Von: mk
Bozen – Die groß angelegte landesweite Polizeiaktion gegen Jugendbanden und Jugendkriminalität hat auch Südtirol erfasst: 41 Jugendliche wurden angezeigt, drei festgenommen und sieben Hausdurchsuchungen durchgeführt. „Das sind beachtliche Zahlen, die bestätigen, dass es auch bei uns ein Phänomen gibt, das nicht unterschätzt werden darf und dem weiterhin mit großer Aufmerksamkeit begegnet werden muss“, erklärt die SVP-Senatorin und Vorsitzende der Autonomiegruppe, Julia Unterberger.
Die Polizeiaktion richtete sich gegen Jugendliche, denen Straftaten gegen Personen und Eigentum sowie Drogendelikte vorgeworfen werden. Die Aktion verdeutlicht eine Entwicklung, die man auch in Südtirol seit Längerem beobachte: Gewalt und Jugendkriminalität stellten zunehmend ein Problem dar und beeinträchtigten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, erklärt Unterberger.
„Im Frühjahr dieses Jahres sorgten in Meran Jugendbanden mit wiederholten Gewalttaten für Aufsehen. Opfer waren Touristen, Gleichaltrige, aber auch Erwachsene, die zufällig in die Vorfälle verwickelt wurden. Damals hatte ich den Quästor aufgefordert, die angezeigten Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern zu einem förmlichen Verwarnungsgespräch einzuladen und im Wiederholungsfall auch die gesetzlich vorgesehenen Strafen gegen die Eltern anzuwenden. Zudem hatte ich angeregt, gemeinsam mit dem Jugendgericht Maßnahmen wie ein ‚Daspo urbano‘– also ein Aufenthaltsverbot für bestimmte öffentliche Bereiche – zu prüfen“, erklärt Unterberger.
Um Jugendgewalt wirksam zu bekämpfen, müsse in erster Linie bei Prävention, Erziehung und Integration angesetzt werden. Wenn sich kriminelle Verhaltensweisen jedoch wiederholen, müsse der Staat konsequent handeln und die Bürgerinnen und Bürger, die Jugendlichen selbst, sowie ihre Familien schützen.
„Die heutige Polizeiaktion zeigt erneut, dass die notwendigen Instrumente vorhanden sind. Sie müssen entschlossen und kontinuierlich eingesetzt werden. Keinesfalls darf der Eindruck entstehen, dass solche Straftaten folgenlos bleiben oder dass Menschen, die Gewalt und Einschüchterungen ausgesetzt sind, vom Staat allein gelassen werden“, so Unterberger abschließend.




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