Iranischer Außenminister sieht "keine greifbaren Fortschritte"

Kommunikationskanäle zu den USA laut Araqchi weiter offen

Mittwoch, 03. Juni 2026 | 22:15 Uhr

Von: APA/AFP

Irans Gesprächskanäle zu den USA sind nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araqchi weiterhin offen. “Die Kommunikation mit den Amerikanern wurde nicht abgebrochen”, zitierte die Agentur Tasnim Araqchis Äußerungen am Mittwoch gegenüber dem pro-iranischen libanesischen TV-Sender Al Mayadeen. Demnach wurden “Botschaften hinsichtlich der Notwendigkeit ausgetauscht, die Aggression gegen Beirut zu beenden”, “greifbare Fortschritte” seien aber keine erzielt worden.

Eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch ist demnach “an die Bedingung geknüpft, die Rechte des iranischen Volkes zu gewährleisten, den Krieg im Libanon zu beenden und die Spannungen in der Region einzudämmen”. Araqchi äußerte sich in dem Interview mit Al Mayadeen auch über mögliche israelische Angriffe auf Ziele in Libanons Hauptstadt Beirut. Jeder Angriff Israels auf Beirut werde “schwerwiegende Folgen haben und zu einer vollumfänglichen Wiederaufnahme des Krieges führen”, warnte Araqchi laut Tasnim. Teherans Streitkräfte seien “bereit, Israel anzugreifen”.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Ungeachtet einer seit dem 17. April geltenden Feuerpause greift die von Teheran finanzierte und militärisch wie politisch aus dem Iran unterstützte Hisbollah-Miliz immer wieder Ziele in Nordisrael mit Drohnen und Raketen an. Israel attackiert im Gegenzug Ziele im Libanon aus der Luft und rückt zudem mit Bodentruppen weit im Süden des Landes vor. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Dienstag im Fall neuen Hisbollah-Beschusses auf Israel vor Angriffen auf die als Hisbollah-Hochburg geltenden südlichen Vororte von Beirut gewarnt.

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