefasst gibt die JG zu bedenken: “Das Ganze erweckt zunehmend den Anschein, dass es entweder massiv an fachlicher Kompetenz mangelt oder es schlicht darum geht, prinzipiell dagegen zu sein. Gut für das Land ist beides nicht.”




Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen